Neues Lieblings-Frühstück: Priganice aus Montenegro

Priganice_3_Pearls for Pillows

Leute, ihr werdet es nicht glauben, aber: Ich hab eine geheime Superkraft. Sie nennt sich „Stopf dich mit Pizza, Pasta, Mehlspeisen und Burgern voll, ohne dass dir schlecht wird“. Leider hört die Superkraft beim Thema Gewicht wieder auf, aber hey, nobody’s perfect!

Jedenfalls, als hätten die Montenegriner geahnt, dass ich mit solch krassen Fähigkeiten ausgestattet bin, gab es in unserem letzten Urlaub einfach mal das geilste Frühstück der Welt:  nämlich kleine frittierte (das Zauberwort ist gefallen) Hefeteig-Kugeln mit Honig, Marmelade und so cremigen Ziegenkäse, die sich Priganice schimpfen. Und weil die Dinger einfach MEGA-gut sind, hab ich davon nicht nur meine eigene Portion in einem Affentempo weggemampft, sondern auch noch den Rest auf dem Teller meines Freundes vernichtet. Soll ja schließlich nicht schlecht werden, oder?

Priganice_2_Pearls for Pillows

Ihr braucht:
500g Mehl
ca. 300 ml lauwarmes Wasser
70g Zucker
1 Päckchen frische Hefe
1/2 TL Salz

Gebt das Mehl in eine Schüssel und macht da in die Mitte eine Mulde rein, in die ihr Hefe, Zucker und etwa 2 – 3 Esslöffel warmes Wasser gebt. Dann deckt ihr die Mulde mit ein wenig Mehl (wirklich nur leicht drüberstreuen) zu, legt ein frisches Küchentuch über die Schüssel und lasst den Teig eine halbe Stunde an einem warmen Ort stehen.

Dann gebt ihr das Salz und nach und nach das übrige Wasser hinzu und knetet den Teig kräftig durch. Tja, und das dauert – fertig ist er erst, wenn er von alleine aufhört, an der Schüssel (und euren Fingern) zu kleben. Außerdem sollte sich der Teig wie eine warme Frauenbrust (sorry, alte Familienweisheit) anfühlen. Im Anschluss deckt ihr euren Teig wieder zu und lasst ihn nochmal etwa 30 Minuten gehen.

Wenn der Teig schließlich schön aufgegangen ist, formt ihr mit der Hand kleine Kügelchen. Am besten nicht zu groß, der Teig geht beim Frittieren nämlich nochmal etwas auf. Ich hab mir den Teig immer mit einem großen Esslöffel (gut gefüllt) abgestochen, so werden die Bällchen ungefähr gleich groß. Während ihr die Fritteuse anwerft, die Bällchen nochmal kurz 5 Minuten gehen lassen und dann geht es ab ins heiße Fett. Von allen Seiten schön goldbraun brutzeln, abtropfen lassen und nonch warm mit Honig, Marmelade und Ziegenkäse futtern :-)

Priganice_1_Pearls for Pillows

Werbeanzeigen

Easy Nutella-Frucht-Hörnchen {oder: La Vie Française}

Nutella-Hörnchen_1_Pearls for Pillows

Da stand ich gestern Abend einsam und verlassen in meiner Küche und musste plötzlich an merkwürdige Essens-Gäste denken, die einem traditionell im Dezember so begegnen.
Wenn’s um Essen geht, sag ich ja immer wieder das gleiche: „Oh Mann, sieht ja klasse aus! Probieren? Ah nee danke, Zahnspange, du weißt schon…“. Tja, die Wunder der modernen Zahnmedizin. Kaum 24 und schon darf ich wieder wie ein Kleinkind essen. Aber was sagen Gäste, die diese fantastische Ausrede nicht parat haben? Was für Dinner-Gäste laufen einem in der freien Wildbahn denn so über den Weg? (Für’s Rezept einfach nach unten scrollen!)

Typ 1: „Entschuldige, aber ist da XYZ drin?“
Diese Gäste sind super-verlässlich, denn wenn du dich auf eine Sache verlassen kannst, ist es die: Irgendeine Zutat in deinem Essen mögen sie grundsätzlich überhaupt nicht und wenn es nur weißer statt schwarzer Pfeffer ist. Gerne begleitet wird obiger Satz mit einer Hand auf deiner Schulter, einem leicht verständnis-/vorwurfsvollen Blick und dem Zusatz „Das hab ich doch schon mal erzählt, weißt du nicht mehr?“.
Einfach ignorieren und ein Butterbrot anbieten.

