Zitrone küsst Orange: Erfrischender Buttermilch-Drink

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Ich glaub ja, Kindern erschließt sich der Sinn von auswärts Essengehen nicht so wirklich. Weil: Naja, ob sie ihr Mampf von Mama oder einem Kellner serviert bekommen, ist ihnen wahrscheinlich total egal. Und überhaupt muss man da brav sitzen, darf nicht laut sein und andere Gäste stören und sich ankleckern darf man auch nicht. Was in meiner Kindheit den Unterschied gemacht hat, war diese eine Scheibe Zitrone im Getränk. Nicht nur, dass man im Restaurant abgefahrenes Zeugs mit gaaaanz viel Zucker wie Cola und Spezi trinken durfte. Nein, am Ende konnte man auch noch die Zitrone aus dem Glas fummeln und genüsslich auffuttern. Tja, und diese Liebe zur Zitrone ist mir bis heute geblieben…

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Und deshalb gibt’s heute den Erfrischend-fruchtigen Zitronen-Orangen-Buttermilch-Drink (Okay, für die Überschrift denk ich mir dann doch vielleicht noch einen etwas formschöneren Namen aus…)

Ihr braucht:
250 ml Buttermilch (halber Becher)
Zeste von einer gut gewaschenen Zitrone
Saft von einer Zitrone
Saft von zwei Orangen
6 Esslöffel Naturjoghurt
evtl etwas flüssigen Honig zum Süßen

Die gekühlten Zutaten alle in ein hohes Gefäß geben und mit einem Schneebesen durchrühren. Im abartig heißen Hochsommer gerne noch ein paar Eiswürfelchen dazu geben :-) In schöne Gläser füllen, mit einer Zitronenscheibe, Schirmchen und Strohhalm servieren und fertig!

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{Grillbeilage} Ziegenkäse-Kräutersalat

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Sobald sich auch nur ein fitzeliger Sonnenstrahl durch die graue Wolkendecke wagt, pilgern die Münchner an die Isar zum Grillen. Ernsthaft, ich hab Leute schon zu jeder Jahreszeit am Flaucher gepflegt einen August (die liebevolle Bezeichnung für das Münchner Augustiner Bier) zischen und ein paar Würstchen auf den Grill schieben sehen. Und die Nackerten sind sowieso das ganze Jahr über da und pflegen ihre lederfarbene Bräune – von nix kommt nix, gelle? ;-)

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Auf dem Weg von der Ubahn bis zur Isar sieht man auch immer schön die Rollenverteilung in den Gruppen: Die Jungs schleppen Grill und Kohle, vieeeel Fleisch, Bier und vielleicht ein Brot und außerdem komische Geräte, mit denen sie die gesamte Gegend beschallen. Die Mädchen tragen Decken, Teller, Besteck, Servietten und große Schüsseln mit sorgfältig geschnippeltem Salat und Gemüse, von dem die Jungs nicht mal den Namen kennt. Am Ufer angekommen, lagern die Jungs dann erst mal superprofessionell ihr Bier in der saukalten Isar (in Sichtweite zum Grillplatz, schön standfest und gleichzeitig nicht im stehenden Wasser…) und werfen zu gefühlt 20st den Grill an („Nee, du musst da fächern!“ „Alter, mehr Anzünder!“ „Ich sag doch, die Kohle ist feucht“…), während die Mädels den perfekten Lagerplatz bauen und die Jungs diskutieren lassen. Weil das mit dem Feuer und dem Grillen und so meistens ewig dauert und meine Zucchini sowie grundsätzlich als allerletztes auf den Grill kommen, stopfe ich mich in der Zwischenzeit schon mit Salat und Brot voll und bin dann immer schon pappsatt, wenn nach gefühlt drei Stunden das erste Stück Fleisch den Grill verlässt. Aber egal, denn mein feiner Ziegenkäse-Kräutersalat à la Mama ist sowieso viel besser als euer Fleisch, Jungs ;-)

