Lalalalove is in the air: Frühlingshaftes Astherz

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Eigentlich wollte ich mich am Ostermontag in ein stilles Eckchen setzen und mein kleines Herz basteln. Die Betonung liegt auf EIGENTLICH. Tatsächlich wurde ich nämlich nach dem Zuschneiden MEINER Äste kurzerhand aus MEINEM Projekt ausgeschlossen. Und das von MEINER eigenen Familie. Sowas aber auch ;-) Meine Familie riecht sowas und – zack – sitzen sie alle da und basteln mit. Erst mein Bruder, der meinte, er kann a) viel besser Äste zerschneiden (ja, hat gestimmt) und b) viel besser ein Astherz basteln als ich. Dann der Freund von Mama (Architekt), weil ja schließlich irgendjemand auf die Statik und so gucken muss, und schließlich meine Mama, einfach weil. Und Klein-Tami? Stand da und durfte höchstens mal die Heißklebepistole halten und zum Schluss die Schleife aufkleben.

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Ihr braucht:
viele kleine Aststückchen, möglichst gleich lang (ca. 5cm), dafür unterschiedlich dick
Heißkleber
eine große herzförmige Ausstechform aus Metall
silbernen Basteldraht
etwas Dekoband

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Das Herz basteln geht eigentlich ziemlich einfach. Legt euer Metallherz als Rahmen auf eine glatte Unterlage. Nehmt dann ein Aststück und stellt es in die Mitte. Ein zweites schmiert ihr der Länge nach gut mit dem Heißkleber ein und klebt es dann an euer erstes Stück, sodass ihr dann zwei aneinanderhängende Ästchen da stehen habt. Tja und dann immer so weiter, bis eure Form zum Schluss voll ist. Lasst euer Herz ein paar Minütchen austrocknen und zieht vorsichtig den Metallrahmen ab. Durch eine Lücke zwischen zwei Zweigen habe ich (ja, das durfte ICH machen) den Draht gefädelt und oberhalb des Herzens zu einem Aufhänger verzwirbelt. Zum Schluss noch aus dem Dekoband eine Schleife binden und mit dem Kleber auf euer Herz kleben :-)

Ach ja, und weil mein Bruder in Wahrheit natürlich auch noch viel bessere Fotos machen kann als ich, ist er im Anschluss mit mir durch den Garten gestapft, damit ich auch ja den richtigen Hintergrund aussuche ;-)

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Frisch geschlüpft: Ostereier mit Durchbruch

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In den letzten beiden Wochen hab ich mich rar gemacht – Social Media-Koller vom feinsten. Irgendwie war da dieser Moment, als ich mit Handy und Ipad bewaffnet (Ohja, wir sind hier schon bei Third Screening!) vorm Fernseher saß und mir plötzlich dachte: Ah nee, hab eigentlich grad null Bock, mir härtest überschminkte Size Zero Ladies auf Instagram anzuschauen, die strahlend ihr grünes Detox-Gesöff in die Kamera halten. Oder Fotos vom letzten Luxus-Malediven-Trip von Leuten, die ich überhaupt nicht kenne. Oder mir auf facebook die 1000ste Pro-/Contra-Flüchtlingskrise-Debatte zu geben. Und wo ich so dabei war: Auf Bloggen hatte ich auch keinen Bock. Also hab ich mich stattdessen zwei Wochen übelst über meine perfekten, Zahnspangen-losen Zähne gefreut, war sehr Businesslady-mäßig für einen Tag in Berlin und hab den Herrgott ansonsten einen guten Mann sein lassen (1:1 aus dem Bairischen übersetzt. Im Original hört sich das irgendwie besser an).

Tja, und Anfang der Woche war er wieder da – der Blog-Bock! Mit einem süßen, total easy Oster-DIY :-)

Ihr braucht:
Eier mit brauner Schale, möglichst Größe M oder L
eine Sicherheitsnadel und einen Schaschlikspieß
ein paar Zahnstocher
Dekogras und hübsche kleine Zweige mit Beeren oder Blättern oder so dran
Dekoschmetterlinge zum festknipsen
weißen Faden

Der Rest ist MEGA einfach. Erst mal oben am Ei ein Loch reinbohren – da kommt später euer Aufhänger durch. Dann hab ich mit der Nadel vorsichtig in die Mitte meines Eis ein Loch gebohrt und Stück für Stück von der Schale weggebrochen, bis ich ein schönes großes Loch hatte. Die Ränder müssen nicht allzu regelmäßig sein, soll ja aussehen, als wär unser kleiner gefiederter Freund grad geschlüpft! Eiweiß und Eigelb könnt ihr dann ganz lässig durch das große Loch rausschütteln und euer Ei mit Wasser ausspülen. Falls ihr auch so fiese Stempel auf euren Eiern habt: Die gehen mit etwas Essig und einer Zahnbürste ab oder einfach mit Schmirgelpapier!

