Neues Lieblings-Frühstück: Priganice aus Montenegro

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Leute, ihr werdet es nicht glauben, aber: Ich hab eine geheime Superkraft. Sie nennt sich „Stopf dich mit Pizza, Pasta, Mehlspeisen und Burgern voll, ohne dass dir schlecht wird“. Leider hört die Superkraft beim Thema Gewicht wieder auf, aber hey, nobody’s perfect!

Jedenfalls, als hätten die Montenegriner geahnt, dass ich mit solch krassen Fähigkeiten ausgestattet bin, gab es in unserem letzten Urlaub einfach mal das geilste Frühstück der Welt:  nämlich kleine frittierte (das Zauberwort ist gefallen) Hefeteig-Kugeln mit Honig, Marmelade und so cremigen Ziegenkäse, die sich Priganice schimpfen. Und weil die Dinger einfach MEGA-gut sind, hab ich davon nicht nur meine eigene Portion in einem Affentempo weggemampft, sondern auch noch den Rest auf dem Teller meines Freundes vernichtet. Soll ja schließlich nicht schlecht werden, oder?

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Ihr braucht:
500g Mehl
ca. 300 ml lauwarmes Wasser
70g Zucker
1 Päckchen frische Hefe
1/2 TL Salz

Gebt das Mehl in eine Schüssel und macht da in die Mitte eine Mulde rein, in die ihr Hefe, Zucker und etwa 2 – 3 Esslöffel warmes Wasser gebt. Dann deckt ihr die Mulde mit ein wenig Mehl (wirklich nur leicht drüberstreuen) zu, legt ein frisches Küchentuch über die Schüssel und lasst den Teig eine halbe Stunde an einem warmen Ort stehen.

Dann gebt ihr das Salz und nach und nach das übrige Wasser hinzu und knetet den Teig kräftig durch. Tja, und das dauert – fertig ist er erst, wenn er von alleine aufhört, an der Schüssel (und euren Fingern) zu kleben. Außerdem sollte sich der Teig wie eine warme Frauenbrust (sorry, alte Familienweisheit) anfühlen. Im Anschluss deckt ihr euren Teig wieder zu und lasst ihn nochmal etwa 30 Minuten gehen.

Wenn der Teig schließlich schön aufgegangen ist, formt ihr mit der Hand kleine Kügelchen. Am besten nicht zu groß, der Teig geht beim Frittieren nämlich nochmal etwas auf. Ich hab mir den Teig immer mit einem großen Esslöffel (gut gefüllt) abgestochen, so werden die Bällchen ungefähr gleich groß. Während ihr die Fritteuse anwerft, die Bällchen nochmal kurz 5 Minuten gehen lassen und dann geht es ab ins heiße Fett. Von allen Seiten schön goldbraun brutzeln, abtropfen lassen und nonch warm mit Honig, Marmelade und Ziegenkäse futtern :-)

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Zuckersüße Frühlingsboten: Kandierte Veilchen

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Manchmal hab ich den Eindruck, in mir sind zwei Persönlichkeiten vereint: Busy Bee und Lazy T. Busy Bee ist immer auf Achse, hat einen festen Zeitplan für ihre Masterarbeit, schrubbelt eifrig durch die Wohnung und isst viele gesunde Sachen. Lazy T haut sich am Nachmittag mal ein, zwei, drei Stündchen auf’s Ohr, vergisst ständig, Bücher zurück in die Unibibliothek zu bringen, isst aufgrund mangelnder Futtervorräte häufig Chips oder (ach was, UND) Nutella aus dem Glas und wartet gerne mal bis zur letzten Minute, um irgendwelche Sachen zu erledigen. Normalerweise haut Busy Bee Lazy T eins über die Rübe und der Käse ist gegessen. Aber über Ostern, da war Lazy T schneller und hat sich so flink auf die Couch gemümmelt, dass Busy Bee bloß noch ziemlich unbeachtet mit einigen imaginären leeren Blättern meiner Masterarbeit wedeln konnte. Und als meine Mama dann meinte, ob Lazy T nicht vielleicht am Wochenende Veilchen aus dem Garten holen und die kandieren will, wann hat Lazy T das wohl gemacht? Ganz genau, Sonntagabend, bei Regen, im dunklen Garten mit einer Taschenlampe :-)

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Kandierte Veilchen sind wunderschön als Deko auf Cupcakes oder Torten und sind ganz leicht gemacht!