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Ihr braucht:
Jeweils einen Bund (eine gute Handvoll) Bärlauch, Petersilie, Basilikum, Schnittlauch und Lauchzwiebeln
etwa 400g Champignons (weiß oder braun)
ein Päckchen Ziegenkäse
Olivenöl, Salz, Pfeffer und Essig zum Abschmecken

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Der Salat geht kinderleicht: Schnippelt alle Kräuter ganz klein, Schnittlauch und Lauchzwiebeln in Ringe und vermengt alles in einer Schüssel. Die Champignons putzt ihr und viertelt sie. Dann bratet ihr sie in der Pfanne an, würzt sie mit Salz und Pfeffer und gebt sie zu den Kräutern. Zum Schluss würfelt ihr den Ziegenkäse und mischt alles gut durch. Mit Essig, Öl, Salz und Pfeffer abschmecken und losfuttern.

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Lalalalove is in the air: Frühlingshaftes Astherz

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Eigentlich wollte ich mich am Ostermontag in ein stilles Eckchen setzen und mein kleines Herz basteln. Die Betonung liegt auf EIGENTLICH. Tatsächlich wurde ich nämlich nach dem Zuschneiden MEINER Äste kurzerhand aus MEINEM Projekt ausgeschlossen. Und das von MEINER eigenen Familie. Sowas aber auch ;-) Meine Familie riecht sowas und – zack – sitzen sie alle da und basteln mit. Erst mein Bruder, der meinte, er kann a) viel besser Äste zerschneiden (ja, hat gestimmt) und b) viel besser ein Astherz basteln als ich. Dann der Freund von Mama (Architekt), weil ja schließlich irgendjemand auf die Statik und so gucken muss, und schließlich meine Mama, einfach weil. Und Klein-Tami? Stand da und durfte höchstens mal die Heißklebepistole halten und zum Schluss die Schleife aufkleben.

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Ihr braucht:
viele kleine Aststückchen, möglichst gleich lang (ca. 5cm), dafür unterschiedlich dick
Heißkleber
eine große herzförmige Ausstechform aus Metall
silbernen Basteldraht
etwas Dekoband

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Das Herz basteln geht eigentlich ziemlich einfach. Legt euer Metallherz als Rahmen auf eine glatte Unterlage. Nehmt dann ein Aststück und stellt es in die Mitte. Ein zweites schmiert ihr der Länge nach gut mit dem Heißkleber ein und klebt es dann an euer erstes Stück, sodass ihr dann zwei aneinanderhängende Ästchen da stehen habt. Tja und dann immer so weiter, bis eure Form zum Schluss voll ist. Lasst euer Herz ein paar Minütchen austrocknen und zieht vorsichtig den Metallrahmen ab. Durch eine Lücke zwischen zwei Zweigen habe ich (ja, das durfte ICH machen) den Draht gefädelt und oberhalb des Herzens zu einem Aufhänger verzwirbelt. Zum Schluss noch aus dem Dekoband eine Schleife binden und mit dem Kleber auf euer Herz kleben :-)

Ach ja, und weil mein Bruder in Wahrheit natürlich auch noch viel bessere Fotos machen kann als ich, ist er im Anschluss mit mir durch den Garten gestapft, damit ich auch ja den richtigen Hintergrund aussuche ;-)

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Zuckersüße Frühlingsboten: Kandierte Veilchen

