Dobar dan, Montenegro! Roadtrip durch das Land der schwarzen Berge

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Wir waren dieses Jahr mal ganz kreativ bei der Wahl unserer Urlaubsortes: Montenegro sollte es sein. Ihr kratzt euch gerade verwirrt am Kopf und fragt euch, wo zum Geier das wohl liegen mag? Dann geht es euch wie gefühlt 98 Prozent aller Leute, mit denen wir über das Thema Urlaubsplanung 2017 gequatscht haben ;-)

X: „Und, habt ihr für dieses Jahr urlaubstechnisch noch was geplant?“
T: „Ja, wir wollen nach Montenegro fahren…“
X: „Waaas, MONTENEGRO?“ Leicht skeptischer Blick. „Wie kommt ihr denn da drauf?“
T: „Naja, irgendwann mal in ner Zeitschrift gelesen und sah voll schön aus und so…“ (Und außerdem will ich mal Urlaubsvorreiter sein, so sieht’s aus!)
X: Denkpause. „Wo liegt das denn überhaupt?“ Denkpause. „Und gibt es da Meer?“

Also Montenegro, das ist dieser bezaubernde Flecken Erde, der sich an der adriatischen Küste unterhalb von Kroatien und oberhalb von Albanien befindet und immerhin stolze 623.000 Einwohner zählt. Und nebenbei mit einer Wahnsinns Landschaft, super Futter und perfektem Schnorchel-Meerwasser lockt. Zwölf Tage und genau eine Tankfüllung (jep, man merkt hier schon, von welchen immensen Distanzen wir hier sprechen) haben ich und meine ehrenwerter Begleiter uns genommen, um diesen Edelstein unter den Urlaubszielen zu erkunden, auf dass wir euch nun von unseren Abenteuern berichten können. Los geht’s!

Wenn ihr möglichst viel von Montenegro sehen und nicht nur an der Küste bleiben wollt, dann organisiert euch am besten ein Auto. Wir sind ab München nach Dubrovnik (Kroatien) geflogen und haben uns da ein Mietauto genommen. Kann man ganz easy gegen einen kleinen Aufpreis (bei uns waren das 40 Euro) dann auch über die Grenze mit nach Montenegro nehmen.

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Bucht von Kotor
Erster Stopp in Montenegro war weg- und schlafenszeitbedingt Herceg Novi, eine (jetzt mal an München gemessene) sehr überschaubare Stadt mit einer hübschen Altstadt. Da das eigentliche Highlight Montenegros aber erst dahinter beginnt, könnt ihr Herceg Novi auch ohne schlechtes Gewissen auslassen und gleich weiterdüsen. Und zwar tiefer hinein in die legendäre Bucht von Kotor. Warum die so berühmt ist? Weil sie mit ihren steilen schwarzen Bergen und dem tief in das Landesinnere hineinreichende Meer 1:1 wie ein norwegisches Fjord aussieht. Einer der schönsten Orte der Bucht ist Perast, ein mittelalterliches Dorf mit zwei sehr Instagram-würdigen Inseln, auf denen sich jeweils eine Kirche befindet. Falls ihr Lust habt, rüberzufahren: Kein Problem, für 5 Euronen fährt euch gefühlt jeder aus dem Dorf mit einen kleinen Boot rüber und sammelt euch nach einer halben Stunde wieder ein.
Fahrtzeit Dubrovnik – Herceg Novi: ca. 40 min (Achtung, Grenzkontrollen)
Fahrtzeit Dubrovnik – Perast: ca. 65 min