Ihr braucht:
20 bis 30 Veilchenblüten (am besten Duftveilchen nehmen, weil die auch etwas Eigengeschmack haben)
1 Eiweiß
Puderzucker

Wie gesagt, ich hab die Blüten einfach im Garten gesammelt und die Stielreste entfernt. Dann das Eiweiß halbsteif schlagen und die Blüten vorsichtig eintunken. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und darauf achten, dass ihr die Blütenblätter etwas auseinander drückt, sonst habt ihr später nur einen Veilchenklumpen. Wenn ihr alle Blüten durch habt, rieselt ihr mit einem feinen Sieb eine feine Schicht Puderzucker darüber und stellt das Blech für mindestens 24 Stunden an einen relativ warmen Ort zum Trocknen. Danach könnt ihr sie einfach in ein Schraubglas geben und ein paar Monate lagern.

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Auf in die narrische Zeit: Mini-Krapfen mit Pflaumen-Zimt-Füllung

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Wusstet ihr, dass gestern statistisch gesehen der deprimierendste Tag des Jahres war? Ehrlich wahr! Gut, dass ihr das erst jetzt wisst – wer weiß, wie mies euer Tag sonst gestern noch geworden wäre. Obwohl, ich hab’s bis gestern Abend auch nicht gewusst und trotzdem war mein Tag echt super-deprimierend. Nicht nur, dass Montag UND es draußen auch noch schweinekalt war. Nein, ich musste natürlich auch meine LIEBLLINGS-Handschuhe in geistiger Umnachtung irgendwo vergessen und dann durch die halbe Stadt touren um sie zu suchen (erfolglos, schließlich hatten wir den Blue Monday!). Und das alles, obwohl ich doch sooo schrecklich Hunger hatte. Ja, ich weiß: ICH ARMES UNGLÜCKSELIGES KIND!!! Also meine Freunde: Nächstes Jahr am dritten Montag des Jahres bleiben wir einfach alle zuhause, abgemacht?

Ach ja, versucht übrigens am Blue Monday auch niemals einen Krapfen zu futtern – das geht nämlich garantiert auf/in die Hose ;-)

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Die Krapfen hab ich eigentlich schon vor Weihnachten für den Rezepte-Adventskalender von Danato für euch gemacht und dann wieder tutto completto vergessen! Dafür jetzt pünktlich zur narrischen Zeit :-)

Ihr braucht:
500 g Mehl
30 g Hefe
50 g Zucker
250 ml lauwarme Milch
3 Eigelbe
100 g zerlassene Butter
½ Teelöffel Salz

Fett zum Frittieren

Für die Pflaumen-Zimt-Füllung:
1 1/2 kg kleingeschnittene Zwetschgen
500 g Gelierzucker (1:3)
40 cl Amaretto
1 EL Zitronensaft
1/2 TL Zimt

Marmelade: Alle Zutaten in einen Topf geben und langsam erhitzen. Regelmäßig rühren, damit nichts anbrennt. Bevor die Masse zu kochen beginnt, mit einem Pürierstab fein pürieren und im Anschluss drei Minuten sprudelnd kochen lassen.
Alterativ einfach gekaufte Pflaumen-Marmelade mit etwas Zimt vermengen!

Schritt 1: Siebt das Mehl in eine Schüssel und macht anschließend eine schöne, große Kuhle hinein. Zerbröselt die Hefe mit euren Händen und gebt sie dann mit einem Esslöffel Zucker und ein paar Esslöffeln der warmen Milch in die Kuhle. Von den Rändern Mehl darüber stäuben und zugedeckt 15 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Schritt 2: Nehmt eure Schüssel und gebt nun eure übrigen Zutaten dazu. Mit einem Rührgerät durchkneten und so lange rühren, bis sich der Teig schön vom Boden der Schüssel löst. Nochmals zugedeckt an einem warmen Ort etwa 30 Minuten gehen lassen.