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Manchmal hab ich den Eindruck, in mir sind zwei Persönlichkeiten vereint: Busy Bee und Lazy T. Busy Bee ist immer auf Achse, hat einen festen Zeitplan für ihre Masterarbeit, schrubbelt eifrig durch die Wohnung und isst viele gesunde Sachen. Lazy T haut sich am Nachmittag mal ein, zwei, drei Stündchen auf’s Ohr, vergisst ständig, Bücher zurück in die Unibibliothek zu bringen, isst aufgrund mangelnder Futtervorräte häufig Chips oder (ach was, UND) Nutella aus dem Glas und wartet gerne mal bis zur letzten Minute, um irgendwelche Sachen zu erledigen. Normalerweise haut Busy Bee Lazy T eins über die Rübe und der Käse ist gegessen. Aber über Ostern, da war Lazy T schneller und hat sich so flink auf die Couch gemümmelt, dass Busy Bee bloß noch ziemlich unbeachtet mit einigen imaginären leeren Blättern meiner Masterarbeit wedeln konnte. Und als meine Mama dann meinte, ob Lazy T nicht vielleicht am Wochenende Veilchen aus dem Garten holen und die kandieren will, wann hat Lazy T das wohl gemacht? Ganz genau, Sonntagabend, bei Regen, im dunklen Garten mit einer Taschenlampe :-)

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Kandierte Veilchen sind wunderschön als Deko auf Cupcakes oder Torten und sind ganz leicht gemacht!

Ihr braucht:
20 bis 30 Veilchenblüten (am besten Duftveilchen nehmen, weil die auch etwas Eigengeschmack haben)
1 Eiweiß
Puderzucker

Wie gesagt, ich hab die Blüten einfach im Garten gesammelt und die Stielreste entfernt. Dann das Eiweiß halbsteif schlagen und die Blüten vorsichtig eintunken. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und darauf achten, dass ihr die Blütenblätter etwas auseinander drückt, sonst habt ihr später nur einen Veilchenklumpen. Wenn ihr alle Blüten durch habt, rieselt ihr mit einem feinen Sieb eine feine Schicht Puderzucker darüber und stellt das Blech für mindestens 24 Stunden an einen relativ warmen Ort zum Trocknen. Danach könnt ihr sie einfach in ein Schraubglas geben und ein paar Monate lagern.

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Frisch geschlüpft: Ostereier mit Durchbruch

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In den letzten beiden Wochen hab ich mich rar gemacht – Social Media-Koller vom feinsten. Irgendwie war da dieser Moment, als ich mit Handy und Ipad bewaffnet (Ohja, wir sind hier schon bei Third Screening!) vorm Fernseher saß und mir plötzlich dachte: Ah nee, hab eigentlich grad null Bock, mir härtest überschminkte Size Zero Ladies auf Instagram anzuschauen, die strahlend ihr grünes Detox-Gesöff in die Kamera halten. Oder Fotos vom letzten Luxus-Malediven-Trip von Leuten, die ich überhaupt nicht kenne. Oder mir auf facebook die 1000ste Pro-/Contra-Flüchtlingskrise-Debatte zu geben. Und wo ich so dabei war: Auf Bloggen hatte ich auch keinen Bock. Also hab ich mich stattdessen zwei Wochen übelst über meine perfekten, Zahnspangen-losen Zähne gefreut, war sehr Businesslady-mäßig für einen Tag in Berlin und hab den Herrgott ansonsten einen guten Mann sein lassen (1:1 aus dem Bairischen übersetzt. Im Original hört sich das irgendwie besser an).

Tja, und Anfang der Woche war er wieder da – der Blog-Bock! Mit einem süßen, total easy Oster-DIY :-)

Ihr braucht:
Eier mit brauner Schale, möglichst Größe M oder L
eine Sicherheitsnadel und einen Schaschlikspieß
ein paar Zahnstocher
Dekogras und hübsche kleine Zweige mit Beeren oder Blättern oder so dran
Dekoschmetterlinge zum festknipsen
weißen Faden

Der Rest ist MEGA einfach. Erst mal oben am Ei ein Loch reinbohren – da kommt später euer Aufhänger durch. Dann hab ich mit der Nadel vorsichtig in die Mitte meines Eis ein Loch gebohrt und Stück für Stück von der Schale weggebrochen, bis ich ein schönes großes Loch hatte. Die Ränder müssen nicht allzu regelmäßig sein, soll ja aussehen, als wär unser kleiner gefiederter Freund grad geschlüpft! Eiweiß und Eigelb könnt ihr dann ganz lässig durch das große Loch rausschütteln und euer Ei mit Wasser ausspülen. Falls ihr auch so fiese Stempel auf euren Eiern habt: Die gehen mit etwas Essig und einer Zahnbürste ab oder einfach mit Schmirgelpapier!