Für die Aufhängung hab ich einfach den Faden an ein Stück Zahnstocher gebunden und den Zahnstocher durch das kleine Loch oben gesteckt, sodass er sich von innen schön im Ei verkeilt und die Aufhängung fest ist. Zum Schluss noch euer Ei vorsichtig mit Dekogras und Zweigen befüllen und den Schmetterling an den Rand oder den Faden klipsen :-)

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Mini Gras-Nester für Ostern

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Freut ihr euch auch schon so auf den Frühling wie ich? Ich sag’s euch, wenn ich meinen Blick von meiner total motivierenden Hausarbeit gen Himmel wende und da diese graue, trostlose Masse vor meinem Fenster rumwabern sehe, da könnt ich mich auf der Stelle in mein Bett legen, die Decke über meinen Kopf ziehen und bis April Winterschlaf halten. Wenn mich dann noch ab und an jemand füttern würde, wär’s perfekt! Also: Wenn sich das nach deinem Traumjob anhört, meld dich mal! Und weil ich mich schon so arg auf den Frühling und Ostern freue, hab ich letztes Wochenende einfach mal mit der Oster-Deko losgelegt :-) Die wird bei mir in diesem Jahr eher Feng-Shui-mäßig zurückhaltend-sleek und gefällt mir supergut. Hüstel, neinnein, das ist bestimmt kein Selbstlob oder so!

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Ihr braucht:
Silbernen Basteldraht
getrocknetes Pampasgras mit diesem fedrigen Zeugs vorne dran
Schere und Eier

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Ich steh total auf Pampasgras. Meine Mama bindet daraus immer so kleine Päckchen, die wir dann als Anzünder für unseren Kamin nehmen und lagert die draußen in so einem altmodischen Eisenkorb vor unserer Brennholzwand. Und weil das so schön unperfekt-perfekt aussieht, würde ich am liebsten jedem auf die Finger hauen, der sich an meinem heiligen Körbchen vergreift.

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Okay, zurück zum Thema: Pampasgras ist natürlich auch super zum Basteln und hat echte Nestchen-Top-Qualität! Schnappt ein dickes Bündel (etwa drei Finger dick) Gras und formt daraus vorsichtig einen Ring – Achtung, die Enden müssen ein paar Zentimeter überlappen. Das restliche Gras einfach abschneiden. Wenn euer Gras schon sehr steif und bröselig ist, könnt ihr es auch ein paar Stunden in Wasser aufweichen lassen. Probieren, ob euer Ei schön reinpasst und nicht unten wieder rausplumpst und bindet das Nestchen dann mit dem silbernen Draht zusammen. Dazu hab ich den Draht einfach paar Mal um meinen Kranz gewickelt und am Ende verzwirbelt. Für ein paar Farbtupfer könnt ihr noch hübsche Beeren oder Blüten in den Kranz stecken :-) Fertig!

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Auf in die narrische Zeit: Mini-Krapfen mit Pflaumen-Zimt-Füllung

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Wusstet ihr, dass gestern statistisch gesehen der deprimierendste Tag des Jahres war? Ehrlich wahr! Gut, dass ihr das erst jetzt wisst – wer weiß, wie mies euer Tag sonst gestern noch geworden wäre. Obwohl, ich hab’s bis gestern Abend auch nicht gewusst und trotzdem war mein Tag echt super-deprimierend. Nicht nur, dass Montag UND es draußen auch noch schweinekalt war. Nein, ich musste natürlich auch meine LIEBLLINGS-Handschuhe in geistiger Umnachtung irgendwo vergessen und dann durch die halbe Stadt touren um sie zu suchen (erfolglos, schließlich hatten wir den Blue Monday!). Und das alles, obwohl ich doch sooo schrecklich Hunger hatte. Ja, ich weiß: ICH ARMES UNGLÜCKSELIGES KIND!!! Also meine Freunde: Nächstes Jahr am dritten Montag des Jahres bleiben wir einfach alle zuhause, abgemacht?