Typ 2: „Mensch, da schüttel ich doch mal meine voll erfundenen Lebensmittelallergie aus dem Ärmel!“
Noch besser als Typ 1 ist Typ 2, denn er vermittelt dir nicht nur ein schlechtes Gewissen, sondern gleich das Gefühl ihn halb umgebracht zu haben. Vor allem in der Weihnachtszeit kommen da jedes Jahr die abgefahrensten „Allergien“ zum Vorschein: „Oh Mann, jetzt wo ich meinen Teller halb aufgegessen hab und es mir irgendwie nicht schmeckt, fällt mir doch wieder ein, dass ich ne total krasse Allergie gegen Schwein hab! Aber konntest du ja nicht wissen…“.
Einfach ignorieren und ein Butterbrot anbieten.

Typ 3: „Eigentlich bin ich ja veganer, aber heute mach ich mal ne Ausnahme…“
Dieser Typ Gast ist doppelt nervig, denn nicht nur, dass du umsonst für ihn ganz alleine was anderes gekocht hast, nein, er erklärt dem versammelten Tisch auch gerne und ausführlich die Vorzüge des tierlosen Lebens. Und stopft sich währenddessen munter das Tiramisu mit Eigelb rein.
Nacktes Brot in recycelbares Brotpapier packen und vor die Tür setzen.

Typ 4: „Hey, das war echt lecker, aber nach zwei Gabeln bin ich schon super-satt!“
Ich war für dich einkaufen, ich hab stundenlang für dich gekocht und ich muss das ganze Geschirr im Anschluss per Hand in meiner Winzküche spülen – ISS GEFÄLLIGST DEINEN SCHEIß TELLER LEER! Gekochtes Reiskorn als Reiseproviant einpacken. Aber nur eines.

Typ 5: „Hoppla, jetzt hab ich schon zuhause was gegessen…“
Diesen Typ Essensgast gibt es immer wieder und er ruft in meinem Kopf immer den gleichen Gedankengang hervor: „OMG, ihm hat’s beim letzten Mal nicht geschmeckt und jetzt nimmt er so ne billige Ausrede! Oder noch schlimmer, er ist nicht satt geworden!!! Waaaaahhhh!“. In der Regel ist dieser Typ Gast einfach nur mega-verpeilt und freut sich, da meistens männlich, auch über ein zweites Abendessen.
Reste einpacken und mit heim geben. Tupper-Ware nachdrücklich zurückfordern.

Nutella-Hörnchen_2_Pearls for Pillows

Und weil wir jetzt alle von dem langen Text schwer geschafft sind, gibt’s ein paar ganz easy Schokocroissants, die sogar euer nervigster Frühstücksgast lieben wird.

!!!REZEPT!!!
Ihr braucht:
Fertigen Croissant-Teig aus dem Kühlregal
Nutella
Bananen, Erdbeeren, Heidelbeeren oder für die ganz ausgefallenen Physalis
, in kleine Stückchen schneiden

Rollt den Croissant-Teig aus und schneidet ihn in gleiche lange Dreiecke. Am breiten Ende macht ihr mittig noch einen etwa 3cm langen Schnitt zur Spitze hin rein und gebt direkt am Ende des Schnitts einen schönen Klecks Nutella und ein paar Fruchtstücke rein. Dann aufrollen, die beiden Enden halbmondmäßig nach innen biegen und für10 Minuten bei 200 Grad Ober-/Unterhitze in den Backofen. Abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen oder mit etwas geschmolzenem Nutella mit einer Gabel Fäden ziehen. Yummie!

Nutella-Hörnchen_3_Pearls for Pillows

French Toasties oder: Nieder mit der Fastenzeit

French Toast_3_Pearls for Pillows

Ehrlich: Mit der Fastenzeit und dem Verzicht hab ich’s nicht so. Während mein Papa gestern (an seinem Geburtstag) ganz brav nur Fleisch-freies Futter serviert hat, gab’s bei mir die sündigste, absolut leckerste Süßspeise auf Gottes lieber Erde. Und mal ernsthaft: Hätte der liebe Gott gewollt, dass es am Aschermittwoch keine köstlichen kleinen French Toasties gibt, hätte er ja auch bloß das Ahorn-Sirup ausgehen lassen brauchen :-) Daran wäre mein Essensplan nämlich auch fast gescheitert – dank abartig ausgeprägter Trotzreaktion bin ich dann halt um 7 während meiner Joggingrunde doch noch in nen anderen Laden geflitzt und siegessicher die letzten zwei Kilometer mit meiner Ahornsirup-Flasche in der Hand heim gerannt.

Jetzt kommt’s aber, das heiß ersehnte Rezept. By the way: Ich sag ja öfter, dass irgendwas hammerlecker usw. ist – aber diese kleinen Dinger setzen dem ganzen echt die Krone auf. Macht euch ruhig ein paar zu viel und wärmt sie euch zum Frühstück in der Mikrowelle auf – ich sag’s euch, ein TRAUM!