Für die Aufhängung hab ich einfach den Faden an ein Stück Zahnstocher gebunden und den Zahnstocher durch das kleine Loch oben gesteckt, sodass er sich von innen schön im Ei verkeilt und die Aufhängung fest ist. Zum Schluss noch euer Ei vorsichtig mit Dekogras und Zweigen befüllen und den Schmetterling an den Rand oder den Faden klipsen :-)

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Mini Gras-Nester für Ostern

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Freut ihr euch auch schon so auf den Frühling wie ich? Ich sag’s euch, wenn ich meinen Blick von meiner total motivierenden Hausarbeit gen Himmel wende und da diese graue, trostlose Masse vor meinem Fenster rumwabern sehe, da könnt ich mich auf der Stelle in mein Bett legen, die Decke über meinen Kopf ziehen und bis April Winterschlaf halten. Wenn mich dann noch ab und an jemand füttern würde, wär’s perfekt! Also: Wenn sich das nach deinem Traumjob anhört, meld dich mal! Und weil ich mich schon so arg auf den Frühling und Ostern freue, hab ich letztes Wochenende einfach mal mit der Oster-Deko losgelegt :-) Die wird bei mir in diesem Jahr eher Feng-Shui-mäßig zurückhaltend-sleek und gefällt mir supergut. Hüstel, neinnein, das ist bestimmt kein Selbstlob oder so!

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Ihr braucht:
Silbernen Basteldraht
getrocknetes Pampasgras mit diesem fedrigen Zeugs vorne dran
Schere und Eier

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Ich steh total auf Pampasgras. Meine Mama bindet daraus immer so kleine Päckchen, die wir dann als Anzünder für unseren Kamin nehmen und lagert die draußen in so einem altmodischen Eisenkorb vor unserer Brennholzwand. Und weil das so schön unperfekt-perfekt aussieht, würde ich am liebsten jedem auf die Finger hauen, der sich an meinem heiligen Körbchen vergreift.

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Okay, zurück zum Thema: Pampasgras ist natürlich auch super zum Basteln und hat echte Nestchen-Top-Qualität! Schnappt ein dickes Bündel (etwa drei Finger dick) Gras und formt daraus vorsichtig einen Ring – Achtung, die Enden müssen ein paar Zentimeter überlappen. Das restliche Gras einfach abschneiden. Wenn euer Gras schon sehr steif und bröselig ist, könnt ihr es auch ein paar Stunden in Wasser aufweichen lassen. Probieren, ob euer Ei schön reinpasst und nicht unten wieder rausplumpst und bindet das Nestchen dann mit dem silbernen Draht zusammen. Dazu hab ich den Draht einfach paar Mal um meinen Kranz gewickelt und am Ende verzwirbelt. Für ein paar Farbtupfer könnt ihr noch hübsche Beeren oder Blüten in den Kranz stecken :-) Fertig!

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DIY Pfingstrosen aus Krepppapier

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Ich liebe ja die perfekte , heile Blogwelt: In der perfekten Blogwelt sind Wohnung, ja ganze Häuser ab dem ersten Tag perfekt und mit ganz viel Stil eingerichtet. Schreibtische sind hippe Orte ohne Zettelchaos, dafür natürlich mit dem neuesten Apple-PC und einem einzelnen Stiftehalter. In den Bücherregalen steht nicht die Shades-of-Grey-Reihe, sondern Bände mit wunderschönem Cover, die perfekt ausgerichtet sind und farbmäßig mit dem Rest der Einrichtung harmonieren. Und auf jedem Tisch stehen wunderschöne, perfekt arrangierte Blumengestecke, frisch vom Floristen.