Ach ja, versucht übrigens am Blue Monday auch niemals einen Krapfen zu futtern – das geht nämlich garantiert auf/in die Hose ;-)

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Die Krapfen hab ich eigentlich schon vor Weihnachten für den Rezepte-Adventskalender von Danato für euch gemacht und dann wieder tutto completto vergessen! Dafür jetzt pünktlich zur narrischen Zeit :-)

Ihr braucht:
500 g Mehl
30 g Hefe
50 g Zucker
250 ml lauwarme Milch
3 Eigelbe
100 g zerlassene Butter
½ Teelöffel Salz

Fett zum Frittieren

Für die Pflaumen-Zimt-Füllung:
1 1/2 kg kleingeschnittene Zwetschgen
500 g Gelierzucker (1:3)
40 cl Amaretto
1 EL Zitronensaft
1/2 TL Zimt

Marmelade: Alle Zutaten in einen Topf geben und langsam erhitzen. Regelmäßig rühren, damit nichts anbrennt. Bevor die Masse zu kochen beginnt, mit einem Pürierstab fein pürieren und im Anschluss drei Minuten sprudelnd kochen lassen.
Alterativ einfach gekaufte Pflaumen-Marmelade mit etwas Zimt vermengen!

Schritt 1: Siebt das Mehl in eine Schüssel und macht anschließend eine schöne, große Kuhle hinein. Zerbröselt die Hefe mit euren Händen und gebt sie dann mit einem Esslöffel Zucker und ein paar Esslöffeln der warmen Milch in die Kuhle. Von den Rändern Mehl darüber stäuben und zugedeckt 15 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Schritt 2: Nehmt eure Schüssel und gebt nun eure übrigen Zutaten dazu. Mit einem Rührgerät durchkneten und so lange rühren, bis sich der Teig schön vom Boden der Schüssel löst. Nochmals zugedeckt an einem warmen Ort etwa 30 Minuten gehen lassen.

Schritt 3: Rollt den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 1cm dick aus. Nehmt ein Glas oder einen runden Ausstecher mit etwa 5 Zentimeter Durchmesser und stecht eure Krapfen aus. Danach nochmal kurz zugedeckt ruhen lassen.

Schritt 4: In der Zwischenzeit gebt ihr das Fett in einen Topf (es sollte etwa 5 cm hoch im Topf stehen) und erhitzt es. Sobald das Fett schön heiß ist, gebt ihr vorsichtig eure Teiglinge hinein und lasst den Krapfen von beiden Seiten goldbraun werden. Herausnehmen und auf etwas Küchenpapier abtropfen lassen.

Schritt 5: Solange eure Krapfen noch warm sind geht es auch gleich an die Füllung: Dazu die Marmelade vorsichtig in eine (Krapfen-)Tülle füllen, den Krapfen seitlich anstechen und einen guten Klecks Marmelade einfüllen.

Schritt 6: Sobald die Krapfen kalt sind, dick mit Puderzucker bestreuen und genießen!

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Apfelzeit: Herbstlicher Apfel-Punsch mit Schuss

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Kennt ihr das, wenn ihr eine einzige Sache nicht essen könnt und ihr plötzlich nur noch dieses eine Ding essen wollt? Egal, was euer Kühlschrank sonst noch zu bieten hat? Ja, so ein Mensch bin ich. Seitdem ich stolzer Besitzer eines wunderbar vergrößerten Unterkiefers bin, darf ich nämlich vor allem eines nicht: Fest essen. Und ungefähr zeitgleich mit dem neuen Kiefer hat sich der Wunsch nach einem knackigen, sauren Apfel in mein Hirn eingenistet. Vielen Dank auch, ne? Aber alles kein Problem, denn mit dem monströsen Entsafter, den mir meine Mama kommentarlos in meine 2 Quadratmeter-Küche gestopft hat, kann ich meine knackigen Freunde vielleicht nicht beißen, aber super schlürfen.

