Easy Nutella-Frucht-Hörnchen {oder: La Vie Française}

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Da stand ich gestern Abend einsam und verlassen in meiner Küche und musste plötzlich an merkwürdige Essens-Gäste denken, die einem traditionell im Dezember so begegnen.
Wenn’s um Essen geht, sag ich ja immer wieder das gleiche: „Oh Mann, sieht ja klasse aus! Probieren? Ah nee danke, Zahnspange, du weißt schon…“. Tja, die Wunder der modernen Zahnmedizin. Kaum 24 und schon darf ich wieder wie ein Kleinkind essen. Aber was sagen Gäste, die diese fantastische Ausrede nicht parat haben? Was für Dinner-Gäste laufen einem in der freien Wildbahn denn so über den Weg? (Für’s Rezept einfach nach unten scrollen!)

Typ 1: „Entschuldige, aber ist da XYZ drin?“
Diese Gäste sind super-verlässlich, denn wenn du dich auf eine Sache verlassen kannst, ist es die: Irgendeine Zutat in deinem Essen mögen sie grundsätzlich überhaupt nicht und wenn es nur weißer statt schwarzer Pfeffer ist. Gerne begleitet wird obiger Satz mit einer Hand auf deiner Schulter, einem leicht verständnis-/vorwurfsvollen Blick und dem Zusatz „Das hab ich doch schon mal erzählt, weißt du nicht mehr?“.
Einfach ignorieren und ein Butterbrot anbieten.

Typ 2: „Mensch, da schüttel ich doch mal meine voll erfundenen Lebensmittelallergie aus dem Ärmel!“
Noch besser als Typ 1 ist Typ 2, denn er vermittelt dir nicht nur ein schlechtes Gewissen, sondern gleich das Gefühl ihn halb umgebracht zu haben. Vor allem in der Weihnachtszeit kommen da jedes Jahr die abgefahrensten „Allergien“ zum Vorschein: „Oh Mann, jetzt wo ich meinen Teller halb aufgegessen hab und es mir irgendwie nicht schmeckt, fällt mir doch wieder ein, dass ich ne total krasse Allergie gegen Schwein hab! Aber konntest du ja nicht wissen…“.
Einfach ignorieren und ein Butterbrot anbieten.

Typ 3: „Eigentlich bin ich ja veganer, aber heute mach ich mal ne Ausnahme…“
Dieser Typ Gast ist doppelt nervig, denn nicht nur, dass du umsonst für ihn ganz alleine was anderes gekocht hast, nein, er erklärt dem versammelten Tisch auch gerne und ausführlich die Vorzüge des tierlosen Lebens. Und stopft sich währenddessen munter das Tiramisu mit Eigelb rein.
Nacktes Brot in recycelbares Brotpapier packen und vor die Tür setzen.

Typ 4: „Hey, das war echt lecker, aber nach zwei Gabeln bin ich schon super-satt!“
Ich war für dich einkaufen, ich hab stundenlang für dich gekocht und ich muss das ganze Geschirr im Anschluss per Hand in meiner Winzküche spülen – ISS GEFÄLLIGST DEINEN SCHEIß TELLER LEER! Gekochtes Reiskorn als Reiseproviant einpacken. Aber nur eines.

Typ 5: „Hoppla, jetzt hab ich schon zuhause was gegessen…“
Diesen Typ Essensgast gibt es immer wieder und er ruft in meinem Kopf immer den gleichen Gedankengang hervor: „OMG, ihm hat’s beim letzten Mal nicht geschmeckt und jetzt nimmt er so ne billige Ausrede! Oder noch schlimmer, er ist nicht satt geworden!!! Waaaaahhhh!“. In der Regel ist dieser Typ Gast einfach nur mega-verpeilt und freut sich, da meistens männlich, auch über ein zweites Abendessen.
Reste einpacken und mit heim geben. Tupper-Ware nachdrücklich zurückfordern.

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Und weil wir jetzt alle von dem langen Text schwer geschafft sind, gibt’s ein paar ganz easy Schokocroissants, die sogar euer nervigster Frühstücksgast lieben wird.