Schritt 3: Rollt den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 1cm dick aus. Nehmt ein Glas oder einen runden Ausstecher mit etwa 5 Zentimeter Durchmesser und stecht eure Krapfen aus. Danach nochmal kurz zugedeckt ruhen lassen.

Schritt 4: In der Zwischenzeit gebt ihr das Fett in einen Topf (es sollte etwa 5 cm hoch im Topf stehen) und erhitzt es. Sobald das Fett schön heiß ist, gebt ihr vorsichtig eure Teiglinge hinein und lasst den Krapfen von beiden Seiten goldbraun werden. Herausnehmen und auf etwas Küchenpapier abtropfen lassen.

Schritt 5: Solange eure Krapfen noch warm sind geht es auch gleich an die Füllung: Dazu die Marmelade vorsichtig in eine (Krapfen-)Tülle füllen, den Krapfen seitlich anstechen und einen guten Klecks Marmelade einfüllen.

Schritt 6: Sobald die Krapfen kalt sind, dick mit Puderzucker bestreuen und genießen!

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Weihnachtliche Schoko-Kekse mit Royal Icing

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Kennt ihr diese nervtötenden Leute, die „nur mal kurz“ in einen Deko-Laden springen, Stunden später immer noch zwischen den Regalen rumeiern und bei gefühlt JEDEM Gegenstand Ausrufe der puren Verzückung zum besten geben? Genau so jemand bin ich. Natürlich muss auch immer eine Begleitperson meines Vertrauens mit – wer würde denn sonst meine Begeisterungsstürme mit mir teilen???? Anmerkung der Redaktion: Tatsächlich teilt nie jemand meine Begeisterung, stattdessen kommt häufig „Wir waren die Woche doch schon zwei Mal hier! Komm, lass was essen gehen. Nein, leg das weg, du brauchst das gar nicht. NEIN, LEG’S WIEDER HIN! SOFORT!“. Weil man mich damit aber gar nicht beeindrucken kann (Ich kaufe, was ich will, ha!), hab ich eine beeindruckende Sammlung … Zeugs. Und davon kann man hin und wieder manchmal sogar was brauchen, wie zum Beispiel – dadadamm – meine Weihnachtsbaum-Ausstechform :-) Und das war das hammermäßige Intro zu meinen weihnachtlichen Schoko-Keksen mit Royal Icing

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Ihr braucht:
1 Eigelb
300g Mehl
200g weiche Butter
100g Zucker
2 EL Kakaopulver
1 EL Frangelico/Baileys/brauner Rum
Abrieb von einer Orange

Für das Royal Icing
1 Eiweiß
eine Brise Salz
250g Puderzucker
2 EL Zuckersirup (kann man ganz leicht selber machen: Wasser und Zucker im Verhältnis 1:1 aufkochen lassen, bis sich der Zucker gelöst hat)
1 EL Zitronensaft

Zuckerperlen zum Verzieren

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Der Teig für eure Kekse ist ein ganz einfacher Mürbteig. Und beim Mürbteig gibt es eigentlich nur eine Regel: Er mag es gerne kalt. Also alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät (Knethaken) erst auf niedriger und dann auf höchster Stufe durchkneten, bis ihr einen schönen festen Teig habt. Den formt ihr mit den Händen zu einer Kugel, umwickelt ihn mit Frischhaltefolie und stopft ihn für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank.

Bemehlt eure Arbeitsfläche und rollt euren Teig dann auf etwa 3mm aus. Daraus stecht ihr hübsche Formen aus. Die kommen auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech bei 180 Grad Ober-/Unterhitze für 9 Minuten in den Ofen, Danach mitsamt dem Backpapier vom Blech ziehen und auskühlen lassen. Reste stopft ihr immer wieder SOFORT in den Kühlschrank und wenn ihr euer Blech aus welchen Gründen auch immer nicht sofort in den Ofen schieben könnt … ja, richtig, in den Kühlschrank!