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Tamis Welt dagegen sind ein winziges bisschen anders aus: Auch nach mehr als 4 Jahren in meiner Wohnung gibt es da noch Ecken, die mich wahnsinnig machen. Auf meinem Schreibtisch befinden sich aktuell 3000 Zettel (unsortiert), drei Stiftehalter, ein halb aufgegessener Salat und total unschicke Uni-Ordner. Meine Bücher sind grellbunt und absolut keines hat ein schickes Cover (dafür mag ich den Inhalt!). Ich bin froh, wenn ich drei Mal im Jahr daran denke, mir Blumen zu holen und wenn sie dann nach einer Woche verblüht sind, bin ich total traurig.

Manche Sachen sind aber tatsächlich in echt genauso schön wie auf einem perfekt inszenierten Blogfoto und dazu gehören meine wunderschönen, ganzjährig haltbaren Pfingstrosen aus Krepppapier.

Dafür braucht ihr:
grünen Blumendraht
zartrosa Krepppapier
durchsichtigen Kleber
dieses grüne Gartentape (sorry, aber ich weiß echt nicht, wie das richtig heißt!)
Schere und Bleistift

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Für eure Pfingstrose braucht ihr zwei verschiedene Blätterformen. Einmal schmal und langgezogen, einmal tropfenförmig. Für die schmalen Blätter hab ich mir einfach ein Rechteck mit den Maßen 2,5 x 7,5 Zentimeter aufgezeichnet und darin mein Blatt gemalt. Für das dickere, tropfenförmige hab ich das gleiche in einem Rechteck mit 4 x 9 Zentimeter gemacht – einfach frei Schnauze, das Blütenblatt muss nicht hundertprozentig symmetrisch sein :-) Die Formen hab ich dann einfach mit Bleistift auf mein Krepppapier übertragen und ausgeschnitten. Jeweils 10 Mal.

Jetzt sehen eure Blütenblätter halt noch ein bisschen zweidimensional aus. Um eine schöne Rundung der Blätter zu bekommen, geht ihr so vor: Nehmt das Blatt mit beiden Händen und legt eure beiden Daumen in der Mitte des Blattes aneinander. Dann zieht ihr vorsichtig nach außen. Bei den großen tropfenförmigen könnt ihr dann noch mit dem Fingernagel vorsichtig den Rand bearbeiten, sodass er ein bisschen gewellt wirkt.

Tja, und dann geht’s auch schon ans kleben: Ihr beginnt mit den schmalen Blättern. Nehmt eins davon, gebt Kleber darauf und wickelt es um euren Blumendraht. Dann etwas versetzt, klebt ihr das zweite fest und immer so weiter, bis ihr noch drei Blätter von den schmalen übrig habt. Die legt ihr erst mal zur Seite.

Jetzt kommen die großen Blätter. Die auch immer etwas versetzt aufkleben, wie das halt bei einer Rose so aussieht. Die äußersten Blätter biegt ihr etwas nach außen – dann sieht es aus, als würde eure Blume bald erblühen. Zum Schluss habe ich noch die übrigen schmalen Blätter angeklebt.

Letzter Schritt: Umwickelt den Blumendraht mit dem grünen Tape und kürzt ihn, falls nötig, etwas. In ein hübsches Gefäß drapieren und willkommen in der perfekten Blogwelt :-) Die marmorierte Goldkanne könnt ihr übrigens auch ganz leicht selber machen und zwar so…

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Kleines {Fimo} Eierkarton-Osternest für große Hasenjäger

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Gestern hab ich was witziges im Fernsehen gesehen: Immer mehr Kinder schreiben einen Wunschzettel an den Osterhasen! Ich hoffe, ja stark, dass es sich dabei um nen merkwürdigen Aprilscherz handelt ;-)