Durmitor Nationalpark
An Tag fünf mussten wir die Bucht von Kotor (erst mal) schweren Herzens verlassen und haben uns ins Landesinnere gen Zabljak aufgemacht. Die Landschaft, die ihr auf der 3,5-stündigen Fahrt bis an den Rand des Nationalparks durchfahrt, ist megavielseitig. Von den steilen Felsen am Meer über eine karge und menschenleere Steppe bis schließlich zu den üppig bewaldeten Ausläufern des Nationalparks ist echt alles dabei. In Zabljak haben wir in einer dieser für die Region typischen Holzhütten mit steilem Spitzdach und Holzkamin genächtigt (seeehr romantisch, by the way) und sind zeitig am nächsten Morgen zum Wandern in den Nationalpark los. Der Durmitor ist ein fettes Gebirgsmassiv mit 48 Gipfeln jenseits der 2.000 Meter und hat auch für so Bewegungslegastheniker wie mich einige superschöne Wanderwege. Wanderkarten und Infos gibt’s am Eingang des Nationalparks gleich hinter Zabljak.
Fahrtzeit Perast – Zabljak: ca. 3,5 Stunden

Kloster Ostrog und Skutarisee
Nach zwei Nächten in Zabljak haben wir unseren kleinen Flitzer schließlich wieder Richtung Küste bewegt und zwar über Niksic und Podgorica an den Skutarisee. Legt nach Niksic unbedingt einen Zwischenstopp am Kloster Ostrog (Manastir Ostrog) ein – das Kloster wurde hoch oberhalb eines tiefen Tales in einen Felsen geschlagen und ist auch für Nichtgläubige ein spiritueller Ort. Die Montenegriner sind sehr religiös, daher in heiligen Stätten möglichst nicht bauchfrei und mit Arsch-raus-Shorts aufmarschieren. Am Nachmittag sind wir am Skutarisee, den größten Binnensee der Balkanhalbinsel angekommen. Bei schönem Wetter könnt ihr eine Bootstour über den See machen, wir mussten uns bei Regenwetter mit Futter und montenegrinischem Wein (Geschmack: najaaaa…) vertrösten.
Fahrtzeit Zabljak – Virpazar (Skutarisee): ca. 4 Stunden

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Budva/Adriaküste und Kotor
Unsere letzten Tage haben wir an der Adriaküste in Budva verbracht. Gleich mal vorweg: Budva (naja, eigentlich ganz Montenegro) hat ein Parkplatz-Problem. Sucht euch also am besten eine Unterkunft mit Parkplatz oder parkt in einer kleinen Nebenstraße, wenn ihr nicht auf den zahlpflichtigen Parkplätzen in der Innenstadt parken wollt. Der schönste Teil von Budva ist die Altstadt („Stari Grad“ auf montenegrinisch), die auf einer vorgelagerten Halbinsel ins Meer ragt. Direkt daneben sind auch zwei tolle Sandstrände (Mogren I und II) – früh da sein und Kohle für Strandliegen einplanen! Günstiges und leckeres Futter auf die Hand findet ihr, wenn ihr die Uferpromenade des Stadtstrandes entlanggeht.
Unseren letzten Abend wollten wir nochmal in der Bucht von Kotor verbringen und haben uns dafür eine Nacht in Kotor direkt in der Altstadt eingemietet. Besonders in den Sommermonaten ist da abends an jeder Ecke Lifemusik und top Stimmung!
(Auf dem Weg nach Kotor haben wir einen Abstecher nach Tivat mit seinem Luxushafen Porto Montenegro gemacht. Wenn ihr mal echt fette Luxusyachten gucken wollt, seid ihr genau richtig. Davon abgesehen fand ich’s aber ein bisschen fade.)
Fahrtzeit Virpazar – Budva: ca. 1 Stunde
Fahrtzeit Budva – Kotor: ca. 1 Stunde (meistens Stau in Kotor)

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Was ihr sonst noch wissen müsst:
In Montenegro wird mit Euro gezahlt, ihr müsst euch also keine Gedanken über Wechselstuben oder ähnliches machen. Futter und Unterkünfte sind nochmal um einiges günstiger als in Kroatien. Auch über die Straßen gab es nix zu meckern – da sind die Straßen in meiner oberbayerischen Heimat zum Teil schlechter. Nur mit Hausnummern haben es die Montenegriner nicht so. Kann also sein, dass ihr als Wegbeschreibung sowas wie „Geht zum dritten Haus neben der Kirche links und fragt nach Stevan“ bekommt. Die Leute waren übrigens ausnahmslos supernett und hilfsbereit. Wenn ihr nicht mit Englisch weiterkommt, dann zur Not mit Händen und Füßen :-) Unsere Unterkünfte haben wir zum Großteil über airbnb gefunden, aber es gibt natürlich auch schicke Hotels!

