Schlecht-Wetter-Bastelei: DIY Dekoschleifen

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Ich hab da diesen Tick: Ich mag keine Sonntage. Jep, richtig gehört, ich hab offiziell eine Abneigung gegen einen Wochentag. Denn der Sonntag ist dieser merkwürdig beschäftigungsleere Tag zwischen Shopping-Samstag und Arbeits-Montag, an dem ich nie weiß, was ich sinnvolles mit meiner Zeit anstellen soll. Museumsbesuch? Aber iiiihhh, draußen regnet’s ja! Café? Hmmm, aber dann müsste ich erstmal meinen Schlafanzug ausziehen… Doktorarbeit? Ah nee, die Woche war ja schon sooooo anstrengend!

Weil ich jetzt aber auch nicht alle meine Sonntage total verwahrlost und Chips-futternd vor dem Fernseher sitzen kann, dachte ich, na gut, dann wird halt gebastelt! Und zwar total süße, herbstliche Dekobänder, für die auch nur ein altes weißes Laken dran glauben musste. Und schwupps, schon war der Sonntag auch schon wieder rum ;-)

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Ihr braucht:
Ein altes Laken/Tischtuch aus festem Stoff, am besten in weiß oder einer hellen Farbe
fertige Stempel
Naturmaterialien wie Quitten, Kartoffeln…
Acrylfarben

Nehmt das alte Laken und reißt es in lange Streifen. Dazu reicht es, wenn ihr den Rand mit der Schere einschneidet und dann den Rest einfach durchreißt. Durch das Gewebe wird der Streifen ganz von alleine gleichmäßig breit. Außerdem bekommt ihr so diesen leicht ausgefransten Effekt an den Rändern.

Das Stempeln geht ganz einfach. Mischt euch eure Farbe zusammen (Achtung: nicht zu wenig Farbe anrühren, sonst müsst ihr mittendrin nachmischen) und pinselt euren Stempel dann damit ein. Ihr könnt wahlweise einen fertigen Stempel benutzen oder aber mit Naturmaterialien wie zum Beispiel einer aufgeschnittenen Quitte oder dem guten alten Kartoffeldruck stempeln. Dadurch, dass ihr euren Stempel immer wieder mit der Acrylfarbe einpinselt, könnt ihr z.B. auch nach jedem Stempelabdruck die Farbe wechseln oder Effekte mit mehreren Farben für einen Abdruck zaubern. Sobald ihr fertig seid, müsst ihr eure Bänder nur noch trocknen lassen und könnt sie dann als hübsche Deko für Kränze, Gestecke oder was euch sonst so einfällt nutzen.

P.s.: Je nachdem, in welcher Farbe ihr eure Bänder haben möchtet, könnt ihr den Stoff vor dem stempeln natürlich auch einfärben! :-)

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Lalalalove is in the air: Frühlingshaftes Astherz

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Eigentlich wollte ich mich am Ostermontag in ein stilles Eckchen setzen und mein kleines Herz basteln. Die Betonung liegt auf EIGENTLICH. Tatsächlich wurde ich nämlich nach dem Zuschneiden MEINER Äste kurzerhand aus MEINEM Projekt ausgeschlossen. Und das von MEINER eigenen Familie. Sowas aber auch ;-) Meine Familie riecht sowas und – zack – sitzen sie alle da und basteln mit. Erst mein Bruder, der meinte, er kann a) viel besser Äste zerschneiden (ja, hat gestimmt) und b) viel besser ein Astherz basteln als ich. Dann der Freund von Mama (Architekt), weil ja schließlich irgendjemand auf die Statik und so gucken muss, und schließlich meine Mama, einfach weil. Und Klein-Tami? Stand da und durfte höchstens mal die Heißklebepistole halten und zum Schluss die Schleife aufkleben.

