Kleines Oster-DIY: Kalligraphie-Eier

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Kennt ihr die Zeitschrift NEON? Vor vielen vielen Jahren hab ich mir, frisch nach München gezogen, in meiner jugendlichen Dorfnaivität ein Abo aufschwatzen lassen. Seitdem trudelt die Zeitschrift einmal im Monat bei mir ein und blockiert meinen Briefkasten, bis ich sie mit in meine Wohnung nehme und dann doch mal lese. Ganz ehrlich. Ich mag die NEON nicht besonders. Hauptsächlich sind da nackte Menschen auf dem Cover und teils merkwürdige Stories drin, die ich nach der Hälfte dann irgendwie öde finde (Nicht alle, aber der Burner ist die Zeitschrift momentan halt auch nicht). Was ich aber IMMER lustig finde, ist die Rubrik „Was ich nie wieder hören möchte“. Meistens sind das Anwälte oder Barkeeper oder whatever, die dieselbe doofe Frage zum tausendsten Mal hören: „Ähm, sorry, aber ist in dem Mojito Alkohol drin?!“, „Sollen wir uns nach meiner Scheidung mal treffen?“ – sowas halt ;-)

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Und jedes Mal muss ich darüber nachdenken, was für Fragen mir denn megamäßig auf den Wecker gehen:

1. „Tami, was macht denn das Studium?“ – Antwort: Nix besonderes. Weil mir diese Frage grundsätzlich in den Semesterferien gestellt wird und das Studium mir da hauptsächlich nervige Hausarbeiten aufdrückt, die niemals nie irgendwer lesen wird.

2. „Tami, was machst du denn nach deinem Studium?“ – Diese Frage höre ich, seit mein Studentinnen-Hintern zum ersten Mal das blank polierte Holz eines Hörsaal-Sitzes berührt hat. Und: Ich weiß es immer noch nicht. Grundsätzlich natürlich schon. Aber, nein, leider kann ich euch noch keinen Arbeitsvertrag und voraussichtliche Gehaltsabrechnung vor die Nase halten, liebe Freunde und Familie ;-)

3. „Was, du hast du das Kiefer operieren lassen? Ich könnte das ja nicht!“ – Musst du ja auch nicht. Ich hüpfe ja auch nicht in die nächste Pfütze, nur weil du rein fällst :-)

4. „Was ist ein Blog“ – sorry, aber wenn die Frage von einem nahen Verwandten jenseits der 50 (tja, Papa, ein Jahr hast noch) kommt, wechsle ich einfach ganz schnell das Thema und mache einen weeeeeiten Bogen, um alles, was mit Internet zu tun hat ;-)

5. „Wer steht auf und lässt morgens um 8 VOR dem Osterfrühstück die Eier weihen?!“ – Gegenvorschlag: ich male sie an und bleib dafür im Bett!

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Wenn ihr wie ich auch eher der faulen Eier-Anmal-Zunft angehört, sind meine kleinen Kalligraphie-Eier ideal für euch. Dazu braucht ihr nämlich nur:
Eier
Kohlepapier und normales Papier
einen feinen Bleistift
einen weißen oder schwarzen Stift mit dünner Spitze
einen Drucker und meine kleine feine Vorlage: Template

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Nehmt eure Eier, wascht sie schön ab und pustet sie dann aus. Schön gründlich, ihr wollt ja keine Stinkbomben basteln.

Nehmt dann meine spitzenmäßige Vorlage, druckt sie auf ein DinA4-Papier aus und schneidet sie grob aus. Schneidet euch dann ein passendes Stück Kohlepapier zurecht und positioniert das Ganze auf eurem Ei. Also Ei, Kohlepapier, Vorlage.

Malt mit dem Bleistift vorsichtig die Konturen eures Motivs nach. Das Kohlepapier überträgt diese dann auf das Ei.

zum Schluss fahrt ihr sie mit dem weißen oder schwarzen Stift nach und schon habt ihr ein 1a Kalligraphie-Ei :-)

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14 Gedanken zu “Kleines Oster-DIY: Kalligraphie-Eier

  1. Ich ergänze. Darf ich? „Das muss man studieren?“ Und für den Blog. „Und das guckt sich einer an? Aha.“
    Du hast mal wieder tolle Ideen mit noch tolleren Fotos – huiuiui!
    Liebe Grüße
    Jessa

  2. Das sieht ja cool aus! Geniale Idee, vor allem jedes Mal wenn ich versuche Eier zu bemalen, kann das a) kein Schwein erkennen was es sein soll und dann muss ich immer sagen es sei künstlerische Freiheit und b) kann ich sonst nur Farbverläufe :D

  3. Die Fragen waren sehr lustig, musste lachen als ich es mir durchgelesen habe. Die Neon hatte ich auch schon einige Male in der Hand, und ja, da sind durchaus ein paar „komische“ Sachen drin. ;) Die Eier sind aber wirklich toll geworden, endlich mal etwas, das nicht pink und blau ist! Danke für die Inspiration!

  4. Das mit der NEON kenn ich nur zu gut. Momentan liegen mal wieder 3 Ausgaben unberührt auf meinem Esstisch!

    Liebe Grüße :*
    P.S. Die Eier sehen traumhaft aus – super Inspiration!

  5. Noch weiss ich nicht, wie ich die Eier dieses Jahr färben soll, aber Deine Idee gefällt mir besonders gut. Ich mag’s sehr, wenn die Ostereier ganz natürlich daherkommen und doch trendy sind wie hier. Ich nutze die Gelegenheit dieses Kommentars, Dich zu informieren, dass mein Blog „merlanne“ umgezogen ist und die neue Domain http://www.merlanne.lu lautet. Leider erscheinen die neuen Beiträge von merlanne.lu nicht mehr im Reader der WordPress-Followers. Wenn Du weiterhin auf dem Laufenden bleiben möchtest, gibt es Alternativen wie E-mail, Bloglovin‘ und Facebook.
    Liebe Grüsse,
    Claudine

    • Liebe Claudine,

      vielen Dank für deine Nachricht – ich kann deine Beiträge zwar noch sehen, aber leider nicht mehr liken oder kommentieren… Werde dir auf alle Fälle weiter treu sein ;-)

      lg, Tami

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