!!!REZEPT!!!
Ihr braucht:
Fertigen Croissant-Teig aus dem Kühlregal
Nutella
Bananen, Erdbeeren, Heidelbeeren oder für die ganz ausgefallenen Physalis
, in kleine Stückchen schneiden

Rollt den Croissant-Teig aus und schneidet ihn in gleiche lange Dreiecke. Am breiten Ende macht ihr mittig noch einen etwa 3cm langen Schnitt zur Spitze hin rein und gebt direkt am Ende des Schnitts einen schönen Klecks Nutella und ein paar Fruchtstücke rein. Dann aufrollen, die beiden Enden halbmondmäßig nach innen biegen und für10 Minuten bei 200 Grad Ober-/Unterhitze in den Backofen. Abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen oder mit etwas geschmolzenem Nutella mit einer Gabel Fäden ziehen. Yummie!

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Pizza Pinwheels am Mir-doch-alles-egal-Montag

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Also eigentlich wollte ich euch heute eine tolle Adventsdeko im Eierkarton zeigen. Eigentlich. Aber: Heut ist Depri-Tag! Der Depri-Tag zeichnet sich dadurch aus, dass er mies los geht und im Verlauf des Tages noch mieser wird. Und egal, was man anfasst, um sich aufzumuntern, es trägt nur noch mehr zu miesen Laune bei. Folglich sah meine theoretisch total schicke Deko total beschissen aus und nach mühevoller Pinselei hab ich sie zum Schluss total runter mit den Nerven in die Ecke geworfen, bin sauer in die Küche gestapft und hab meine Pinsel ausgewaschen. Hunger hatte ich auch – aber weil heute Depri-Tag ist, war auch nix mehr zu Futtern in meinem Kühlschrank. Der übrigens auch noch total nervtötend laut brummt (und das bestimmt erst seit heute. Nur um mich zu ärgern, wetten?). Das schöne ist, irgendwann kommt der Punkt, an dem ich einfach nur über mich alten Grummel lachen muss und dann ist’s wieder gut. Und dann kam erstens mein Freund heim und hat gekocht und zweitens hab ich mir dann ein schönes Winterpotpourrie gebastelt und drittens bin ich über ein Rezept gestolpert, dass ich euch schon vor gefühlt einem Jahr zeigen wollte. Here you go – leckere kleine Pizza Pinwheels

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Ihr braucht:
Eine Rolle Blätterteig
eine Packung Schinken
eine gute Handvoll schwarzer Oliven
eingelegte Paprika (da gibt’s auch schon so klitzeklein geschnittene, kennt ihr die?)
Reibekäse (halbe Packung)
1 Becher Kräuter-Creme Fraiche
Salz, Pfeffer, Oregano, Basilikum

Schneidet eure Zutaten alle schön klein und vermengt sie dann mit der Creme fraiche in einer Schüssel. Gebt noch den geriebenen Käse dazu und schmeckt das ganze mit Salz, Pfeffer und (getrocknetem) Oregano und Basilikum ab.

Rollt euren Blätterteig aus und verteilt die Masse gleichmäßig darauf. Dann rollt ihr den Blätterteig vorsichtig ein (aufpassen, dass ihr nicht aus Versehen das Papier mit einwickelt!). Zum Schluss schneidet ihr eure Rolle in etwa 1cm dicke Scheiben, legt sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und schiebt sie für ca. 15 Minuten in den Backofen, bis eure kleinen Schätzchen knusprig goldbraun sind.

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Unglaublich schokoladige Avocado-Brownies

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Als Kind habe ich Avocados gehasst. Ja wirklich. Ich erinnere mich noch, dass mir meine Mama nach endlosem Rumheulen meinerseits („Mama, kann ich mal probieren?“ „Tami, das schmeckt dir nicht.“ „Doch, ich will aber, BITTE! Wääähhh“) einen Löffel gesalzene Avocado in die Backen geschoben hat. Berechenbar, wie Kinder halt so sind, fand ich’s natürlich total eklig und hab mich danach ewig geweigert, der guten alten Avocado noch mal ne Chance zu geben. Irgendwann, im reifen Alter von 22 hab ich dann rausgefunden, dass Avocados nicht nur in meinem absoluten Lieblings-Dip Guacamole stecken, sondern auch oberhammer-super-dupper-gesund sind. Und dass sie einfach in jeder Form ziemlich geil schmecken. Außer in Brownies. Da schmeckt man sie nämlich gar nicht, sondern schwelgt einfach im Zartbitter-Schokohimmel. Ehrenwort!