Für das Royal Icing schlagt ihr das Eiweiß mit dem Salz sehr steif. Siebt dann den Puderzucker in die Schüssel und verrührt das Ganze auf niedriger Stufe. Gebt dann noch Zuckersirup und Zitronensaft dazu und rührt noch etwa 3 Minuten auf höchster Stufe. Füllt das Icing dann in eine Spritztülle oder einfach eine Gefriertüte, bei der ihr eine Ecke abschneidet und bemalt eure Kekse :-) Das restliche Icing in der Schüssel unbedingt sofort mit Folie abdecken oder in ein luftdichtes Glas füllen, da es sehr schnell trocknet!

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Pizza Pinwheels am Mir-doch-alles-egal-Montag

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Also eigentlich wollte ich euch heute eine tolle Adventsdeko im Eierkarton zeigen. Eigentlich. Aber: Heut ist Depri-Tag! Der Depri-Tag zeichnet sich dadurch aus, dass er mies los geht und im Verlauf des Tages noch mieser wird. Und egal, was man anfasst, um sich aufzumuntern, es trägt nur noch mehr zu miesen Laune bei. Folglich sah meine theoretisch total schicke Deko total beschissen aus und nach mühevoller Pinselei hab ich sie zum Schluss total runter mit den Nerven in die Ecke geworfen, bin sauer in die Küche gestapft und hab meine Pinsel ausgewaschen. Hunger hatte ich auch – aber weil heute Depri-Tag ist, war auch nix mehr zu Futtern in meinem Kühlschrank. Der übrigens auch noch total nervtötend laut brummt (und das bestimmt erst seit heute. Nur um mich zu ärgern, wetten?). Das schöne ist, irgendwann kommt der Punkt, an dem ich einfach nur über mich alten Grummel lachen muss und dann ist’s wieder gut. Und dann kam erstens mein Freund heim und hat gekocht und zweitens hab ich mir dann ein schönes Winterpotpourrie gebastelt und drittens bin ich über ein Rezept gestolpert, dass ich euch schon vor gefühlt einem Jahr zeigen wollte. Here you go – leckere kleine Pizza Pinwheels

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Ihr braucht:
Eine Rolle Blätterteig
eine Packung Schinken
eine gute Handvoll schwarzer Oliven
eingelegte Paprika (da gibt’s auch schon so klitzeklein geschnittene, kennt ihr die?)
Reibekäse (halbe Packung)
1 Becher Kräuter-Creme Fraiche
Salz, Pfeffer, Oregano, Basilikum

Schneidet eure Zutaten alle schön klein und vermengt sie dann mit der Creme fraiche in einer Schüssel. Gebt noch den geriebenen Käse dazu und schmeckt das ganze mit Salz, Pfeffer und (getrocknetem) Oregano und Basilikum ab.

Rollt euren Blätterteig aus und verteilt die Masse gleichmäßig darauf. Dann rollt ihr den Blätterteig vorsichtig ein (aufpassen, dass ihr nicht aus Versehen das Papier mit einwickelt!). Zum Schluss schneidet ihr eure Rolle in etwa 1cm dicke Scheiben, legt sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und schiebt sie für ca. 15 Minuten in den Backofen, bis eure kleinen Schätzchen knusprig goldbraun sind.

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Unglaublich schokoladige Avocado-Brownies

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Als Kind habe ich Avocados gehasst. Ja wirklich. Ich erinnere mich noch, dass mir meine Mama nach endlosem Rumheulen meinerseits („Mama, kann ich mal probieren?“ „Tami, das schmeckt dir nicht.“ „Doch, ich will aber, BITTE! Wääähhh“) einen Löffel gesalzene Avocado in die Backen geschoben hat. Berechenbar, wie Kinder halt so sind, fand ich’s natürlich total eklig und hab mich danach ewig geweigert, der guten alten Avocado noch mal ne Chance zu geben. Irgendwann, im reifen Alter von 22 hab ich dann rausgefunden, dass Avocados nicht nur in meinem absoluten Lieblings-Dip Guacamole stecken, sondern auch oberhammer-super-dupper-gesund sind. Und dass sie einfach in jeder Form ziemlich geil schmecken. Außer in Brownies. Da schmeckt man sie nämlich gar nicht, sondern schwelgt einfach im Zartbitter-Schokohimmel. Ehrenwort!