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Ihr braucht:
viele kleine Aststückchen, möglichst gleich lang (ca. 5cm), dafür unterschiedlich dick
Heißkleber
eine große herzförmige Ausstechform aus Metall
silbernen Basteldraht
etwas Dekoband

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Das Herz basteln geht eigentlich ziemlich einfach. Legt euer Metallherz als Rahmen auf eine glatte Unterlage. Nehmt dann ein Aststück und stellt es in die Mitte. Ein zweites schmiert ihr der Länge nach gut mit dem Heißkleber ein und klebt es dann an euer erstes Stück, sodass ihr dann zwei aneinanderhängende Ästchen da stehen habt. Tja und dann immer so weiter, bis eure Form zum Schluss voll ist. Lasst euer Herz ein paar Minütchen austrocknen und zieht vorsichtig den Metallrahmen ab. Durch eine Lücke zwischen zwei Zweigen habe ich (ja, das durfte ICH machen) den Draht gefädelt und oberhalb des Herzens zu einem Aufhänger verzwirbelt. Zum Schluss noch aus dem Dekoband eine Schleife binden und mit dem Kleber auf euer Herz kleben :-)

Ach ja, und weil mein Bruder in Wahrheit natürlich auch noch viel bessere Fotos machen kann als ich, ist er im Anschluss mit mir durch den Garten gestapft, damit ich auch ja den richtigen Hintergrund aussuche ;-)

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Frisch geschlüpft: Ostereier mit Durchbruch

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In den letzten beiden Wochen hab ich mich rar gemacht – Social Media-Koller vom feinsten. Irgendwie war da dieser Moment, als ich mit Handy und Ipad bewaffnet (Ohja, wir sind hier schon bei Third Screening!) vorm Fernseher saß und mir plötzlich dachte: Ah nee, hab eigentlich grad null Bock, mir härtest überschminkte Size Zero Ladies auf Instagram anzuschauen, die strahlend ihr grünes Detox-Gesöff in die Kamera halten. Oder Fotos vom letzten Luxus-Malediven-Trip von Leuten, die ich überhaupt nicht kenne. Oder mir auf facebook die 1000ste Pro-/Contra-Flüchtlingskrise-Debatte zu geben. Und wo ich so dabei war: Auf Bloggen hatte ich auch keinen Bock. Also hab ich mich stattdessen zwei Wochen übelst über meine perfekten, Zahnspangen-losen Zähne gefreut, war sehr Businesslady-mäßig für einen Tag in Berlin und hab den Herrgott ansonsten einen guten Mann sein lassen (1:1 aus dem Bairischen übersetzt. Im Original hört sich das irgendwie besser an).

Tja, und Anfang der Woche war er wieder da – der Blog-Bock! Mit einem süßen, total easy Oster-DIY :-)

Ihr braucht:
Eier mit brauner Schale, möglichst Größe M oder L
eine Sicherheitsnadel und einen Schaschlikspieß
ein paar Zahnstocher
Dekogras und hübsche kleine Zweige mit Beeren oder Blättern oder so dran
Dekoschmetterlinge zum festknipsen
weißen Faden

Der Rest ist MEGA einfach. Erst mal oben am Ei ein Loch reinbohren – da kommt später euer Aufhänger durch. Dann hab ich mit der Nadel vorsichtig in die Mitte meines Eis ein Loch gebohrt und Stück für Stück von der Schale weggebrochen, bis ich ein schönes großes Loch hatte. Die Ränder müssen nicht allzu regelmäßig sein, soll ja aussehen, als wär unser kleiner gefiederter Freund grad geschlüpft! Eiweiß und Eigelb könnt ihr dann ganz lässig durch das große Loch rausschütteln und euer Ei mit Wasser ausspülen. Falls ihr auch so fiese Stempel auf euren Eiern habt: Die gehen mit etwas Essig und einer Zahnbürste ab oder einfach mit Schmirgelpapier!