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Und das passend zum ekelhaft kalten Wetter am besten heiß und mit Schuss :-)

Ihr braucht:
1 Liter Apfelsaft
375 ml Amaretto
100 ml Calvados
Saft von einer Zitrone
1 Apfel
1 Zimtstange
Nelken
Mineralwasser nach Lust und Laune

Gebt die die flüssigen Zutaten und Gewürze in einen Topf. Je nachdem, wie süß euer Punsch werden soll, könnt ihr dann noch etwas Mineralwasser aufgießen. Den Apfel entkernt ihr, halbiert ihn und schneidet ihn dann in dünne Scheibchen. Für die Extra-Portion lecker könnt ihr den aufgeschnittenen Apfel mit einem Schuss Zitrone auch eine Nacht im Amaretto baden lassen, bevor ihr dann am nächsten Tag euren Punsch ansetzt :-) Alles langsam im Topf erhitzen und im Herbst-Glück schwelgen!

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P.s.: Anscheinend hat mir die Narkose auch Teile meines Gehirns weggeätzt und bloß noch Blabla da gelassen… Aber das Rezept ist trotzdem klasse ;-)

Aus Großmutters Küche: Hollerkoch

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In meiner Jugend wusste ich die Jahreszeiten irgendwie einfach nicht zu schätzen. Der Winter, das war diese komische dunkle Zeit, wo man auf dem Weg vom Schulbus in die Schule halb erfroren ist und wenn man nach Hause kam, war’s schon wieder dunkel. Der Frühling, das war die Zeit nach dem kalten Winter und noch weit weit weg von den Sommerferien. Der Sommer (in den Augen eines Schülers die einzig erstrebenswerte Periode des Jahres), ein ewiges Eis-Schlecken und die Eltern annerven. Und dann der Herbst, diese schreckliche Zeit, wenn es langsam dunkler und die Hausaufgabe länger werden.

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Heute sieht das ganz anders aus. Der Winter, diese köstliche Zeit, in der Bratäpfel und dicke Schals warten. Der Frühling, in dem ich mich mit Rhabarber und Erdbeeren vollstopfen kann. Der Sommer mit warmen Tomaten frisch aus dem Garten, die abartig geil nach Sonne schmecken. Grillabende mit Freunden oder ein Mondschein-Picknick im Park. Und dann der Herbst, wo sich Köstlichkeiten wie Pflaumen, Holunder, Äpfel und Kürbisse die Ehre geben und ich mich mit einem Buch ins Bett kuscheln kann… Haaach.

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Ein Rezept, das quasi alle geilen Sachen des Herbsts vereint, ist Hollerkoch. Holler = bairisch und das gleiche wie Holunder. Aber wir wären keine Bayern, wenn wir kein eigenes Wort hätten ;-) Hollerkoch ist erstens ein uraltes bayrisches Rezept und schmeckt zweitens einfach nur saulecker. Insbesondere in Kombination mit einem kleinen Dampfnudal oder Pfannkuchen!

Ihr braucht:
500 g Hollerbeeren
250 g Äpfel (wahlweise auch Birnen)
250 g Zwetschgen (= Pflaumen, die Bayern mal wieder…)
250 ml Wasser
4 EL Zucker
1 EL Zitronensaft
1 Zimtstange
1 EL Speisestärke
2 EL Rahm

Los geht’s, in dem ihr den Holler von den Dolden zupft und dann die Beeren wascht. Die Äpfel schneidet ihr klein, ebenso die Zwetschen (Zwetschgen ungefähr achteln). Gebt die Früchte, Wasser, Zucker, Zitronensaft und die Zimtstange in einen Topf und lasst alles 5 Minuten köcheln. Zieht den Topf vom Herd und rührt die Speisestärke ein. Dann lasst ihr die Masse ein wenig abkühlen und rührt zum Schluss den Rahm unter. Sowohl heiß als auch kalt ein Gedicht :-)

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Die zauberhaften Zwetschgen-Wochen: Pflaumenmarmelade mit Schuss

… oder DAS IDEALE WEIHNACHTSGESCHENK!

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Ja, ihr habt richtig gelesen. WEIHNACHTEN. Ich hab jetzt nämlich einen Kalender. Ein Schülerhausaufgaben-Häfft, um genau zu sein. Was übrigens auch mit 24 Jahren noch saucool ist! Und in meinem Häfft da steht’s schwarz auf weiß: In gut drei Monaten ist schon wieder Weihnachten. Und wenn ihr wie ich seid, dann ignoriert ihr diese Tatsache jedes Jahr bis zum bitteren Ende. Weil in Sommer-Erinnerungen schwelgen halt auch viel schöner ist, als sich mit der blöden Geschenksuche zu beschäftigen!