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Ihr braucht:
2 reife Avocados (püriert)
200 g Zartbitterschokolade (klein gehackt)
150 g Vollmilchschokolade (klein gehackt)
30 g Kakaopulver
2 Eier
180 g Zucker
1 Prise Salz
80 g Mehl
1/2 TL Backpulver
3 EL Sonnenblumenöl

1 Fläschchen Vanille-Aroma

Nehmt die Zartbitterschokolade und bringt sie (im Wasserbad oder ganz ganz vorsichtig in der Mikrowelle) zum Schmelzen. Sobald sie flüssig ist, gebt ihr die pürierten Avocados, die Eier, Zucker und Vanille-Aroma dazu. Kurz verrühren und dann die trockenen Zutaten, also Mehl, Backpulver, Kakao und Salz plus das Öl mit einrühren. Lasst dann auch die Vollmilchschokolade etwa zu 80 Prozent (ein paar Klümpchen dürfen bleiben) schmelzen und rührt sie ebenfalls in den Teig.

Den füllt ihr in eine gefettete (Auflauf-) Form mit ungefähr den Maßen 25×20 cm. Bei 180 Grad Ober-/Unterhitze für 30 Minuten in den Ofen :-)

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Müllermilch-Dupe: Yummy Kokosmilch

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Okay, also eigentlich ist mein Titel ein winziges bisschen gelogen: Der Kokos-Müllermilch-Geschmack war zwar mein ursprünglicher Plan, aber mein Dupe schmeckt in Wahrheit vieeel leckerer und nicht ganz so unnatürlich Kokosnuss-mäßig :-)

Ich liebe Kokos-Milch! Keine Ahnung, wo das herkommt, weil ich auf frische Kokosnüsse eigentlich so gar nicht stehe und mir meistens nach einer Viertelstunde auf so nem Stück Kokosnuss rumkauen irgendwas anderes Essbares suche. Aber die Müllermilch finde ich einfach klasse und stürze mich sofort drauf, wenn ich eine im Supermarkt entdecke.

Jetzt ist nur leider das fiese, dass der liebe Herr Müller die Kokosmilch nicht immer rausrückt. Nein, die gibt’s nur manchmal. Was für mich ungefähr so ist, als würde man Nutella nur alle paar Monate bekommen – yes, eine abartige Sauerei! Aber: Wieso das Ganze nicht mal selber zusammen mixen und das ganze Jahr leckerlecker Kokos-Milch genießen?! :-)

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Ihr braucht:
eine Dose Kokosmilch
1/2 Liter Milch
1/2 Becher Sahne
etwas Zucker
2 EL Kokosraspeln

Ihr braucht natürlich keine ganze Dose Kokosmilch, aber dooferweise kann man halt keine 3 EL kaufen… Aber den Rest eurer Milch könnt ihr super für asiatische Gerichte oder eine frische Pina Colada verwenden :-) Manchmal ist die Kokosmilch schon etwas fest in der Dose, also vor dem Öffnen gut durchschütteln! Wenn sie dann immer noch fest ist, kurz in der Mikrowelle anwärmen!

Tja, und der Rest geht ganz easy: Sahne und Zucker in eine Schüssel, das Ganze kurz aufschlagen, dann die Milch und die Kokosmilch (3 Esslöffel) dazugeben, zum Schluss noch die Kokosraspeln einrühren und fertig! Am besten stellt ihr sie noch für ein Stündchen in den Kühlschrank, denn gekühlt schmeckt die Milch noch vieeel besser :-)

Vor dem Genießen noch mal kurz aufschütteln/schlagen, Schirmchen rein und ab in die Sonne!