Für die Aufhängung hab ich einfach den Faden an ein Stück Zahnstocher gebunden und den Zahnstocher durch das kleine Loch oben gesteckt, sodass er sich von innen schön im Ei verkeilt und die Aufhängung fest ist. Zum Schluss noch euer Ei vorsichtig mit Dekogras und Zweigen befüllen und den Schmetterling an den Rand oder den Faden klipsen :-)

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Mini Gras-Nester für Ostern

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Freut ihr euch auch schon so auf den Frühling wie ich? Ich sag’s euch, wenn ich meinen Blick von meiner total motivierenden Hausarbeit gen Himmel wende und da diese graue, trostlose Masse vor meinem Fenster rumwabern sehe, da könnt ich mich auf der Stelle in mein Bett legen, die Decke über meinen Kopf ziehen und bis April Winterschlaf halten. Wenn mich dann noch ab und an jemand füttern würde, wär’s perfekt! Also: Wenn sich das nach deinem Traumjob anhört, meld dich mal! Und weil ich mich schon so arg auf den Frühling und Ostern freue, hab ich letztes Wochenende einfach mal mit der Oster-Deko losgelegt :-) Die wird bei mir in diesem Jahr eher Feng-Shui-mäßig zurückhaltend-sleek und gefällt mir supergut. Hüstel, neinnein, das ist bestimmt kein Selbstlob oder so!

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Ihr braucht:
Silbernen Basteldraht
getrocknetes Pampasgras mit diesem fedrigen Zeugs vorne dran
Schere und Eier

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Ich steh total auf Pampasgras. Meine Mama bindet daraus immer so kleine Päckchen, die wir dann als Anzünder für unseren Kamin nehmen und lagert die draußen in so einem altmodischen Eisenkorb vor unserer Brennholzwand. Und weil das so schön unperfekt-perfekt aussieht, würde ich am liebsten jedem auf die Finger hauen, der sich an meinem heiligen Körbchen vergreift.

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Okay, zurück zum Thema: Pampasgras ist natürlich auch super zum Basteln und hat echte Nestchen-Top-Qualität! Schnappt ein dickes Bündel (etwa drei Finger dick) Gras und formt daraus vorsichtig einen Ring – Achtung, die Enden müssen ein paar Zentimeter überlappen. Das restliche Gras einfach abschneiden. Wenn euer Gras schon sehr steif und bröselig ist, könnt ihr es auch ein paar Stunden in Wasser aufweichen lassen. Probieren, ob euer Ei schön reinpasst und nicht unten wieder rausplumpst und bindet das Nestchen dann mit dem silbernen Draht zusammen. Dazu hab ich den Draht einfach paar Mal um meinen Kranz gewickelt und am Ende verzwirbelt. Für ein paar Farbtupfer könnt ihr noch hübsche Beeren oder Blüten in den Kranz stecken :-) Fertig!

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Weihnachtliche Walnuss-Anhänger zum Nikolaus

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Neulich hab ich ein neues Wort gelernt: Satelliten-Eltern. Das sind solche Eltern, die wie ein Satellit um ihre Kinder kreisen und jeden ihrer Schritte genaustens verfolgen. Angeblich findet man sie immer häufiger in der Nähe der Unis, wo sie ihre unschuldige, meist noch minderjährige Brut zu Kursen begleiten oder sich beim bösen, bösen Professor beschweren. Ich persönlich hab noch nie welche gesehen – stattdessen aber jede Menge Senior-Studenten, die 1. meistens erheblich älter sind als die Dozenten und sich 2. in den unpassendsten Momenten melden. Allerdings hab ich den leisen Verdacht, dass auch ich Opfer einer Satelliten-Mama geworden bin… Einer BASTEL-Satelliten-Mom. Sobald ich nämlich aus der großen, bösen Stadt nach Hause komme und mir irgendwas bastelmäßiges hole, sitzt meine Mama auch schon am Tisch und bastelt mit… War also klar, dass sie schon neugierig um die Ecke gelinst hat, als ich mit meinen Nüssen daherkam, oder? ;-)

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Ihr braucht:
Walnüsse
Stickgarn
große Perlen (für oberhalb und unterhalb der Nuss)
je nach Lust und Laune kleine Perlen

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Das Basteln der Anhänger ist anfangs noch ein bisschen kompliziert mit der blöden Nuss, die immer weg springt, wird aber leichter :-) Ihr startet mit der Quaste (Anleitung mit Bildern hier). Anstelle der goldenen Öse aus der Anleitung nehmt ihr einfach einen Faden des Garns und verknotet es mittig, sodass ihr auf beiden Seiten noch gut Faden habt. Das gleiche macht ihr dann gleich nochmal, sodass ihr auf jeder Seite zwei Fadenenden habt (nicht abschneiden!!!). Dann weiter wie in der Anleitung. Damit meine Quaste schön groß wird, hab ich den Anfangsfaden übrigens um 4 Finger gewickelt.