Ihr braucht (für dos hungrige personas):
1/2 Baguette oder Wurzelbrot (ich hatte letzteres)
3 Eier
1 EL Zimt
3 EL Zucker
1 Fläschchen Vanillearoma
Ahornsirup
Puderzucker
Öl zum Braten

Und schon geht’s los: Schneidet euer Baguette in etwa 1 cm dicke Scheiben.

Gebt Eier, Zimt Zucker und das Aroma in einen Schüssel und verquirlt alles schön miteinander. Gebt die Masse dann am besten in eine breite, flache Schüssel und legt eure Baguette-Scheiben rein. Die dürfen sich ruhig schon voll saugen! Nach ein paar Minuten wenden, damit auch die andere Seite was abbekommt :-)

In der Zwischenzeit gebt ihr einen guten (nicht sparen!) Schuss Öl in die Pfanne und erhitzt es auf mittlerer Stufe. Wenn ihr gleich volle Pulle loslegt, habt ihr nach zehn Sekunden ein schwarzes Holzkohlebrikett ;-) Sobald das Öl heiß ist, legt ihr vorsichtig eure Baguettescheiben in die Pfanne und brutzelt sie, bis sie von beiden Seiten schön goldbraun sind.

Lasst sie auf einen Küchentuch noch etwas abtropfen und serviert sie dann noch schön warm mit Puderzucker und Ahornsirup! Ein Gedicht :-)

French Toast_1_Pearls for Pillows

Mjaaaammm – Bratapfel {Frühstücks-} Smoothie

Winter-Smoothie_1_Pearls for Pillows

Wusstet ihr, dass ich zaubern kann? Ich kann nämlich hellsehen. Waaaaas? Oh mein Gott, gibt’s ja gar nicht! Gut, ich geb’s zu, nicht so wirklich gut, aber ich bin ja auch noch Anfänger. Bis jetzt reicht mein magisches Auge ungefähr bis morgen Früh. Und jetzt kommt’s: Ihr werdet morgen früh mit einem spitzenmäßigen {Frühstücks-} Bratapfel-Smoothie am Frühstückstisch sitzen und nie wieder was anderes frühstücken wollen. Na, beeindruckt? ;-)

Winter-Smoothie_4_Pearls for Pillows

Damit sich meine Prophezeiung aber auch wirklich erfüllen kann, braucht ihr natürlich noch ein paar leckere Kleinigkeiten:

1 Banane
1 Apfel
1 Becher griechischer Joghurt
1 Teelöffel Zimt
2 Esslöffel Mandelplättchen oder Haferflocken
etwas Honig
Milch

Winter-Smoothie_3_Pearls for Pillows

Ihr wisst ja, wie das mit Smoothies so ist… Genau, sie gehen mega schnell, sind kinderleicht und machen mit Glück auch noch lange satt. Damit ihr diesen kühlen, typischen Smoothie-Effekt bekommt, steckt die Banane über Nacht in den Gefrierschrank! Morgen früh dann alles mit einem Stabmixer pürieren und so lange Milch hinzugeben, bis ihr die (für euch) richtige Konsistenz bekommt :-)

Winter-Smoothie_2_Pearls for Pillows

Probier doch mal…Chia (Pudding)

Chia-Pudding+Chia-Samen

Essenstechnisch gesehen bin ich vielleicht nicht das beste Vorbild, das man sich so auf Gottes weiter Erde aussuchen kann. Weil: Ich esse zwar hin und wieder dieses merkwürdige grüne Zeug und O-B-S-T, aber noch lieber mag ich alle Arten von komischen Kinder-Nahrungsmitteln. Meine Favoriten: Cini Minis, Milchschnitte, Knoppers, Bärchen Aufschnitt, Mc Cain Pommes in Smiley-Form und Chicken Nuggets (die ich letztens in Dino-Form entdeckt hab… I like!).

Blöderweise ist das wohl auch das Essen, das zu frühzeitiger Verfettung, Diabetes und vorzeitigem Herzinfarkt-bedingten Ableben führt. Nicht so geil! Auf Pinterest findet man ja die komischsten Dinge. Und – zack – schon war die Idee in meinen Kopf und ich wollte, nein MUSSTE unbedingt diese dubiösen Chia-Samen ausprobieren. Die gehören neben den Super-Verjüngungs-„Goji“-Beeren nämlich zum „Superfood“ und sollen super-mega-ober-hammer-mäßig gesund und total vielfältig einsetzbar sein. Mit total viel Kalium, Kalzium, Omega 3 und 6, Antioxidantien und noch ne Menge andrem Zeugs, das jung, schön und fit machen soll.