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In meiner Familie gibt’s jedenfalls keine Geschenke und würde ich versuchen, dem Osterhasen einen Wunschzettel zu schicken, würde der wahrscheinlich einfach mit dem Vermerk „Empfänger leider verzogen“ zurück kommen. Nein, nein, bei uns, da dreht sich alles ums Essen. Das geht meistens am Ostersonntag so gegen 11 los. Wieso erst um 11? Weil meine Mama so lange braucht, um alle Köstlichkeiten fertig zu machen! Traditionell brunchen wir am Ostersonntag und traditionell macht meine Oma immer Mini-Schnitzel und Mini-Fleischbällchen, weil ich traditionell kurz nach Weihnachten anfange, dezent darauf hinzuweisen, dass ich die an Ostern auf meinem Teller sehen will. Keiner darf vor dem frühen Nachmittag aufstehen und wenn auch nur ein Fitzelchen auf einem der Teller und Platten übrig bleibt, richten sich vier vorwurfsvolle Augen auf mich (Mama + Oma): „Kind, du hast ja fast gar nix gegessen! Hat’s dir nicht geschmeckt?!“ Egal, wer noch am Tisch sitzt und vielleicht auch nicht so viel gegessen haben könnte, die Frage geht trotzdem an mich. Dann kommt der Osternest-Spaß. Ist auch egal, dass ich 23 und damit sehr, sehr erwachsen bin. Tami geht ein Nest suchen. Dann noch ein schneller Snack (wir waren ja an der frischen Luft – nicht, dass Hunger aufkommt!) und der Sonntag ist rum.

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Tja, und in diesem Jahr dachte ich: Hey, trägst auch mal was zu Ostern bei! Irgendeine nette Kleinigkeit. Was schickes und gleichzeitig Oster-mäßiges. Herausgekommen ist mein wunderschöner Fimo-Eierkarton, den ihr entweder als kleines Nest verwenden oder als tolles Highlight für eure festliche Tafel verwenden könnt!

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Ihr braucht:
Einen Sechser-Eierkarton (Den Teil, in dem normalerweise die Eier stecken
Eine Packung Fimo Air (250g) in weiß
etwas Wasser, ein Messer und eure Pfoten
ein Nudelholz oder zur Not eine Flasche

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Fangt an, indem ihr das Fimo-Zeugs (das ist übrigens einfach lufttrocknende Modelliermasse und fühlt sich wie Ton an) mit einem Nudelholz ausrollt. Nicht zu dünn, nicht zu dick, etwa 2-3mm. Sie muss etwa 5 Zentimeter über euren Eierkarton hinausstehen.

Dann nehmt ihr euren Fimo-Fladen und legt ihn erstmal locker auf den Karton.

Fangt in der ersten Ausbuchtung an und drückt da langsam das Fimo hinein, möglichst so, dass es nicht reißt. Falls doch, keine Panik, das kann man alles ausbessern! Hebt dazu ruhig auch immer wieder das restiche Fimo an und platziert es neu. So arbeitet ihr euch von Loch zu Loch erst mal vor.

Wenn ihr fertig seid, geht es an die Verschönerung. Glättet mit etwas Wasser und euren Fingern die Kanten und Flächen. Schneidet das überstehende Fimo an der Kante des Eierkartons ab und glättet auch diese Kante ein bisschen. Überall da, wo doch ein Riss entstanden ist, könnt ihr einfach ein Stück Rest-Fimo nehmen, es zu einer Kugel formen, flachdrücken und drüber kleben. Mit etwas Wasser schön verstreichen, so dass der Übergang nicht mehr zu sehen ist.

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Wenn alles schön gleichmäßig und glatt ist, stellt ihr das Fimo mitsamt Eierkarton auf eine lauwarme Heizung und lasst es mindestens 16 Stunden einfach stehen. ZUm Schluss löst ihr noch vorsichtig den Eierkarton von der aushärteten Fimo-Form (geht ganz leicht, keine Sorge!), glättet raue Kanten eventuell noch mit etwas Schmiergelpapier und schon ist euer Fimo-Nest fertig :-)

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{DIY} Eierkarton-Osternest mit Serviettentechnik