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Feine Waffeltorte mit Quark-Beeren-Füllung

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Fehler Nummer eins bei Müttern? Sag bloß niemals nie, dass du irgendwas für die Küche brauchen könntest. Beim nächsten Besuch oder spätestens zu Weihnachten steht sie nämlich da, eure Mama. MIT besagtem Teil. Und obwohl ich das weiß, ist meine Schnauze trotzdem manchmal schneller als mein Hirn und dann passiert folgendes: Ich steh da beim Umzug in die neue Wohnung ganz gemütlich in unserer neuen Küche, räum Zeugs ein und sag so ganz unschuldig: „Oh Mann, ich glaub, irgendwann leg ich mir mal ein Waffeleisen zu.“ Was man halt so sagt, wenn man Hunger hat. Und – zack – schon haben die Augen meiner Mama angefangen zu funkeln. Zu meiner Verteidigung, ich hab noch versucht das Steuer rumzureißen: „Also, ich mein, irgendwann mal. Also wenn ich eine echt große Küche hab. Noch größer als die neue jetzt, mein ich…“ Stotter stotter. Große Überraschung: Ich bin jetzt stolze Besitzerin eines Waffeleisens.

Und ich hab’s schon stolze 1x benutzt und zwar für meine WAFFELTORTE MIT BLAUBEEREN UND HIMBEEREN

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Ihr braucht:

WAFFELN
120 g weiche Butter (halbe Stunde bei Zimmertemperatur liegen lassen)
100 g Zucker
Abrieb von einer Zitrone
1 Vanille-Rum-Aroma
3 Eier
150 ml Schmand
200 g Mehl
2 Teelöffel Backpulver

QUARK-FÜLLUNG
300 g Quark
150 ml Sahne
3 gehäufte Esslöffel Zucker
300 g Beeren

Verrührt die Butter mit dem Zucker, dem Aroma und dem Schalenabrieb, bis ihr eine schöne gleichmäßige Masse habt. Verrührt die Eier mit dem Schmand und rührt die Masse dann in die Butter-Zucker-Masse ein. Gebt Mehl und Backpulver zusammen, mischt das Ganze kurz durch und gebt das Mehl dann nach und nach zu eurem Teig. Kräftig rühren, bis ihr einen gleichmäßigen Teig ohne Klumpen oder so habt.

Euer Waffeleisen heizt ihr zunächst vor (ich hab Stufe 4 von 6 für meine Waffeln genommen), fettet sie mit etwas Butter ein und gebt dann einen mittleren Schöpflöffel in die Mitte eures Waffeleisens. Zuklappen und goldbraun brutzeln lassen – der Teig verteilt sich von alleine. Die fertige Waffel auf einen Kuchengitter auskühlen lassen. Dabei die Waffeln nicht übereinander stapeln!

Für die Füllung verrührt ihr Quark und Zucker. Schlagt die Sahne steift und hebt sie dann unter eure Quarkmasse. Einen Teil der Masse (so drei gehäufte Esslöffel) und eine Handvoll Beeren stellt ihr beiseite. In den Rest rührt ihr vorsichtig (ihr wollt ja nicht alle Beeren zermatschen) die Beeren unter.

Und dann heißt es stapeln. Erst eine Waffel, Füllung, Waffel, Füllung und immer so weiter. Ganz oben auf die letzte Waffel gebt ihr dann die weiße Masse von vorhin und dekoriert euren „Deckel“ hübsch mit den restlichen Beeren :-)

Schmeckt frisch am besten!