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Super-saftige Lemon Blondies {in Kuchenform}

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Kennt ihr das auch, wenn ihr plötzlich irre Lust auf eine bestimmte Zutat/Obstsorte oder was auch immer habt und die dann in jedes Essen mit rein muss? Ich hatte letzte Woche einen ganz schlimmen Fall von Zitronen-Sucht. Zitrone im Dressing, Zitrone in meinem Wasser, Zitrone im Kuchen. Ich bin einer von diesen Menschen, die (sobald sie sich unbeobachtet fühlen) den Zitronenschnitz aus dem Glas fischen und ihn mit genüsslich verzogenem Gesicht auffuttern. Zitrone ist lecker, Zitrone ist frisch, Zitrone ist SOMMER :-)

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Also musste ein Zitronenkuchen her, klar oder? Keiner normaler, wär ja langweilig! Neeeeein, richtig schön saftig und dekadent muss der sein! Also her mit den Lemon Blondies! Ihr könnt dafür übrigens auch ein ganz normales Blech verwenden – ich hatte da einfach kein passendes und hab deshalb eine kleine runde Springform verwendet ;-)

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Ihr braucht:
6 EL Butter
180 g weiße Schokolade
150 g Zucker
60 ml Zitronensaft
2 Eier
1 Prise Salz
220 g Mehl
geriebene Schale von einer Zitrone

Für den Guss:
200 g Puderzucker
2 EL lauwarmes Wasser
2 EL Zitronensaft
etwas geriebene Zitronenschale

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Ich schmelze meine Schokolade IMMER im Wasserbad, weil ich die Königin im Schokolade-versauen bin. Neulich hab ich’s aber in der Mikrowelle probiert – hat super funktioniert. Stellt die Mikro auf 600 Watt, gebt Butter und Schoki in eine Mikrowellen-geeignete Schüssel und steckt sie in die Mikro. Ich hab einfach alle 30 Sekunden kurz geöffnet, umgerührt und dann wieder 30 Sekunden laufen lassen, bis nur noch ein paar gröbere Stücke nicht geschmolzen waren. Die sind dann beim umrühren auch noch verschwunden :-)

Gebt dann den Zucker in die warme Masse und rührt, bis er sich aufgelöst hat. Danach gebt ihr Eier, Zitronensaft und Salz dazu. Zum Schluss rührt ihr noch in kleinen Portionen das Mehl unter.

In eine möglichst große Springform oder einer Backblech geben (am besten ist es, wenn euer Teig so 2 – 2,5 Zentimeter in der Form steht) und dann bei 180 Grad für etwa 25 Minuten in den Ofen. Rausnehmen und abkühlen lassen.

Für den Guss gebt ihr den Puderzucker, Wasser und Zitronensaft in eine Schüssel und rührt, bis ihr eine schöne glatte Masse habt! Über die kalten Blondies geben und fest werden lassen. Zum Schluss noch etwas Zitronenschale darüber raspeln und fertig!

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Lalalecker: Supersaftige Zitronen-Joghurt-Cheesecake-Cupcakes

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Es gibt nicht viele Dinge, die ich so sehr liebe, dass ich theoretisch, rein theoretisch, meine Oma dafür einen Tag verleihen würde. Zu diesen Dingen gehören:

1. Karamalz: Oh, wie ich dich herrlichen, braunen Malztrunk vergöttere! Besonders nach dem einer anstrengenden Joggingrunde bist du mein bester Freund.
2. Ballaballa und saure Schnüre: Ich mag keine Schokolade, ich mag keinen Kaffee, ich mag keine Nüsse (die machen mir immer meine Zahnspange kaputt), aber ich mag Ballaballa und saure Schnüre. Am besten in giftgrün mit Fake-Apfelgeschmack. Kein Witz, eine Freundin hat mir mal 50 Meter Ballaballa-Schnüre geschenkt, die waren nach zwei Monaten weg.
3. Ofenkäse: Mein Leben hat eigentlich nur zwei Jahreszeiten – Sommer und Ofenkäse-Zeit. Wäre ich ein Tier, ich wär‘ ein Otter. Wäre ich was zu essen, wäre ich ein dicker, fetter Ofenkäse!
4. Käsekuchen: Der einzige Kuchen, den ich WIRKLICH, WIRKLICH gerne esse, ist Käsekuchen. Diese cremig-weiche Konsistenz und der Geschmack…