Wenn ihr mit euer Quaste fertig seid, nehmt ihr eure vier Fadenenden zusammen nach oben und fädelt sie durch zwei schöne große Perlen. Die obere der beiden Perlen schiebt ihr dann nach oben und platziert die Nuss zwischen beiden Perlen. Die vier Fäden so verteilen, dass sie die Nuss von jeder Seite umspannen. Zum Schluss oben noch ein Knoten rein, damit das Ganze auch schön straff sitzt und fertig. Je nach Lust und Laune könnt ihr natürlich auch weitere Perlen auffädeln!

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Laterne, Laterne… Kleines Dosenwindlicht

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Eigentlich war mein Plan ja folgender: Laterne basteln, dick einmummeln und auf einen der Münchner Martinszüge stapfen. Schön wär’s gewesen. Blöderweise hat mir dann doch die Uni einen Strich durch die Rechnung gemacht und statt Martinsgänse zu futtern, sitze ich morgen mit 30 ähnlich begeisterten Kommilitonen in einem stickigen Kämmerchen und starre Löcher in die Luft. Aber egal, meine kleine Laterne aka (gehört ihr auch zu den Leuten, die supercoole Abkürzungen immer erst googlen müssen und sich dann mega freuen, wenn ihre Mails plötzlich Sinn ergeben?) Dosenwindlicht hab ich trotzdem schon gebastelt – zieh ich dann halt nach der Uni alleine durch die Straßen und stopf mich mit Lebkuchen voll… :-)

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Ihr braucht:
Eine kleine Dose
einen Folienstift
einen Hammer und einen Nagel
ein Holzscheit oder etwas ähnliches, das IN die Dose passt
Schmirgelpapier
Malerkrepp
Sprühfarbe
einen Zahnstocher
Draht (mit ca. 2mm Durchmesser)
ein hübsches Geschenkband
Flüssigkleber
1 Teelicht

Erster Schritt: Dose saubermachen. Ihr wollt ja nicht, dass euer Windlicht nachher total rummieft oder? Das Etiketten und sämtliche Kleberrückstände bekommt ihr gut ab, wenn ihr davor in die Dose heißes Wasser füllt und ein paar Minütchen wartet. Mit dem Schmirgelpapier die scharfe Kante an der Innenseite abrunden.

Zweiter Schritt: Malt euch ein Herz mittig auf die Dose. Steckt dann euer Holzscheit in die Dose und klemmt sie irgendwo ein (Schraubstock, Schnuckiputz…). So verhindert ihr, dass sich die Dose gleich nach innen biegt.

Dritter Schritt: Nehmt Nagel und Hammer und macht damit auf eurem vorgezeichnetem Herzen gleichmäßig Löcher in die Dose. Wenn ihr wollt, könnt ihr oben und unten auch noch ein Band aus kleinen Löchern machen. Achtet beim hämmern darauf, dass ihr möglichst nicht auf den erhobenen Rillen der Dose, sondern immer in den Vertiefungen den Nagel ansetzt. So rutscht ihr nicht so leicht ab. Nicht vergessen: Rechts und links vom Muster genau gegenüber zwei Löcher für den Draht hämmern.

Vierter Schritt: Klebt die Öffnung der Dose mit Malerkrepp ab und besprüht sie dann. Aus dem Geschenkband macht ihr eine hübsche kleine Schleife und klebt sie auf eure Dose.