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Geilo Cashew-Karamell-Eis für Faule {ohne Eismaschine}

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Wisst ihr, was das beste an unserer neuen Wohnung ist? Okay, nee, ich darf nicht lügen – das beste ist einfach die Waschmaschine. Danke, dass du meinen Samstag zum Wisch-und-Waschtag und meine Wäsche so schön sauber und duftig machst!!! <3 Wisst ihr, was das ZWEITbeste an unserer neuen Wohnung ist? Okay, nee, ich darf nicht lügen – das ist der hammermäßige Holztisch, den Mama und Freund in mühevoller Arbeit für mich gebaut haben (siehe Fotountergrund). Aber wisst ihr, was das DRITTbeste an unserer neuen Wohnung ist? Ganz genau, das Kühlfach! Jetzt kann ich nämlich jederzeit so viel Eis futtern wie ich mag/mir schlecht wird. Und zwar sauleckeres, garantiert nicht Diät-geeignetes …

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Cashew-Karamell-Eis für Faule

Ihr braucht:
1 Dose gesüßte Kondensmilch + nochmal 200 g extra
200g süße Sahne
eine Handvoll gesalzene Cashewkerne + ein paar für obendrauf

Ja, wirklich, das war’s. Ich hab nicht die Hälfte des Rezepts vergessen! ;-)

Dann legen wir mal los: Die Dose gesüßte Kondensmilch (ich nehme immer "Milchmädchen" von Nestle, glaub ich) stellt ihr in einen Topf und gebt Wasser dazu, sodass die Dose bedeckt ist. Zwei Stunden auf dem Ofen blubbern und dann abkühlen lassen. Wenn ihr umweltfreundlich sein wollt, macht gleich mehrere Dosen – die Karamellcreme ist super als Geschenk und als Brotaufstrich, für Sößchen oder zum so schlecken geeignet!

Gebt gute zwei Esslöffel der Karamellsoße zur Kondensmilch und verrührt beides, bis ihr eine schöne einheitliche Masse habt. Die Cashewkerne einfach mit den Händen etwas kleiner bröseln und ebenfalls unterrühren. Schlagt die Sahne steif und hebt sie vorsichtig unter eure Karamellmasse unter. In eine gefriertaugliche Schüssel geben und für einige Stunden kalt stellen. Zum Schluss noch ein paar Cashews drüberbröseln und futtern!

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Coco-flavoured Iced Coffee {wir tun mal so als wäre Sommer}

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Ich kann gar nicht sagen, was mich mehr freut, während ich hier wie blöde auf meine PC-Tastatur hacke: Dass ich währenddessen in meiner, nein UNSEREN neuen, riiieeesigen (man bedenke, nach fast 5 Jahren in einer 1-Zimmer-Wohnung kommt einem beinahe alles unendlich groß vor) sitze. ODER, dass irgendwo in den Tiefen meines Computers 60 Seiten Masterarbeit rumgammeln und ich sie in ein paar Wochen nie mehr wieder sehen muss. ODER, dass in zwei Monaten unser mega Kanada-Abenteuer los geht, wo ich hundertprozentig von einem Bären gefressen werde.

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Weil mich mein fantastisches Leben aber grad mit lauter fantastischen Sachen beutelt (Umzug, 60 Seiten Masterarbeit, Kanada-Orga-Zeugs, vor lauter Freude gleich mal krank werden), komm ich allerdings sonst zu ungefähr gar nichts. Das höchste der Bastel-Gefühle? Ein kleiner feiner Eiskaffee… Der übrigens auch bei miesem Ekelwetter lecker ist ;)

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Ihr braucht (für 2-3 Gläser):
150 ml kalten Espresso
300 ml Vollmilch
100 ml Sahne
50 ml Kondensmilch
einen Schuss Kokossirup
Eiswürfel

Alles in ein hohes Gefäß geben und vermischen. Die Eiswürfel in die Gläser geben und den Kaffee darüber gießen. Strohhalm rein und schlürfen :)

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Zitrone küsst Orange: Erfrischender Buttermilch-Drink