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Ihr braucht:
2 reife Avocados (püriert)
200 g Zartbitterschokolade (klein gehackt)
150 g Vollmilchschokolade (klein gehackt)
30 g Kakaopulver
2 Eier
180 g Zucker
1 Prise Salz
80 g Mehl
1/2 TL Backpulver
3 EL Sonnenblumenöl

1 Fläschchen Vanille-Aroma

Nehmt die Zartbitterschokolade und bringt sie (im Wasserbad oder ganz ganz vorsichtig in der Mikrowelle) zum Schmelzen. Sobald sie flüssig ist, gebt ihr die pürierten Avocados, die Eier, Zucker und Vanille-Aroma dazu. Kurz verrühren und dann die trockenen Zutaten, also Mehl, Backpulver, Kakao und Salz plus das Öl mit einrühren. Lasst dann auch die Vollmilchschokolade etwa zu 80 Prozent (ein paar Klümpchen dürfen bleiben) schmelzen und rührt sie ebenfalls in den Teig.

Den füllt ihr in eine gefettete (Auflauf-) Form mit ungefähr den Maßen 25×20 cm. Bei 180 Grad Ober-/Unterhitze für 30 Minuten in den Ofen :-)

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Apfel-Karamell-Rosen

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Jeder noch so gute Koch hat ja irgendein Rezept, das er um Verrecken nicht hinbekommt. Meine Mama zum Beispiel, die für mich in der Koch-Hierarchie ungefähr gleich nach Jamie Oliver kommt, macht den absolut grottigsten Nudelsalat der Welt. Und je mehr Mühe sie sich gibt umso schlimmer wird’s ;-) Was vermutlich daran liegt, dass in meiner Familie Nudelsalat sowieso schon äußerst kritisch beäugt wird („Salat? Mit NUDELN?“) und sie ihn ungefähr NIE machen muss. Was ich alles nicht kann, brauch ich hier gar nicht aufschreiben, so viel ist das. Macht aber normalerweise nix, weil ich die Sachen dann sowieso nicht so gerne esse. Die wunderschönen Apfel-Rosen, die hätte ich aber schon gern gekonnt. Konjunktiv, weil tatsächlich war ich nämlich ein gutes Jahr zu doof dafür. Was vielleicht geholfen hätte, wäre das Rezept mal gründlich durchlesen – aber nein, Madame denkt, sie kann das auch alles aus den Bildern raus lesen…

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Ihr braucht
1 Dose gesüßte Kondensmilch (z.B Nestlé Milch-Mädchen)
1 Rolle gekühlten Blätterteig
1-2 mittelgroße, kochfeste Äpfel (ich hatte den guten alten Boskop)
Saft von einer Zitrone
1 EL Zucker
Puderzucker und Zimt

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Leute, ernsthaft, die Rosen gehen wirklich wesentlich leichter, als das aussieht. Also lasst euch bloß nicht abschrecken!

Zuerst mal müsst ihr für das Karamell Dulce de Leche herstellen. Das geht so easy und schmeckt so hammergeilo, ihr glaubt es nicht! Einfach die GESCHLOSSENE Dose Kondensmilch in einen gut mit Wasser gefüllten Topf stellen (die Dose muss nicht vollständig bedeckt sein), Deckel drauf und für 2 Stunden auf dem Herd köcheln lassen. Danach ganz, ganz vorsichtig rausnehmen und ein paar Stunden abkühlen lassen. Das restliche Dulce de Leche könnt ihr übrigens einfach als Brotaufstrich oder für süße Soßen verwenden.

So, im nächsten Schritt rollt ihr euren Blätterteig aus und geht nochmal kurz mit einem Nudelholz drüber, damit er schön dünn ist. Dann schneidet ihr in der Länge nach in gleich große Streifen. Jeder Streifen sollte etwa 5 cm breit sein.

Die Streifen „schmiert“ ihr dann mit einem Messer mit der Dulce de Leche ein. Nicht sparen, soll ja am Schluss nach was schmecken!

Die Äpfel wascht ihr, viertelt sie und entfernt dann jeweils das Kerngehäuse. Dann in gleichmäßige Scheibchen (max. 3 mm) Schneiden. Das Ende mit der Schale weglassen.