Fünfter Schritt: Nehmt den Draht, biegt ihn halbrund und steckt dann die beiden Enden von außen nach innen in die Löcher. Auf die richtige Länge kürzen und die Drahtenden nach oben zum Rand biegen.

Teelicht anzünden und ihr seid gerüstet für Sankt Martin!

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P.s.: Mit freundlicher Unterstützung der Mama&Woife AG aka daheim ist’s am schönsten :-)

Kürbisschnitzen 2.0: Spooky Schattenkürbis

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Seit ich ein kleines putziges Kind war, hat meine Mama schon mit mir und meinem Bruder Kürbisse geschnitzt. Ich natürlich sorgfältige, klar geschnitzte Grimassen, an denen schon früh mein künstlerisches Talent erkennbar war. Niacht. Zum Schluss war vielleicht grad noch so erkennbar, dass das massakrierte Ding mal ein Kürbis gewesen hätte sein können. Trotzdem hat ihn meine Mama jedes Jahr neben die Eingangstür gestellt – ob als Einbrecherabschreckung oder aus instiktivem mütterlichen Stolz sei jetzt mal dahingestellt ;-)

Aus den hässlichen unansehlichen Kürbissen wurden schließlich allmählich hübsche kleine Kunstwerke (von denen eines offensichtlich grad ankokelt – es riecht verdächtig nach heißem Kürbis in meiner Wohnung…) und… ach, naja gut, worauf ich hinaus will: Ich bin ein echter Kürbis-Schnitz-Pro. So, jetzt ist es raus. Und mit diesen Worten WILLKOMMEN ZUM KÜRBIS-SCHNITZ-WORKSHOP DES GRAUENS. Muhahaha!!!!!

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Die Basics:

1. Ganz wichtig: Arbeitsbereich und alles zwei Meter darum herum mit Zeitungspapier auslegen. Vielleicht sind da andere Menschen geschickter als wir, aber meine Langzeit-Kürbis-Schnitz-Gefährtin Ali und ich machen dabei jedes Mal nen Mords-Saustall. Dazu noch eine große Schüssel für den Abfall und ein paar gute Messer bereitlegen. Ich nehme immer diese kleinen Schälmesser, die oben so halbrund sind und ein großes Messer, mit dem ich den Deckel absäge. Außerdem noch einen normalen Esslöffel dazulegen.

2. Kürbis abwaschen und dann den Deckel ausschneiden. Dabei dürft ihr auf KEINEN FALL senkrecht nach unten schneiden, sonst plumpst euer Deckel später einfach in den Kürbis. Schneidet also mit dem Messer SCHRÄG nach innen. Achtet auch darauf, die Öffnung nicht zu klein zu machen, dann kommt ihr zum Ausleeren leichter mit den Händen rein.

3. Je gründlicher ihr euren Kürbis innen aushöhlt, desto länger wird er später halten. Also mit einem Esslöffel den ganzen Schlonz rausholen und die Wände sorgfältig abschaben, bis das weiße, harte Fruchtfleisch kommt.

Ran an den Speck:

4. Nehmt einen Stift (Bleistift oder Folienstift oder was ihr halt so da habt) und zeichnet euch euer Gesicht/Motiv vor. Das Schattenmotiv funktioniert wie beim Linoldruck. Also überall da, wo sich Flächen schwarz vor dem beleuchteten Hintergrund absetzen sollen, muss die Schale dran bleiben. Überall da, wo später Licht durchschimmern soll, muss die dicke orange Schale ab. Wenn ihr euer Motiv fertig „ausgeschnitten habt“, geht ihr mit dem Löffel wieder IN den Kürbis und schabt von innen genau da, wo euer Motiv ist, vorsichtig das Fruchtfleisch ab. Je dünner der Kürbis, desto besser scheint das Licht später durch! Zwischendrin könnt ihr einfach mal ein Teelicht reinstecken und gucken, wie viel ihr noch wegnehmen müsst. Zum Schluss noch ein paar Luftlöcher in die Rückseite machen, sonst kratzt eure Kerze nach ein paar Sekunden ab…