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Ich glaub ja, Kindern erschließt sich der Sinn von auswärts Essengehen nicht so wirklich. Weil: Naja, ob sie ihr Mampf von Mama oder einem Kellner serviert bekommen, ist ihnen wahrscheinlich total egal. Und überhaupt muss man da brav sitzen, darf nicht laut sein und andere Gäste stören und sich ankleckern darf man auch nicht. Was in meiner Kindheit den Unterschied gemacht hat, war diese eine Scheibe Zitrone im Getränk. Nicht nur, dass man im Restaurant abgefahrenes Zeugs mit gaaaanz viel Zucker wie Cola und Spezi trinken durfte. Nein, am Ende konnte man auch noch die Zitrone aus dem Glas fummeln und genüsslich auffuttern. Tja, und diese Liebe zur Zitrone ist mir bis heute geblieben…

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Und deshalb gibt’s heute den Erfrischend-fruchtigen Zitronen-Orangen-Buttermilch-Drink (Okay, für die Überschrift denk ich mir dann doch vielleicht noch einen etwas formschöneren Namen aus…)

Ihr braucht:
250 ml Buttermilch (halber Becher)
Zeste von einer gut gewaschenen Zitrone
Saft von einer Zitrone
Saft von zwei Orangen
6 Esslöffel Naturjoghurt
evtl etwas flüssigen Honig zum Süßen

Die gekühlten Zutaten alle in ein hohes Gefäß geben und mit einem Schneebesen durchrühren. Im abartig heißen Hochsommer gerne noch ein paar Eiswürfelchen dazu geben :-) In schöne Gläser füllen, mit einer Zitronenscheibe, Schirmchen und Strohhalm servieren und fertig!

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{Grillbeilage} Ziegenkäse-Kräutersalat

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Sobald sich auch nur ein fitzeliger Sonnenstrahl durch die graue Wolkendecke wagt, pilgern die Münchner an die Isar zum Grillen. Ernsthaft, ich hab Leute schon zu jeder Jahreszeit am Flaucher gepflegt einen August (die liebevolle Bezeichnung für das Münchner Augustiner Bier) zischen und ein paar Würstchen auf den Grill schieben sehen. Und die Nackerten sind sowieso das ganze Jahr über da und pflegen ihre lederfarbene Bräune – von nix kommt nix, gelle? ;-)

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Auf dem Weg von der Ubahn bis zur Isar sieht man auch immer schön die Rollenverteilung in den Gruppen: Die Jungs schleppen Grill und Kohle, vieeeel Fleisch, Bier und vielleicht ein Brot und außerdem komische Geräte, mit denen sie die gesamte Gegend beschallen. Die Mädchen tragen Decken, Teller, Besteck, Servietten und große Schüsseln mit sorgfältig geschnippeltem Salat und Gemüse, von dem die Jungs nicht mal den Namen kennt. Am Ufer angekommen, lagern die Jungs dann erst mal superprofessionell ihr Bier in der saukalten Isar (in Sichtweite zum Grillplatz, schön standfest und gleichzeitig nicht im stehenden Wasser…) und werfen zu gefühlt 20st den Grill an („Nee, du musst da fächern!“ „Alter, mehr Anzünder!“ „Ich sag doch, die Kohle ist feucht“…), während die Mädels den perfekten Lagerplatz bauen und die Jungs diskutieren lassen. Weil das mit dem Feuer und dem Grillen und so meistens ewig dauert und meine Zucchini sowie grundsätzlich als allerletztes auf den Grill kommen, stopfe ich mich in der Zwischenzeit schon mit Salat und Brot voll und bin dann immer schon pappsatt, wenn nach gefühlt drei Stunden das erste Stück Fleisch den Grill verlässt. Aber egal, denn mein feiner Ziegenkäse-Kräutersalat à la Mama ist sowieso viel besser als euer Fleisch, Jungs ;-)

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Ihr braucht:
Jeweils einen Bund (eine gute Handvoll) Bärlauch, Petersilie, Basilikum, Schnittlauch und Lauchzwiebeln
etwa 400g Champignons (weiß oder braun)
ein Päckchen Ziegenkäse
Olivenöl, Salz, Pfeffer und Essig zum Abschmecken

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Der Salat geht kinderleicht: Schnippelt alle Kräuter ganz klein, Schnittlauch und Lauchzwiebeln in Ringe und vermengt alles in einer Schüssel. Die Champignons putzt ihr und viertelt sie. Dann bratet ihr sie in der Pfanne an, würzt sie mit Salz und Pfeffer und gebt sie zu den Kräutern. Zum Schluss würfelt ihr den Ziegenkäse und mischt alles gut durch. Mit Essig, Öl, Salz und Pfeffer abschmecken und losfuttern.