Gebt die Apfelscheiben in eine Schüssel, gebt den Zitronensaft darüber und so viel Wasser, dass die Äpfel bedeckt sind. Noch den Zucker dazu und dann die Schüssel für 3 Minuten bei 600 Watt in die Mikro (Das war übrigens der Schritt, den ich bei meinem ersten glorreichen Versuch übersehen hab…). Wieso? Weil die Scheiben dadurch biegsam werden und beim eindrehen nicht brechen.

Legt dann die Scheiben leicht schräg mit der Schale nach oben auf euren Teigstreifen. Dabei sollen die Äpfel nur 3-4 mm über den Rand schauen. Den unteren Teil des Teiges schlagt ihr nach oben über die Äpfel. Tja und dann rollt ihr. Schon vorsichtig, damit die Äpfel nicht einfach nach oben raus rutschen. Das Teigende „klebt“ ihr mit etwas Wasser an der Rose fest.

Ich hab meine Rosen zum Backen dann einfach in Muffinförmchen gestellt, das müsst ihr aber nicht unbedingt machen. Bevor sie in den Ofen wandern, drückt mit der flachen Hand vorsichtig von oben auf eure Rose, sodass die Apfelscheiben etwas nach außen gedrückt werden (wie bei einer sich öffnenden Rose).

Bei 200 Grad für 15 Minuten in den Ofen. Nach dem Backen noch mit Puderzucker und Zimt bestreuen und reinhauen :-)

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Birnen-Streuselkuchen im Glas

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Ich freu mich ja jedes Jahr über das Münchner Frühlingsfest. Das Frühlingsfest soll eigentlich, angeblich, eventuell, die kleine Schwester des Oktoberfests sein. Najaaaa, in Realität beschränken sich die Gemeinsamkeiten auf den gleichen Veranstaltungsort (Theresienwiese) und dass sich jeder in ein Dirndl/Lederhose stopft. Hauptsächlich findet man da total hammermäßig coole Jungs mit krass-geiler Mütze zu ihrer Tracht und fetten Nike-Sneakers, während sich die Mädels in Mini-Dirndln bewundernd an sie schmiegen und dank extensivem Geschminke wie 25 aussehen. Mit … hmmm … 13?!

Ich kleines Landei war mit 13 ja von Schminke, BHs und Jungs so weit entfernt wie nur irgendwas. Ich würde sagen, mein dreizehnjähriges Ich war so mega-uncool wie man mit 13 nur sein kann ;-) Meine Lieblings-CD war „Der Holzwurm führt durch die Oper“ und mein Lieblingshobby war Backen. Mit 13 hab ich mir auch mein erstes eigenes Backbuch gekauft, nämlich „Kuchen im Glas“, von dem ich noch bis heute bei jeder Geburtstagsparty auswärts zehre! Wieso? Na, weil der Kuchen direkt in einem süßen Einweckglas gebacken wird und man ihn ganz bequem in seinem Gläschen transportieren kann! Mit 16 war die uncoole Phase dann übrigens wieder vorbei und ich war meistens reichlich geschminkt auf irgendwelchen Partys anzutreffen, während ich heute mehr der gepflegte Cocktail-/Bierschlürfer in einer guten Bar/Kneipe bin :-)

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Die Zutaten:
Eine Birne (geschält)
etwas Zimt
40 g Butter
70 g Zucker
1 Ei
70 g Mehl
1/2 TL Backpulver
(Rosinen, wenn ihr sie mögt)

30 g Zucker
40 g Butter
20 g Mehl

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Schneidet die Birne in kleine Stücken und gebt sie mit der Butter in einen Topf. Erhitzt das Ganze unter gelegentlichem Rühren. Das Ganze lasst ihr so 5 – 10 Minuten köcheln, bis die Birne weich(er) ist – je nachdem wie reif die Birne davor schon war.

Parallel dazu verrührt in in einer Schüssel Mehl und Backpulver miteinander, rührt das Ei und den Zucker dazu und gebt zum Schluss die heiße Birnenmasse und etwas Zimt mit hinein. Wenn ihr lustig seid, könnt ihr auch noch ein paar Rosinen mit rein machen.