Jetzt ist halt so ein ganzer Käsekuchen für einen doch immer recht viel. Man will ja auch nicht tagelang nur noch Kuchen essen, bis er einem zum Hals raushängt! Also musste eine schlaue Lösung her: Cheesecake-Cupcakes!!! Und die schmecken so lecker, so so la la lecker, dass ich fast auf Karamalz, Ballaballa und Ofenkäse dafür verzichten könnte :-)

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Ihr braucht:
120 g Mehl
150 g Zucker
1 Prise Salz
1/2 TL Backpulver
1/3 TL Backnatron
80 g weiche Butter
2 Eier
200 g griechischer Joghurt
Saft von einer Zitrone
Vanille-Extrakt

Für das Topping
120 g Mascarpone
100 ml Schlagsahne
40 g Puderzucker
Vanillearoma
Abgeriebene Schale einer Zitrone

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Vermischt Mehl, Backpulver, Natron, Salz und Zucker in einer Schüssel. Schneidet die weiche Butter in kleine Stücke und gebt sie zu den anderen Zutaten. Kurz auf unterer Stufe durchrühren, bis sich kleine Streusel bilden.

Jetzt kommen die Eier mit ins Spiel. In die Schüssel geben und alles gründlich verrühren. Zum Schluss kommen noch Zitronensaft, Vanille-Extrakt und Joghurt dazu. Füllt die Masse dann in eure Muffinförmchen – die Cupcakes gehen nicht allzu stark auf, ihr könnt sie also zu gut 3/4 voll machen.

Die Cupcakes kommen dann bei 175° etwa 30 bis 40 Minuten in den Ofen. Rausholen und etwa zwei Stunden einfach in Ruhe abkühlen lassen!

Zum Schluss macht ihr euch noch an das Topping. Die Mascarpone mit dem Zucker und dem Vanillearoma vermischen. Die Sahne steif schlagen und vorsichtig die Mascarpone-Masse einrühren. Mit ein Spritztülle mit Sternform auf die Cupcakes geben, die Zitronenschale darüber reiben und genießen :-)

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French Toasties oder: Nieder mit der Fastenzeit

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Ehrlich: Mit der Fastenzeit und dem Verzicht hab ich’s nicht so. Während mein Papa gestern (an seinem Geburtstag) ganz brav nur Fleisch-freies Futter serviert hat, gab’s bei mir die sündigste, absolut leckerste Süßspeise auf Gottes lieber Erde. Und mal ernsthaft: Hätte der liebe Gott gewollt, dass es am Aschermittwoch keine köstlichen kleinen French Toasties gibt, hätte er ja auch bloß das Ahorn-Sirup ausgehen lassen brauchen :-) Daran wäre mein Essensplan nämlich auch fast gescheitert – dank abartig ausgeprägter Trotzreaktion bin ich dann halt um 7 während meiner Joggingrunde doch noch in nen anderen Laden geflitzt und siegessicher die letzten zwei Kilometer mit meiner Ahornsirup-Flasche in der Hand heim gerannt.

Jetzt kommt’s aber, das heiß ersehnte Rezept. By the way: Ich sag ja öfter, dass irgendwas hammerlecker usw. ist – aber diese kleinen Dinger setzen dem ganzen echt die Krone auf. Macht euch ruhig ein paar zu viel und wärmt sie euch zum Frühstück in der Mikrowelle auf – ich sag’s euch, ein TRAUM!

Ihr braucht (für dos hungrige personas):
1/2 Baguette oder Wurzelbrot (ich hatte letzteres)
3 Eier
1 EL Zimt
3 EL Zucker
1 Fläschchen Vanillearoma
Ahornsirup
Puderzucker
Öl zum Braten

Und schon geht’s los: Schneidet euer Baguette in etwa 1 cm dicke Scheiben.