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Oh Molly Mallone – Welcome to Dublin

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Seien wir mal ehrlich: Irland, das war für mich dieser sympathische grüne Fleck links von England, bekannt für seine Butter, viele viele Rothaarige und einen Pub an jeder Ecke, in dem natürlich nur Guinness ausgeschenkt wird. Die Hälfte dieses wirklich umfangreichen Wissens hab ich übrigens allein schon aus dem einen Roman (Angela’s Ashes), den ich mal während meiner Schulzeit gelesen hab. Und jetzt, nach vier Tagen Dublin? Bin ich quasi schon echter local ;-)

Baby, it’s cold outside
Leute, auch wenn ihr euch quasi sofort als Touris outet – vergesst bloß nicht eure dicke, kuschlige Winterjacke und einen Schirm. Während es bei uns in Bayern schon Temperaturen jenseits der 10 Grad-Marke hatte, herrschten in Dublin lauschige und überhaupt nicht windige drei Grad. Plus Regen. Plus Hagel. Und natürlich hat in der ersten Nacht die Heizung in unserem Apartment/total süßen Häuschen erstmal nicht funktioniert ;-) Allerdings: Genauso schnell wie das miese Wetter kommt, geht es auch wieder und plötzlich steht ihr da, sonnengeblendet!

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Time for a picknick
Wenn dann die Sonne scheint (oder eine Wolke ein bisschen heller aussieht als die anderen), knallt sich der nette rothaarige Durchschnittsire erst mal in den Park. Die sind in Dublin meistens relativ klein, gerne in der Nähe einer Kirche gelegen und wirklich super-grün und wunderhübsch angelegt. Meine Favorites sind das St. Stephen’s Green (wo mich eine fiese Taube angefallen und sich einfach auf meine Schulter gesetzt hat) und der Merrion Square, wo sich Oscar Wilde auf einem riesigen Granitfelsen fläzt.

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The early bird catches the worm
Ich weiß nicht so genau, wie die Iren das arbeitstechnisch und so hinkriegen, aber: Um spätestens 17 Uhr ist Schicht im Schacht und der Ire im Pub. Der berühmt-berüchtigte Temple Bar District? Um 17 Uhr knallevoll. Jeder andere Pub in der Stadt? Um 17 Uhr knallevoll. Aber kein Problem, schiebt euch einfach rein und wartet geduldig – normalerweise dauert es nicht lange und irgendwo wird ein Plätzchen für euch frei. Auch super: In beinahe jedem Pub gibt es Live-Musik und leckeres irisches Essen! Favoriten: The Brazen Head (angeblich der älteste Pub Irlands) und The Snug Bar mit HAMMER Musik. Und keine Sorge vor der Sperrstunde um 23 Uhr: Die ist in Dublin mehr so ein theoretisches Konstrukt.

Never call them ENGLISH
Wer zum ersten Mal nach Irland kommt, die merkwürdigen UK-Steckdosen, links fahrende Autos und diese total-schmalen-dafür-unglaublich-steilen-Treppen in den winzigen Häuschen aus Backstein sieht, ja, der könnte eventuell auf den Gedanken kommen, er ist aus Versehen in England gelandet. Dabei ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht: Nicht nur, dass bei einem Irish Breakfast keine Baked Beans dabei sind, auch die Straßenschilder und überhaupt alles ist auf Englisch UND Gälisch. Und mit Euro zahlen könnt ihr auch ;-)

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Und weil ich weiß, dass mich Christian, der unsere Reise quasi allein mit meiner Buddine Rocky gemanagt hat, für immer aus seinen Gebeten ausschließt, wenn ich das jetzt nicht schreibe: Schaut unbedingt ins Guiness Storehouse. Ich mag keinen Guinness und fand’s trotzdem super und konnte gar nicht fassen, dass wir vier (!) Stunden in dieser crazy Guinness-Welt waren! Am besten ist die rundum verglaste Gravity Bar, von der ihr einen wahnsinns Blick auf die Stadt habt!