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Gehört ihr auch zu den Leuten, die alle zwei Sekunden auf „aktualisieren“ drücken, wenn sie auf eine angekündigte Mail oder die Notenbekanntgabe der Uni warten? Ich schwöre es, seit gestern offiziell die Deadline zur Notenbekanntgabe aus dem Wintersemester überschritten wurde, bin ich ein zitterndes Nervenbündel. Kaum hatten die Zeiger meiner Uhr 12 Uhr nachts überschritten, hab ich angefangen, auf meine bösen und unfähigen Dozenten zu schimpfen, die im Gegensatz zu MIR keine Deadline einhalten können. Wehe, ich würde mal ne Arbeit einen Tag zu spät abgeben… Motzmotzmotz! Heute Nacht hab‘ ich dann geträumt, ich hätte vergessen, meine Hausarbeiten einzureichen. Heute Morgen hab ich dem ersten Dozenten eine Mail geschickt, wie’s denn mit meiner Note aussieht. Ja, man könnte sagen, dass ich mich und mein Umfeld übertrieben nerve ;-)

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Wenn man will, dass ich mich wieder beruhige und keinen Heulkrampf bekomme, sollte man ganz schnell zwei Dinge tun: Erstens, mich füttern. Hungrige Tamis sind außer Rand und Band und fangen sehr gerne unkontrolliert zu weinen an. Zweitens: Mir eine Beschäftigung andrehen, die mich ablenkt. Am besten irgendwas mit einem Pinsel, weil ich das (wieso auch immer) total meditativ finde.

Also hab ich nach dem Frühstück angefangen, ein kleines Eierkarton-Osternest zu basteln und das ist so süß geworden, dass ich sogar bereit bin, meinen Dozenten eine Gnadenfrist von..hmmm… sagen wir zwei Stunden einzuräumen. Dann steht die 1,0 aber drin, gelle?! ;-)

Material:
einen Sechser-Eierkarton
Sprühfarbe oder einfach Acrylfarbe und einen Pinsel
eine frühlingshafte Serviette (meine ist von DM und hat stolze 1,20 gekostet)
Serviettenkleber und einen weichen Pinsel
eine Schere
Dekogras und (Schoko-)Eier zum befüllen

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Ich hatte einen 0815-Eierkarton von Edeka, von dem ich einfach das Papieretikett runtergezupft hab. Das ist eure Ausgangsschachtel. Am besten ist es, wenn ihr eine in diesem merkwürdigen grau-beige verwendet und keine grüne :-)

Je nachdem, was ihr lieber mögt, nehmt ihr Sprühfarbe oder ganz normale Acrylfarbe und bemalt euren Karton, sowohl innen als auch außen. Ich hab mich für normale Farbe und Pinsel entschieden und einfach weiß mit einem dunklen pink vermischt, bis ich ein schönes, zartes Rosa hatte. Keiner Tipp: Immer gleich genug Farbe anmischen – wenn euch mittendrin die Farbe aus geht und ihr nachmischen müsst, ist das immer doof!

Lasst die Farbe schön trocknen und macht euch in der Zwischenzeit an eure Servietten. Je nachdem, was ihr für ein Motiv habt, könnt ihr die Serviette flächendeckend aufkleben oder nur einzelne Motive ausschneiden und aufkleben. Ihr müsst dazu nicht super-genau ausschneiden, sondern nur grob den Umriss. Wichtig ist nur, dass ihr nur die OBERSTE, also die bedruckte Lage der Serviette verwendet. Könnt ihr einfach vorsichtig auseinanderzupfen :-)

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Eure Serviettensstücke legt ihr dann da auf den Karton, wo ihr sie festkleben wollt. Mit einem trockenen Pinsel tunkt ihr vorsichtig in den Serviettenkleber und streicht damit dann die Serviette von innen nach außen auf dem Untergrund fest. Dann einfach ein Stündchen in Ruhe trocknen lassen.

Zum Schluss befüllt ihr euer Nest noch mit Dekogras, Eiern und was euch sonst so einfällt und schon ist euer Nest fertig!