Ihr braucht noch ein bisschen Inspiration, bevor ihr loslegen könnt? Dann schaut doch mal auf meine Halloween-Pinnwand bei Pinterest :-)

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{DIY} Vintage Buchstabe mit Decopatch

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Ich bin ein Old-School-Mädchen. Ich mag diesen leicht angestaubten Girlie-Look und alles, was in irgendeiner Art und Weise nach Vintage aussieht. Veränderungen und alles Moderne („Wie, man kann mittlerweile ohne Kabel laden?!“) machen mich nervös ;-) Als ich neulich in den Bastelladen meines Vertrauens gestiefelt bin und plötzlich alles KOMPLETT anders war als bei meinem letzten Besuch, hab ich erst mal auf den Schock hin was Süßes vom Bäcker nebenan gebraucht. Als mein Edeka um die Ecke vor einer Weile mal Sortiment und Sortierung umgestellt hat, bin ich aus Protest zwei Wochen nicht mehr rein gegangen. Mittlerweile sind wir aber wieder echt gute Freunde, der alte Schlawiner und ich. Hauptsächlich, weil ich Hunger hatte…

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Neulich bin ich dann mal wieder über diese knallergeilen Deko-Buchstaben gestolpert und wie immer, wenn ich vor dem Regal stehe, überlege ich, wie ich wohl doch mal einen coolen Buchstaben kaufen könnte, ohne dass alle gleich nölen: „Tami, du weißt aber schon, dass dein Name mit einem ‚T‘ anfängt, oder?“ Neuer Ansatz: ‚S‘ für meinen supercoolen, streng geheimen Nachnamen. Eigentlich war der Plan ja ein ganz anderer: Ein schöner, sleeker Buchstabe in Pastell-Look. Aber dann bin ich am Dekopatch-Papier vorbeigekommen. Joah. Und da war dieses zauberhafte Papier im Vintage-Style – Grüße an die Uroma sag ich da nur!

Ihr braucht:
Einen schicken Dekobuchstaben aus Karton
Decopatch-Papier
Decopatch-Kleber
einen weichen, mittelgroßen Pinsel
Bleistift und Schere

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(Wenn ihr ein sehr helles Papier, aber einen dunklen (sprich Karton-braunen) Untergrund habt, bepinselt den Untergrund zuerst mit heller Acrylfarbe.) Dekopatch ist echt easy und funktioniert ähnlich wie Serviettentechnik, aber das Ergebnis wird viel gleichmäßiger. Das Papier fühlt sich glatt und glänzend an und ist in ungefähr tausend Ausführungen, von wild gemustert bis ganz schlicht, im Bastelladen zu finden. Dazu braucht ihr dann nur noch euren Buchstaben und den dazugehörigen Decopatch-Kleber und schon geht’s los:

Legt euer Papier mit der Rückseite nach oben und platziert darauf euren Buchstaben. Zeichnet dann mit dem Bleistift den Umriss nach. Buchstaben umdrehen und das Ganze nochmal. Beides ausschneiden. Dann messt ihr die Breite eures Buchstaben aus und schneidet einen langen Papierstreifen in der Breite aus. Bei der Länge hab ich einfach mal geschätzt, weil ich 1. zu doof war, um das auszurechnen und ihr 2. sowieso stückelt ;-)

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Nehmt dann das ausgeschnittene Papier für die Vorderseite eures Buchstaben und schneidet das in kleinere Stücke – so ist das Kleben um einiges leichter. Dann die Unterlage mit dem Kleber bestreichen, das Papier mit der schönen Seite nach oben drauflegen und noch mal mit dem Kleber darüber gehen. Am besten streicht ihr von INNEN NACH AUßen, um Lufteinschlüsse etc. zu vermeiden. Dann wieder ein Stück Unterlage bepinseln, Papier drauf, Kleber drüber. Das Gleiche macht ihr mit eurem restlichen Buchstaben. Ja, so einfach geht das :-)

Zum Schluss könnt ihr mit einen Schmirgelpapier noch vorsichtig über die Kanten gehen, damit das Ganze auch wirklich Vintage aussieht!