Die Masse füllt ihr dann in ein großes, gefettetes (400 ml) Einweckglas oder zwei kleine. Keine Sorge, der Teig füllt das Glas nur zur Hälfte aus, geht aber beim Backen noch gut auf!

In einer zweiten Schüssel gebt ihr Zucker, Butter und Mehl zusammen und verknetet alles mit den Händen. Rubbelt die Masse dann so zwischen euren Händen, dass ihr schöne Streusel bekommt :-)

Die gebt ihr dann auf den Teig und dann kommt der mitsamt Glas in den Ofen: Und zwar bei ca. 180 Grad für 20-25 Minuten.

Nach dem Herausnehmen noch in Ruhe abkühlen lassen, Kerze rein und schon habt ihr ein 1a-Geburtstagsmitbringsel :-) Oder ihr futtert ihn einfach gleich selber ;-)

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Last Minute Valentinstags-Ideen: Rosenzucker, Strohhalm-Herzen & Herz-Pops

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Ich weiß, ich weiß, eigentlich will ich ja auch gar nicht so den großen Aufriss zum Valentinstag starten… Aber, hey, vielleicht seid ihr ja noch auf der verzweifelten Suche nach einer süßen Kleinigkeit zum Valentinstag und freut euch jetzt, dass ich hier so an euch denke ;-)

Eins gleich mal vorweg: Der Valentinstag ist dazu da, sich mal wieder ganz auf die Liebe zu besinnen, ein bisschen Zeit zu zweit miteinander zu verbringen und sich einfach mal darüber zu freuen, dass es es den anderen gibt. Dazu braucht ihr keine fetten Geschenke und übertriebenen Liebesbekundungen. Was das ganze Jahr nicht kommt, ist dann zum Valentinstag wohl auch ein bisschen fake, was? Ihr wollt eurem Partner trotzdem was Gutes tun? Dann verwöhnt ihn doch mit einer lieben, selbstgemachten Geste und nicht einem uninspirierten 5-Minuten-Einkauf bei Douglas!

So, ihr seid spät dran und habt eigentlich keine Zeit mehr, hier großartig was zu besorgen? Kein Problem! Alles, was ihr für meine drei Last-Minute-Ideen braucht, findet ihr ganz schnell und easy – und die Vorbereitung dauert auch nicht lange :-)

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Oh yes, nach dem Rosen-Badesalz folgt heute der Zucker, für den ihr nur getrocknete Rosenblätter, normalen Zucker und eine Vanilleschote braucht. Die Rosenblätter zerbröselt ihr sehr fein mit euren Händen und gibt sie dann zum Zucker. Vanilleschote aufschlitzen und das Mark ebenfalls zum Zucker geben. Das Ganze noch kurz mit einem Pürierstab bearbeiten und in ein hübsches Gläschen füllen :-)

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Strohhalm Herzen
Auch hier ist das Motto „Schnell & simpel“: Ihr braucht nur rotes/pinkes Tonpapier und Strohhalme. Zeichnet euch ein etwa 7 cm langes Herz auf das Tonpapier und schneidet es aus. Dann macht ihr ihr etwa in die Mitte des Herzens zwei horizontale Schnitte, etwa 5 mm voneinander entfernt.
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Nach hinten biegen und den Strohhalm durchfädeln und fertig!

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Herz-Pops
Hey, ihr Männer, verwöhnt eure Herzensdame doch mal mit was Süßem aus der Küche! Dafür braucht ihr: Fertigen Blätterteig, ein Glas Himbeeren, 2 1/2 Teelöffel Speisestärke, Puderzucker und Cake-Pop- oder Schaschlik-Spieße. Gebt die Himbeeren mit etwa der Hälfte der Flüssigkeit, in der sie schwimmen, in einen Topf, püriert sie kurz durch (den Schritt könnt ihr aber auch auslassen) und lasst sie aufkochen. Zwei Esslöffel der kalten Flüssigkeit verrührt ihr währenddessen mit der Speisestärke. Sobald die Masse im Topf kocht, rührt ihr die Speisestärke ein und lasst alles dann noch mal etwa 4 Minuten aufkochen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Falls euch die Himbeermasse noch nicht süß genug ist, könnt ihr sie noch mit etwas Zucker nachsüßen.
Wenn ihr so ’ne Herzausstechform habt, super! Falls nicht, zeichnet ihr euch aus etwas festerem Karton einfach eine Schablone vor und schneidet die aus. Auf euren Teig legen und mit dem Messer drum herum schneiden. Für einen Herz-Pop braucht ihr jeweils zwei Herzen.
Sobald die Himbeermasse lauwarm ist, gebt ihr einen Teelöffel auf auf jeweils eines der beiden Herzen. Das zweite Herz drauflegen und den Rand mit den Gabelzinken eindrücken, sodass die Herzen fest verschlossen sind.
Bei 180 Grad für etwa 10 Minuten in den Ofen! Nach dem Abkühlen streut ihr noch etwas Puderzucker darüber, spießt eure Herzchen auf und fertig!