Aber in diesem Jahr wird alles alles – in diesem Jahr sind wir schlau und zweigen gleich ein paar Pfläumchen für ein köstliches Weihnachtsgeschenk ab!

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Ihr braucht:
1 1/2 kg Zwetschgen
500 g Gelierzucker (1:3)
40 cl Amaretto
1 EL Zitronensaft
1/2 TL Zimt
eine Messerspitze Lebkuchengewürz

Schneidet die Zwetschgen klein, vermengt sie mit dem Zucker und lasst sie eine Stunde zugedeckt stehen. Gebt sie dann in einen Topf und erhitzt sie. Dabei regelmäßig rühren, damit auch nix anbrennt. Bevor sie zu kochen beginnen, mit einem Pürierstab fein pürieren und im Anschluss 3 Minuten sprudelnd kochen lassen.

Ob eure Marmelade fertig ist, seht ihr an der Gelierprobe: Dazu einfach Löffel in die Marmelade tunken und mit der Rückseite über einen Teller streichen. Geliert euer Klecks ist eure Marmelade fertig, sonst noch 1 Minute köcheln lassen. Heiß in Gläser abfüllen und verschließen. Hält garantiert bis Weihnachten :-)

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Die zauberhaften Zwetschgen-Wochen: Rotweinzwetschgen

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Für jeden geht der Herbst ja mit irgendeinem anderen Sinneseindruck los. Für die einen ist es der feucht-kalte, erdige Duft, für die anderen das bunte Laub, für die dritten der Nieselregen und für mich ist es der Geschmack von herrlich blauen Zwetschgen (= Pflaumen). Meine Uroma hatte davon nämlich einen Monster-Baum im Garten stehen und einmal im Jahr, Anfang September, sind wir unter Murren und Mauen zu ihr gegurkt und haben den Garten leergeräumt. Danach gab’s dann erst mal einen hammermäßigen Zwetschgendatschi. Tja und dann, dann ging’s ans Eingemachte. (By the way, klasse Wortwitz, oder?!)

Neben Marmelade und Kuchen und weiß der Kuckuck was, gab’s auch immer eins: Rotwein-Zwetschgen. Diese kleinen Köstlichkeiten passen hervorragend zu süßen (Nach-)Speisen oder einfach zum Löffeln aus dem Glas – natürlich nur, solange ihr auch brav über 18 seid, versteht sich ;-) Die Zwetschgen könnt ihr problemlos einige Monate geschlossen aufbewahren und dann über den kalten Herbst verteilt genüsslich futtern.

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Ihr braucht:
1 1/2 kg entsteinte Zwetschen (kleine, blaue bayerische Pflaumen)
1 Flasche trockener Rotwein
500 g Zucker
3 Stangen Zimt
1 TL ganze Nelken

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Gebt Wein, Zucker und die Gewürze in einem Topf und erhitzt sie. Ungefähr so, dass ihr gerade noch euren Finger reinstecken könnt. Die heiße Flüssigkeit gebt ihr über eure Pflaumen und lasst das Gemisch zugedeckt über Nacht ziehen.

Am nächsten Tag die Flüssigkeit abgießen (auf keinen Fall wegschütten!!!!), erhitzen und die Zwetschgen wieder mit rein geben. Das Ganze dann weiter erhitzen, aber nicht kochen. Noch heiß in saubere Gläser (bitte vorher kurz mit warmen Wasser ausspülen) füllen und verschließen.

Wenn ihr Lust habt, mit einem Rezept bei den zauberhaften Zwetschgen-Wochen mitzumachen, dann verlinkt doch einfach auf diesen Beitrag und lasst mir einen Kommentar mit Link zu eurem Beitrag da! :-)

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Obatzter oder: Die 5 Gesetze des Biergartens