Gebt Eier, Zimt Zucker und das Aroma in einen Schüssel und verquirlt alles schön miteinander. Gebt die Masse dann am besten in eine breite, flache Schüssel und legt eure Baguette-Scheiben rein. Die dürfen sich ruhig schon voll saugen! Nach ein paar Minuten wenden, damit auch die andere Seite was abbekommt :-)

In der Zwischenzeit gebt ihr einen guten (nicht sparen!) Schuss Öl in die Pfanne und erhitzt es auf mittlerer Stufe. Wenn ihr gleich volle Pulle loslegt, habt ihr nach zehn Sekunden ein schwarzes Holzkohlebrikett ;-) Sobald das Öl heiß ist, legt ihr vorsichtig eure Baguettescheiben in die Pfanne und brutzelt sie, bis sie von beiden Seiten schön goldbraun sind.

Lasst sie auf einen Küchentuch noch etwas abtropfen und serviert sie dann noch schön warm mit Puderzucker und Ahornsirup! Ein Gedicht :-)

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Eine kulinarische Entdeckungsreise: Viva la Vienna Apfelkuchen

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Okay, meine Lieben, das war eben vielleicht der merkwürdigste Sprachmix ever, aber ich bin noch leicht berauscht von meinem (Nach-)Mittagsschläfchen und dem unglaublich leckeren Kuchenduft, der aus meiner Küche stolze zwei Quadratmeter bis zu meinem Platz am Schreibtisch rüber weht. Wie auch immer: Jedenfalls hat die liebe Sarah vom Knusperstübchen wieder zu einer kleinen kulinarischen Entdeckungsreise eingeladen und da dachte ich „Hey, da bist jetzt aber mal dabei, du alter Faulsack!“.

Weit gekommen bin ich dann aber nicht, sondern gleich im Nachbarland hängen geblieben. Ich mag Österreich: Ein Land, in dem Süßigkeiten „Zuckerl“, Unfug „Schmäh“, Pflaumenmus „Povidel“ und Pfannkuchen „Palatschinken“ heißen, ein Land, in dem absolut JEDER Skifahren kann und das den „Swag“ hervorgebracht hat, muss man einfach lieben. Mal ganz davon abgesehen, dass den Österreichern das Kochen und Backen einfach im Blut liegt. Ich schwöre, jedes Mal, wenn ich die Staatsgrenze überfahre (durchfahre?!), wird das Gras ein bisschen grüner und das Futter einen Hauch besser ;-)

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Entschieden hab ich mich für einen wahren Klassiker, quasi den Godfather of Obstkuchen, der Wiener Apfelkuchen. Und der geht erstens mega-schnell und einfach und ist zweitens einfach ein Gedicht!

Die Zutaten: (Ich hab eine runde Springform mit 18 Zentimetern Durchmesser verwendet, wenn ihr eine mit 26 oder 28 Zentimetern nehmt, verdoppelt einfach die Menge und lasst den Kuchen etwa 40 Minuten im Ofen!)
2 saure Apfel (Boskop, Granny Smith)
125g weiche (zimmerwarme) Butter
100g Zucker
1 Prise Salz
1 EL Sahne
2 Eier
100g Mehl
25g Speisestärke
1/2 Teelöffel Backpulver
50g Mandelplättchen

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Heizt euren Ofen auf 190 Grad vor. Gebt Butter und Zucker in eine Schüssel und verrührt beides ein paar Minuten. Dann gebt ihr die Eier EINZELN dazu und verrührt jedes schön. Zum Schluss noch die Sahne dazugeben.

In einer zweiten Schüssel vermengt ihr Mehl, Backpulver und Speisestärke miteinander und rührt das Gemisch dann nach und nach in euren Teig, bis ihr einen schönen gleichmäßigen Teig bekommt.

Nehmt eure Äpfel, schält sie und entfernt das Kerngehäuse. Schneidet die Äpfel dann in Scheiben (etwa 3 Millimeter dick).

Fettet und mehlt eure Springform und gebt etwa zwei Drittel des Teiges hinein. Glattstreichen und dann die Apfelscheiben darauf verteilen. Spart nicht mit den Äpfeln, denn die geben eurem Kuchen das gewisse Etwas.

Gebt dann den restlichen Teig in die Form, streicht ihn glatt und streut die Mandelplättchen darüber. Und ab geht’s in den Ofen für
20 Minuten.

Nach dem Backen abkühlen lassen, aus der Form lösen und mit Zimt und Puderzucker bestreuen. Noch etwas Schlagobers (Schlagsahne) dazu und fertig!

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