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Lecker-Schmecker Cranberry-Walnuss-Brot

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Ungelogen seit JAHREN jammere ich, dass ich mir noch nie den Super Bowl angucken durfte. Entweder weil es ein böser Dozent gewagt hat, seine Klausur auf den Morgen danach zu legen oder ich in die Arbeit zum Kröten-Verdienen musste oder keiner meiner uncoolen Studenten-Freunde bereit war, mit mir die ganze Sonntagnacht wach zu bleiben (für ein Spiel, dass keiner von uns auch nur in seinen Grundzügen rafft). Und dieses Jahr? Tja, könnte ich, aber: BIN DOCH NICHT BESCHEUERT!!! Tzzzzz, die ganze Nacht wach bleiben an einem SONNTAG, wo gibt’s denn bitte sowas? Und dann morgen womöglich noch bis 12 schlafen, nein nein nein… Ja, ganz genau, ich werde alt ;-)

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Dafür, dem Super Bowl zu Ehren sozusagen, gibt’s ein amerikanisch inspiriertes Cranberry-Walnuss-Brot, dass ich morgen früh (natürlich nicht erst um 12) genüsslich verputzen werde, während ich im Internet alles über das Wahnsinns-Event nachlese :-)

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Ihr braucht für einen Laib:
1/2 Esslöffel Trockenhefe
180 ml lauwarmes Wasser
360 g Mehl
30 ml Olivenöl
1 Prise Salz
2 Esslöffel Honig
1/2 Teelöffel Zimt
Eine große handvoll Walnüsse
Eine große handvoll getrocknete Cranberries

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Phase eins:
Gebt das lauwarme (nicht heiß und auch nicht kalt, das mag die kleine Hefe nämlich nicht) Wasser in eine Schüssel und streut die Hefe und etwa drei Esslöffel von eurem Mehl dazu. Verrührt das Ganze kurz, und lasst die Schüssel mit einem Geschirrtuch bedeckt 10 Minuten an einem warmen Ort stehen.

Phase zwei:
Gebt zunächst den Honig, das Olivenöl, das Salz und den Zimt zur Masse und verrührt alles schön miteinander. Nach und nach rührt ihr dann das Mehl mit ein. Ab jetzt besser die Knethaken verwenden und 4 bis 5 Minuten den Teig kräftig durchkneten, bis er sich von der Schüssel löst. Ist euch der Teig noch zu nass, gebt einfach etwa mehr Mehl dazu. Formt dann eine Teigkugel und lasst den Teig wieder zugedeckt in der Schüssel etwa 1 1/2 Stunden an einem warmen Plätzchen gehen.

Phase drei:
Legt den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche und knetet nach und nach die Cranberries und die Walnüsse mit ein. Die Walnüsse hab ich davor mit einem Messer klein gehackt :-) Dann lasst ihr ihn zugedeckt nochmal eine halbe Stunde im Warmen ruhen.

Phase vier:
Heizt euren Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor und legt ein Backblech mit Backpapier aus. Knetet den Teig nochmal kurz durch, formt dann einen relativ flachen Laib und legt ihn auf das Blech. Zum Schluss noch einen kreuzförmigen Einschnitt machen (etwa 1,5 cm tief), mit Mehl bestäuben und für 30 bis 40 Minuten in den Ofen.

Das Brot ist fertig, wenn es schön goldbraun ist und sich beim Draufklopfen hohl anhört ;-)

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