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So, Hand auf’s Herz. (Ober-)Bayern kennt eigentlich nur zwei Arten von möglichen Tagen: Biagartn-Wedda und Scheißwedda. Wobei eigentlich jedes Wetter, solange es über 15 Grad hat und trocken ist, schon mal als Biergarten-Wetter durchgehen kann, wenn der Bayer Lust auf einen gut gekühlten Gerstensaft hat ;-) Der Biergarten ist ja besonders für unsre ausländischen Gäste (und damit meint der Bayer auch alles jenseits des Weißwurst-Äquators) immer wieder ein Grund zur Verwirrung: Wo setz ich mich da jetzt hin? Wie komm ich an mein Bier? Halbe oder Maß? Und und und. Damit ihr künftig auch für jeden Biergarten-Besuch hier bei uns im schönen Bayern gerüstet seid, kommen sie, die 5 Gesetzte der Biergartens. Und obendrauf gibt’s noch ein Rezept für das wohl bayerischste Biergarten-Schmankerl, das es traditionell zur Riesenbrezn (nein, wir sagen hier nicht Brezel oder Breze sondern Brezn!) gibt: Den Obatzten!

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1. Sitz di zura! (= Setz dich dazu!)
Ihr werdet vor allem in München an schönen Tagen zu 99,99 Prozent keinen leeren Tisch im Biergarten finden. Das macht aber gar nix! Sucht euch einen Tisch, an dem noch Platz ist und fragt einfach nett, ob ihr euch dazusetzen könnt! Das ist ganz normal und wird auch von niemandem in Frage gestellt. Andersrum natürlich auch: Wenn ihr noch Platz habt, auf alle Fälle Leute dazusetzen lassen!

2. Ah, geh weida ( = Los, beweg deinen Hintern!)
In den meisten Biergärten herrscht Selbstbedienung. Das ist meistens ganz leicht daran zu erkennen, dass ihr auf Bierbänken sitzt und euer Tisch nicht mit Tischdecke oder ähnlichem verziert ist. Naja, und an den großen Schildern, auf denen „Selbstbedienung“ steht ;-) Wenn ihr nicht wollt, dass euer Plätzchen weg ist, teilt ihr euch auf: Ein Teil der Gruppe holt Bier (und Futter), ein Teil bewacht den Sitzplatz.

3. Ein Prosit! (= Cheers, meine Freunde!)
Wenn ihr dann sitzt und euer Bier in den Händen haltet, kommt die nächste Kardinalsünde: Vergesst beim ersten Anstoßen nicht, euren neuen Banknachbarn zuzuprosten. Das gehört sich einfach, wie der Bayer sagt und geht ganz easy: Bierkrug hochnehmen (bitte nur eine Hand, meine Freunde), Richtung Nachbarn halten, anschauen und „Prost“ rufen. Bei direkten Nachbarn wird angestoßen, sonst reicht auch ein kurzer Schwenk mit dem Krug in die jeweilige Richtung und ein Blick in die Augen.

4. Ja, pfuideife! (= Boah, Igitt!)
Es gibt eine Unart, die ist für den Bayern so abstoßend, dass er am liebsten aufstehen und gehen würde. Noagal trinken oder noch schlimmer, zusammenschütten. Das Noagal (von „die Neige“) ist der letzte Rest Bier aus der Maß. Und weil das der letzte Rest ist, ist der elendig „lack“ (abgestanden) und wird vom Bayern nicht getrunken. Und wer gar auf die Idee kommt, mehrere Noagal zusammenzuschütten, weil er sich das Geld für ein frisches Bier sparen mag, der hat im Biergarten nix verloren.

5. Gessn werd, wos aufn Disch kimd! (= Gegessen wird, was auf den Tisch kommt!)
In echten Biergärten gibt es eine supercoole Tradition: Getränke werden vor Ort gekauft, aber sein Futter darf man einfach selber mitbringen. Ja richtig. Packt euch einen schönen Korb mit leckeren Brotzeitschmankerln und düst dann in den nächsten Biergarten. Mit in euren Korb müssen: Obatzter, Radieschen, Wurst und aufgeschnittener und gesalzener Radi (= Rettich). Und wenn ihr dem Wirt dazu noch eine Riesenbrezn abkauft, ist er euch bestimmt nicht böse ;-)

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So, und last but not least gibt’s jetzt noch das Rezept für einen 1a-Obatzten für euch:

Ihr braucht
100 g gut gereifter Camembert
20 g weiche Butter
eine halbe Zwiebel, klein gewürfelt
Salz und Pfeffer
Paprikapulver edelsüß
eine Prise geriebenen Kümmel

Tja, und wie der Name schon verkündet, wird hier einfach alles zusammengematscht. Sprich, den Käse mit einer Gabel zerdrücken. Butter und Gewürze dazugeben und mit der Gabel vermengen und zum Schluss noch die Zwiebel untermischen. Mit dem Paprikapulver übrigens nicht sparen, der Obatzte soll eine schöne gelb-orange Farbe bekommen! Auf eine Brezn streichen und genießen!