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Kleines {Fimo} Eierkarton-Osternest für große Hasenjäger

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Gestern hab ich was witziges im Fernsehen gesehen: Immer mehr Kinder schreiben einen Wunschzettel an den Osterhasen! Ich hoffe, ja stark, dass es sich dabei um nen merkwürdigen Aprilscherz handelt ;-)

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In meiner Familie gibt’s jedenfalls keine Geschenke und würde ich versuchen, dem Osterhasen einen Wunschzettel zu schicken, würde der wahrscheinlich einfach mit dem Vermerk „Empfänger leider verzogen“ zurück kommen. Nein, nein, bei uns, da dreht sich alles ums Essen. Das geht meistens am Ostersonntag so gegen 11 los. Wieso erst um 11? Weil meine Mama so lange braucht, um alle Köstlichkeiten fertig zu machen! Traditionell brunchen wir am Ostersonntag und traditionell macht meine Oma immer Mini-Schnitzel und Mini-Fleischbällchen, weil ich traditionell kurz nach Weihnachten anfange, dezent darauf hinzuweisen, dass ich die an Ostern auf meinem Teller sehen will. Keiner darf vor dem frühen Nachmittag aufstehen und wenn auch nur ein Fitzelchen auf einem der Teller und Platten übrig bleibt, richten sich vier vorwurfsvolle Augen auf mich (Mama + Oma): „Kind, du hast ja fast gar nix gegessen! Hat’s dir nicht geschmeckt?!“ Egal, wer noch am Tisch sitzt und vielleicht auch nicht so viel gegessen haben könnte, die Frage geht trotzdem an mich. Dann kommt der Osternest-Spaß. Ist auch egal, dass ich 23 und damit sehr, sehr erwachsen bin. Tami geht ein Nest suchen. Dann noch ein schneller Snack (wir waren ja an der frischen Luft – nicht, dass Hunger aufkommt!) und der Sonntag ist rum.

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Tja, und in diesem Jahr dachte ich: Hey, trägst auch mal was zu Ostern bei! Irgendeine nette Kleinigkeit. Was schickes und gleichzeitig Oster-mäßiges. Herausgekommen ist mein wunderschöner Fimo-Eierkarton, den ihr entweder als kleines Nest verwenden oder als tolles Highlight für eure festliche Tafel verwenden könnt!

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Ihr braucht:
Einen Sechser-Eierkarton (Den Teil, in dem normalerweise die Eier stecken
Eine Packung Fimo Air (250g) in weiß
etwas Wasser, ein Messer und eure Pfoten
ein Nudelholz oder zur Not eine Flasche

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Fangt an, indem ihr das Fimo-Zeugs (das ist übrigens einfach lufttrocknende Modelliermasse und fühlt sich wie Ton an) mit einem Nudelholz ausrollt. Nicht zu dünn, nicht zu dick, etwa 2-3mm. Sie muss etwa 5 Zentimeter über euren Eierkarton hinausstehen.

Dann nehmt ihr euren Fimo-Fladen und legt ihn erstmal locker auf den Karton.

Fangt in der ersten Ausbuchtung an und drückt da langsam das Fimo hinein, möglichst so, dass es nicht reißt. Falls doch, keine Panik, das kann man alles ausbessern! Hebt dazu ruhig auch immer wieder das restiche Fimo an und platziert es neu. So arbeitet ihr euch von Loch zu Loch erst mal vor.

Wenn ihr fertig seid, geht es an die Verschönerung. Glättet mit etwas Wasser und euren Fingern die Kanten und Flächen. Schneidet das überstehende Fimo an der Kante des Eierkartons ab und glättet auch diese Kante ein bisschen. Überall da, wo doch ein Riss entstanden ist, könnt ihr einfach ein Stück Rest-Fimo nehmen, es zu einer Kugel formen, flachdrücken und drüber kleben. Mit etwas Wasser schön verstreichen, so dass der Übergang nicht mehr zu sehen ist.