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Kleines Oster-DIY: Kalligraphie-Eier

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Kennt ihr die Zeitschrift NEON? Vor vielen vielen Jahren hab ich mir, frisch nach München gezogen, in meiner jugendlichen Dorfnaivität ein Abo aufschwatzen lassen. Seitdem trudelt die Zeitschrift einmal im Monat bei mir ein und blockiert meinen Briefkasten, bis ich sie mit in meine Wohnung nehme und dann doch mal lese. Ganz ehrlich. Ich mag die NEON nicht besonders. Hauptsächlich sind da nackte Menschen auf dem Cover und teils merkwürdige Stories drin, die ich nach der Hälfte dann irgendwie öde finde (Nicht alle, aber der Burner ist die Zeitschrift momentan halt auch nicht). Was ich aber IMMER lustig finde, ist die Rubrik „Was ich nie wieder hören möchte“. Meistens sind das Anwälte oder Barkeeper oder whatever, die dieselbe doofe Frage zum tausendsten Mal hören: „Ähm, sorry, aber ist in dem Mojito Alkohol drin?!“, „Sollen wir uns nach meiner Scheidung mal treffen?“ – sowas halt ;-)

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Und jedes Mal muss ich darüber nachdenken, was für Fragen mir denn megamäßig auf den Wecker gehen:

1. „Tami, was macht denn das Studium?“ – Antwort: Nix besonderes. Weil mir diese Frage grundsätzlich in den Semesterferien gestellt wird und das Studium mir da hauptsächlich nervige Hausarbeiten aufdrückt, die niemals nie irgendwer lesen wird.

2. „Tami, was machst du denn nach deinem Studium?“ – Diese Frage höre ich, seit mein Studentinnen-Hintern zum ersten Mal das blank polierte Holz eines Hörsaal-Sitzes berührt hat. Und: Ich weiß es immer noch nicht. Grundsätzlich natürlich schon. Aber, nein, leider kann ich euch noch keinen Arbeitsvertrag und voraussichtliche Gehaltsabrechnung vor die Nase halten, liebe Freunde und Familie ;-)

3. „Was, du hast du das Kiefer operieren lassen? Ich könnte das ja nicht!“ – Musst du ja auch nicht. Ich hüpfe ja auch nicht in die nächste Pfütze, nur weil du rein fällst :-)

4. „Was ist ein Blog“ – sorry, aber wenn die Frage von einem nahen Verwandten jenseits der 50 (tja, Papa, ein Jahr hast noch) kommt, wechsle ich einfach ganz schnell das Thema und mache einen weeeeeiten Bogen, um alles, was mit Internet zu tun hat ;-)

5. „Wer steht auf und lässt morgens um 8 VOR dem Osterfrühstück die Eier weihen?!“ – Gegenvorschlag: ich male sie an und bleib dafür im Bett!

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Wenn ihr wie ich auch eher der faulen Eier-Anmal-Zunft angehört, sind meine kleinen Kalligraphie-Eier ideal für euch. Dazu braucht ihr nämlich nur:
Eier
Kohlepapier und normales Papier
einen feinen Bleistift
einen weißen oder schwarzen Stift mit dünner Spitze
einen Drucker und meine kleine feine Vorlage: Template

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Nehmt eure Eier, wascht sie schön ab und pustet sie dann aus. Schön gründlich, ihr wollt ja keine Stinkbomben basteln.

Nehmt dann meine spitzenmäßige Vorlage, druckt sie auf ein DinA4-Papier aus und schneidet sie grob aus. Schneidet euch dann ein passendes Stück Kohlepapier zurecht und positioniert das Ganze auf eurem Ei. Also Ei, Kohlepapier, Vorlage.

Malt mit dem Bleistift vorsichtig die Konturen eures Motivs nach. Das Kohlepapier überträgt diese dann auf das Ei.

zum Schluss fahrt ihr sie mit dem weißen oder schwarzen Stift nach und schon habt ihr ein 1a Kalligraphie-Ei :-)

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