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Tamis ultimativer Oktoberfest-Guide: How to wear {Tracht}

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Jedes Jahr zum Oktoberfest sieht man sie wieder: Die Hitliste der schlimmsten Wies’n-Outfits… Da wären Frauen in ultrakurzen Lederhosen-Hotpants, garniert mit Trachtenbluse und/oder Leoparden-BH. Männer mit Fake-Badelederhosen und merkwürdigen Hüten. Männer im Dirndl allgemein. Und und und.

Dabei ist es eigentlich ganz einfach, in Tracht richtig gut auszusehen und sich selber nicht wie ein Clown damit zu fühlen, wenn man ein paar kleine Regeln beachtet:

Für de Burschn:

1. Jungs, KEINE Turnschuhe zur Tracht! Ich hab ja die wunderbare Eigenschaft, Dinge (ja und zur Not auch Menschen) die ich nicht mag, einfach aus meinem Leben auszublenden. Aber sorry, dieses Lederhos’n meets Turnschuh-Ding geht einfach zu weit. Zur Lederhose gehören Haferlschuhe (die im übrigen IMMER unbequem sind, egal wie viel Knete man dafür auch ausgegeben hat) oder zur Not unauffällige schwarze Lederschuhe.

2. KEINE Bayerntracht. Ich weiß nicht, wer auf die Idee gekommen ist, die Lederhose mit ’nem FC Bayern-Trikot zu kombinieren – lasst es einfach. Das sieht mega-bescheuert aus und hat auf dem Oktoberfest überhaupt nix verloren.

3. Zur Lederhose gehört ein vernünftiges Hemd und kein Shirt. Holt euch doch so ein süßes kariertes Hemd (blau, rot, grün) oder ein weißes Hemd und ihr seid gerüstet :-)

4. Accessoires: Ja auch ihr, meine bärtigen Freunde, dürft euch zur Wies’n ruhig mal ein paar Gedanken zu euren Accessoires machen ;-) Also vielleicht komische Totenkopf-Verzierungen, Schweißbänder und Hundemarken einfach mal nen Abend zuhause lassen. Ne schicke Uhr dagegen geht immer!

Für de Mädel:

1. Keine kurzen Minirock-Dirndl. Ein Dirndl zeigt echt viel Busen, da muss man dann nicht auch noch total viel Bein rausholen ;-) Meine persönliche Regel: Der Rock muss mindestens über’s Knie gehen…

2. Keine 25 Euro Dirndl!!! Ein schönes Dirndl kostet mindestens so viel wie ein schönes Cocktailkleid. Auch wenn 25 Euro für ein Dirndl echt verlockend sind, lasst es besser – die Dinger müffeln schnell, sehen billig aus und halten auch nicht lange…

3. OMG, bitte bitte never ever weißes Shirt als Blusenersatz! Vor allem von unerfahrenen Wies’n-Touris getragen.

4. Zum Thema Holz vor der Hütte: Ein Dirndl ist so ungefähr das einzige Kleidungsstück, bei dem es total in Ordnung geht, wenn man zeigt was man hat. Es zaubert eine hammer Figur und tolle Möpse! Also meine Damen, seid stolz auf das was ihr habt und verdeckt mit eurer Bluse nicht euer ganzes Dekolleté ;-)

5. Passendes Wies’n-Schuhwerk: Aus Erfahrung rate ich zu Ballerinas oder Pumps mit relativ flachen Absätzen (<5cm). Denn spätestens, wenn ihr auf den Tischen steht und ordentlich abdanced, verwünscht ihr eure schicken High Heels!

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Pssst, kleiner Tipp, falls ihr noch auf der Suche nach einem hübschen Dirndl seid: Wirklich süße und bezahlbare Dirndl gibt es in München bei Alpenfee im Lagerverkauf oder in Mühldorf bei Country-Line im Lagerverkauf :-) Bei letzerem gibt’s auch klasse Lederhosen!