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Wenn alles schön gleichmäßig und glatt ist, stellt ihr das Fimo mitsamt Eierkarton auf eine lauwarme Heizung und lasst es mindestens 16 Stunden einfach stehen. ZUm Schluss löst ihr noch vorsichtig den Eierkarton von der aushärteten Fimo-Form (geht ganz leicht, keine Sorge!), glättet raue Kanten eventuell noch mit etwas Schmiergelpapier und schon ist euer Fimo-Nest fertig :-)

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Oster-Inspiration: Calimero-Osterei

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Ich stell mir ja eine Kindheit in der Stadt total merkwürdig vor. Ich meine, was zum Geier macht ihr Stadtkids den lieben langen Tag? Ihr könnt ja nicht einfach mal raus in den Garten (und nein, damit meine ich nicht die Handtuch-große Grünfläche hinter eurem Haus) gehen, Obst vom Nachbarsgrundstück klauen oder spontan nachts beschießen, in den großelterlichen Pool (der besten Freundin – der meiner Großeltern war nämlich nur ne arschkalte, unbeheizte Pfütze) zu hüpfen. Was wir Landeier denken, dass ihr während eures Aufwachsen hin zum Mannesalter macht, ist ungefähr folgendes – kleine Warnung, jetzt kommen ein paar schicke Vorurteile:

1. Mit falschen Freunden in einem Skatepark rumhängen und coole Moves lernen. Dabei auf keinen Fall peinlich runterfallen.
2. Mit falschen Freunden Drogen probieren. Weil wir nämlich glauben, euch ist langweilig und ihr könnt an jeder Ecke was von dem Zeugs kaufen.
3. Keinen oder nur ein ganz miesen Schulabschluss machen. Geht in eure Schule eurer Wahl im ländlichen Bayern – ihr werdet hören, dass man in der Stadt dumm bleibt und nur der Abschluss an besagter Schule was wert ist ;-)
4. Fernsehen und Games zocken. Ihr müsst ständig vorm TV oder dem PC sitzen, weil ihr nicht raus könnt. Draußen, auf den Straßen der großen, bösen Stadt, tobt nämlich ein Bandenkrieg.

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Bei uns war das mehr so Fuchs-und-Hase-sagen-sich-Gute-Nacht-mäßig, was die Stimmung auf der Straße betrifft – Ferseh-gucken wollte ich aber trotzdem. Pumuckl sag ich da bloß! Alles was sich reimt, ist gut – Weisheit für’s Leben. Und natürlich Calimero, das kleine schwarze Kücken aus Palermo mit dem Eierschalen-Hut auf dem Kopf! Letzte Woche wander ich dann durch die heiligen Hallen meines Lieblings-Depots und was sehen meine entzückten Augen?! Eierhalter mit Füßen!!! Wie dafür gemacht, um ein kleines Calimero-Küken zu basteln…

Dafür braucht ihr
ein ausgeblasenes, weißes Ei
einen dünnen, angespitzten Bleistift
einen feinen, weichen Pinsel
Acrylfarbe (dunkelblau, schwarz, gelb, rot und weiß)

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Ich hab mir einfach eine Vorlage aus dem Internet ausgesucht und die dann freihand auf mein Ei gezeichnet. Am besten, ihr übt davor einmal auf einem Stück Papier :-) Tja, und dann heißt es malen. Ich habe erst die ganzen Details wie Augen, Schnabel und Mund ausgemalt, bevor ich zum Schluss den Körper schwarz gemalt habe. Mit einem feinen schwarzen Stift habe ich dann noch ein paar Details wie die angebrochene Eierschale und die Zunge eingezeichnet. Ganz einfach!

P.s.: Keine Sorge, wenn ihr euch mit dem Pinsel unsicher seid. Übt euren Pinselstrich einfach auf dem Papier, ehe ihr zum Ei übergeht. Und wenn’s mal nicht so schön wird: Macht doch nix, nächstes Jahr ist auch noch ein Ostern und da werden die Osterei-Karten wieder neu gemischt ;-)

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