Also ins Reformhaus gestiefelt, mir ein 500g-Päckchen schwarzer Chia-Samen und ungesüßte Mandelmilch geholt und daheim sofort damit gespielt. Ich hab in den letzten Tagen eine Menge Rezepte gelesen und experimentiert und herausgekommen ist letztendlich ein super-leckerer UND gesunder Frühstücks-Schoko-Chia-Pudding. Bevor ihr jetzt los rennt und euch dieses (echt ziemlich teure Zeug) besorgt:

Chia-Pudding+Chia-Samen2

Wie schmeckt das?
Seien wir mal ehrlich. Die Samen an sich schmecken nach nix. Aber in Milch oder auch Saft gerührt, nehmen sie unglaubliche Mengen an Flüssigkeit auf und übernehmen auch den Geschmack.

Wie fühlt sich das so an?
Die Samen an sich sind etwa so groß wie Sesam-Körner und in schwarz und weiß erhältlich. Drinnen ist in beiden Versionen das Gleiche. Gibt man die Samen in eine Flüssigkeit, saugen sich die Samen damit voll und bekommen dann eine ziemlich witzige Kaviar-ähnliche Konsistenz. Lässt man das Gemisch über Nacht in Ruhe, wird das Ganze dann sehr Pudding-ähnlich und der Popp-Effekt ist auch wieder weg.

Wie isst man das?
Ihr könnt die Samen einfach in euer Müsli geben, Pudding daraus machen oder sogar damit backen. Auch, wenn euch die eine Variante also nicht so schmeckt, werdet ihr die Dinger trotzdem ganz gut los ;-)

Chia-Pudding_1

So, jetzt aber das Rezept:

Für den Pudding braucht ihr
200 ml (Mandel-, Reis-, Soja-) Milch
2 Esslöffel Chia-Samen
etwas Zucker (etwa einen halben Esslöffel)
2 Esslöffel ungesüßtes Kakao-Pulver

Optional dazu noch:
1 Becher griechischer Joghurt
Knuspermüsli
kleingeschnittenes Obst und
einen Löffel Marmelade als Topping

Meine Version ist mit Mandelmilch, einfach weil ich das mal probieren wollte und kein Freund der Kuhmilch bin (O-Ton Mama: „Milch ist was für kleine Kühe und nicht für große Menschen!“). Hat gut geschmeckt, kann ich mich nicht beklagen. Nach Mandeln halt ;-) Mischt dann in die Milch eure Samen, den Zucker und den Kakao und rührt das alles schön durch, bis keine Klümpchen mehr drin sind. Falls euch die Masse noch nicht süß genug ist, noch etwas Zucker dazu und dann das Ganze für etwa 8 Stunden in den Kühli. Am besten also abends vor dem Schlafen machen!

Tadaaa, am Morgen ist daraus dann tatsächlich Pudding geworden. Darauf gebt ihr euren Joghurt, das Knuspermüsli, Obst und die Marmelade und schon seit ihr für den Tag gerüstet. Chia macht übrigens auch ziemlich lange satt und bewahrt vor unkontrollierten Fress-Attacken :-)

Let the sunshine in – Mango Smoooooooothie

Mango-Smoothie2

Ich hab mal in einer WG gelebt. Für so gefühlt 10 Minuten. Mit meiner besten Freundin. Was soll man sagen? Die WG war so ziemlich die dümmste Idee, die wir hatten (und wir hatten wirklich viele dumme Ideen) und wir sind nach gerade mal vier Monaten auch schon wieder auseinander gezogen, sagen wir mal, etwas genervt von der jeweils anderen ;-) Aber eine der besten Erinnerungen an diese Zeit ist für mich immer dieser unglaublich leckere Mango-Smoothie, den uns ihr Freund eines schönen Sommermorgens zum Frühstück gemixt hatte – einfach cremig, fruchtig und frisch, quasi die Sonne auf der Zunge.

Und mehr als zwei Jahre später? Gibt’s zwar die WG nicht mehr, dafür aber immer noch unsere Freundschaft und den coolen Freund mit dem Mango-Smoothie :-)

Mango-Smoothie1

Was braucht ihr für meine hammer Fruchtbombe?

1 Dose in Scheiben geschnittene Mangos (Gibt’s auch bei Edeka, macht auch nix, wenn die gesüßt sind!)
200 ml (frisch gepressten) Orangensaft
3 Esslöffel Naturjoghurt
etwas Honig zum nachsüßen

Und dann folgt die unglaublich schwierige Zubereitung: Einfach alle Zutaten in einen hohen Becher geben und mit dem Pürierstab gut durchmixen. In ein Glas gießen und gleich genießen!

P.s.: Bussi an Tuan und Sarah, die gerade in China kleine Pandabären belästigt!