Übrigens: Keine Ahnung, wer die Molly Mallone wirklich war, aber ihrer Statue haben die Leute in Dublin ständig die Brüste betatscht.

Lalalalove is in the air: Frühlingshaftes Astherz

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Eigentlich wollte ich mich am Ostermontag in ein stilles Eckchen setzen und mein kleines Herz basteln. Die Betonung liegt auf EIGENTLICH. Tatsächlich wurde ich nämlich nach dem Zuschneiden MEINER Äste kurzerhand aus MEINEM Projekt ausgeschlossen. Und das von MEINER eigenen Familie. Sowas aber auch ;-) Meine Familie riecht sowas und – zack – sitzen sie alle da und basteln mit. Erst mein Bruder, der meinte, er kann a) viel besser Äste zerschneiden (ja, hat gestimmt) und b) viel besser ein Astherz basteln als ich. Dann der Freund von Mama (Architekt), weil ja schließlich irgendjemand auf die Statik und so gucken muss, und schließlich meine Mama, einfach weil. Und Klein-Tami? Stand da und durfte höchstens mal die Heißklebepistole halten und zum Schluss die Schleife aufkleben.

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Ihr braucht:
viele kleine Aststückchen, möglichst gleich lang (ca. 5cm), dafür unterschiedlich dick
Heißkleber
eine große herzförmige Ausstechform aus Metall
silbernen Basteldraht
etwas Dekoband

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Das Herz basteln geht eigentlich ziemlich einfach. Legt euer Metallherz als Rahmen auf eine glatte Unterlage. Nehmt dann ein Aststück und stellt es in die Mitte. Ein zweites schmiert ihr der Länge nach gut mit dem Heißkleber ein und klebt es dann an euer erstes Stück, sodass ihr dann zwei aneinanderhängende Ästchen da stehen habt. Tja und dann immer so weiter, bis eure Form zum Schluss voll ist. Lasst euer Herz ein paar Minütchen austrocknen und zieht vorsichtig den Metallrahmen ab. Durch eine Lücke zwischen zwei Zweigen habe ich (ja, das durfte ICH machen) den Draht gefädelt und oberhalb des Herzens zu einem Aufhänger verzwirbelt. Zum Schluss noch aus dem Dekoband eine Schleife binden und mit dem Kleber auf euer Herz kleben :-)

Ach ja, und weil mein Bruder in Wahrheit natürlich auch noch viel bessere Fotos machen kann als ich, ist er im Anschluss mit mir durch den Garten gestapft, damit ich auch ja den richtigen Hintergrund aussuche ;-)

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Zuckersüße Frühlingsboten: Kandierte Veilchen

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Manchmal hab ich den Eindruck, in mir sind zwei Persönlichkeiten vereint: Busy Bee und Lazy T. Busy Bee ist immer auf Achse, hat einen festen Zeitplan für ihre Masterarbeit, schrubbelt eifrig durch die Wohnung und isst viele gesunde Sachen. Lazy T haut sich am Nachmittag mal ein, zwei, drei Stündchen auf’s Ohr, vergisst ständig, Bücher zurück in die Unibibliothek zu bringen, isst aufgrund mangelnder Futtervorräte häufig Chips oder (ach was, UND) Nutella aus dem Glas und wartet gerne mal bis zur letzten Minute, um irgendwelche Sachen zu erledigen. Normalerweise haut Busy Bee Lazy T eins über die Rübe und der Käse ist gegessen. Aber über Ostern, da war Lazy T schneller und hat sich so flink auf die Couch gemümmelt, dass Busy Bee bloß noch ziemlich unbeachtet mit einigen imaginären leeren Blättern meiner Masterarbeit wedeln konnte. Und als meine Mama dann meinte, ob Lazy T nicht vielleicht am Wochenende Veilchen aus dem Garten holen und die kandieren will, wann hat Lazy T das wohl gemacht? Ganz genau, Sonntagabend, bei Regen, im dunklen Garten mit einer Taschenlampe :-)

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Kandierte Veilchen sind wunderschön als Deko auf Cupcakes oder Torten und sind ganz leicht gemacht!

Ihr braucht:
20 bis 30 Veilchenblüten (am besten Duftveilchen nehmen, weil die auch etwas Eigengeschmack haben)
1 Eiweiß
Puderzucker

Wie gesagt, ich hab die Blüten einfach im Garten gesammelt und die Stielreste entfernt. Dann das Eiweiß halbsteif schlagen und die Blüten vorsichtig eintunken. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und darauf achten, dass ihr die Blütenblätter etwas auseinander drückt, sonst habt ihr später nur einen Veilchenklumpen. Wenn ihr alle Blüten durch habt, rieselt ihr mit einem feinen Sieb eine feine Schicht Puderzucker darüber und stellt das Blech für mindestens 24 Stunden an einen relativ warmen Ort zum Trocknen. Danach könnt ihr sie einfach in ein Schraubglas geben und ein paar Monate lagern.

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Frisch geschlüpft: Ostereier mit Durchbruch

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In den letzten beiden Wochen hab ich mich rar gemacht – Social Media-Koller vom feinsten. Irgendwie war da dieser Moment, als ich mit Handy und Ipad bewaffnet (Ohja, wir sind hier schon bei Third Screening!) vorm Fernseher saß und mir plötzlich dachte: Ah nee, hab eigentlich grad null Bock, mir härtest überschminkte Size Zero Ladies auf Instagram anzuschauen, die strahlend ihr grünes Detox-Gesöff in die Kamera halten. Oder Fotos vom letzten Luxus-Malediven-Trip von Leuten, die ich überhaupt nicht kenne. Oder mir auf facebook die 1000ste Pro-/Contra-Flüchtlingskrise-Debatte zu geben. Und wo ich so dabei war: Auf Bloggen hatte ich auch keinen Bock. Also hab ich mich stattdessen zwei Wochen übelst über meine perfekten, Zahnspangen-losen Zähne gefreut, war sehr Businesslady-mäßig für einen Tag in Berlin und hab den Herrgott ansonsten einen guten Mann sein lassen (1:1 aus dem Bairischen übersetzt. Im Original hört sich das irgendwie besser an).

Tja, und Anfang der Woche war er wieder da – der Blog-Bock! Mit einem süßen, total easy Oster-DIY :-)

Ihr braucht:
Eier mit brauner Schale, möglichst Größe M oder L
eine Sicherheitsnadel und einen Schaschlikspieß
ein paar Zahnstocher
Dekogras und hübsche kleine Zweige mit Beeren oder Blättern oder so dran
Dekoschmetterlinge zum festknipsen
weißen Faden

Der Rest ist MEGA einfach. Erst mal oben am Ei ein Loch reinbohren – da kommt später euer Aufhänger durch. Dann hab ich mit der Nadel vorsichtig in die Mitte meines Eis ein Loch gebohrt und Stück für Stück von der Schale weggebrochen, bis ich ein schönes großes Loch hatte. Die Ränder müssen nicht allzu regelmäßig sein, soll ja aussehen, als wär unser kleiner gefiederter Freund grad geschlüpft! Eiweiß und Eigelb könnt ihr dann ganz lässig durch das große Loch rausschütteln und euer Ei mit Wasser ausspülen. Falls ihr auch so fiese Stempel auf euren Eiern habt: Die gehen mit etwas Essig und einer Zahnbürste ab oder einfach mit Schmirgelpapier!

Für die Aufhängung hab ich einfach den Faden an ein Stück Zahnstocher gebunden und den Zahnstocher durch das kleine Loch oben gesteckt, sodass er sich von innen schön im Ei verkeilt und die Aufhängung fest ist. Zum Schluss noch euer Ei vorsichtig mit Dekogras und Zweigen befüllen und den Schmetterling an den Rand oder den Faden klipsen :-)

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