{Grillbeilage} Ziegenkäse-Kräutersalat

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Sobald sich auch nur ein fitzeliger Sonnenstrahl durch die graue Wolkendecke wagt, pilgern die Münchner an die Isar zum Grillen. Ernsthaft, ich hab Leute schon zu jeder Jahreszeit am Flaucher gepflegt einen August (die liebevolle Bezeichnung für das Münchner Augustiner Bier) zischen und ein paar Würstchen auf den Grill schieben sehen. Und die Nackerten sind sowieso das ganze Jahr über da und pflegen ihre lederfarbene Bräune – von nix kommt nix, gelle? ;-)

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Auf dem Weg von der Ubahn bis zur Isar sieht man auch immer schön die Rollenverteilung in den Gruppen: Die Jungs schleppen Grill und Kohle, vieeeel Fleisch, Bier und vielleicht ein Brot und außerdem komische Geräte, mit denen sie die gesamte Gegend beschallen. Die Mädchen tragen Decken, Teller, Besteck, Servietten und große Schüsseln mit sorgfältig geschnippeltem Salat und Gemüse, von dem die Jungs nicht mal den Namen kennt. Am Ufer angekommen, lagern die Jungs dann erst mal superprofessionell ihr Bier in der saukalten Isar (in Sichtweite zum Grillplatz, schön standfest und gleichzeitig nicht im stehenden Wasser…) und werfen zu gefühlt 20st den Grill an („Nee, du musst da fächern!“ „Alter, mehr Anzünder!“ „Ich sag doch, die Kohle ist feucht“…), während die Mädels den perfekten Lagerplatz bauen und die Jungs diskutieren lassen. Weil das mit dem Feuer und dem Grillen und so meistens ewig dauert und meine Zucchini sowie grundsätzlich als allerletztes auf den Grill kommen, stopfe ich mich in der Zwischenzeit schon mit Salat und Brot voll und bin dann immer schon pappsatt, wenn nach gefühlt drei Stunden das erste Stück Fleisch den Grill verlässt. Aber egal, denn mein feiner Ziegenkäse-Kräutersalat à la Mama ist sowieso viel besser als euer Fleisch, Jungs ;-)

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Ihr braucht:
Jeweils einen Bund (eine gute Handvoll) Bärlauch, Petersilie, Basilikum, Schnittlauch und Lauchzwiebeln
etwa 400g Champignons (weiß oder braun)
ein Päckchen Ziegenkäse
Olivenöl, Salz, Pfeffer und Essig zum Abschmecken

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Der Salat geht kinderleicht: Schnippelt alle Kräuter ganz klein, Schnittlauch und Lauchzwiebeln in Ringe und vermengt alles in einer Schüssel. Die Champignons putzt ihr und viertelt sie. Dann bratet ihr sie in der Pfanne an, würzt sie mit Salz und Pfeffer und gebt sie zu den Kräutern. Zum Schluss würfelt ihr den Ziegenkäse und mischt alles gut durch. Mit Essig, Öl, Salz und Pfeffer abschmecken und losfuttern.

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Finaler Grill-Countdown: Selbstgemachte Kräuterbutter

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Im Sommer ist bei uns Grillzeit. Also nicht bei mir in meiner miefigen kleinen Stadtwohnung, sondern da, wo’s am schönsten ist: Zuhause bei Mama. Und wie’s zuhause bei Mama halt so ist, gibt’s da nix Fertiges aus der Plastiktüte. Nenene, da wird schon alles mit Liebe und Schweiß gemacht! Seit Jahren macht meine Mama deshalb auch schon unsre Kräuterbutter selber. Mit Kräutern frisch aus dem Garten und mucho Knoblauch, damit sich die Kollegen am Montagmorgen auch so richtig freuen ;-)

Jetzt sind wir mal ehrlich: Klar kann man auch einfach fertige Kräuterbutter kaufen! Aber so richtig hausgemacht? Da kommt nix ran! Vor allem, wenn ihr wie ich, nicht nur einfach Kräuter in die Butter matscht, sondern sogar noch DIE BUTTER selber macht!!! Naaa, challenge accepted? ;-)

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Ihr braucht:
2 Becher Schlagsahne
eine Zitrone
Salz
1 Knoblauchzehe
Schnittlauch
Petersilie
Thymian

Um die Butter zu machen, müsst ihr eigentlich nur eines machen: RÜHREN!!! Gebt die Sahne in ein hohes Gefäß, schnappt euch ein Rührgerät und rührt los. Rühren, rühren, rühren. Irgendwann kommt der magische Moment, an dem sich die Butter von der Flüssigkeit löst. Dann fischt ihr euren Butterklumpen aus der Flüssigkeit, drückt sie vorsichtig mit der Hand aus und stellt sie in einem Schüsselchen für eine Stunde in den Kühlschrank.

Tja, und der Rest geht pippi-leicht: Knoblauch und Kräuter kleinhacken und über die kalte Butter geben. Einen Spritzer Zitronensaft dazu und etwas Salz und dann mit einer Gabel vorsichtig durchmengen. Probieren und eventuell nochmal etwas nachsalzen.

Bis zum Grillen schön kalt stellen und beim Essen bei jeder Gelegenheit erwähnen: „Die Kräuterbutter hab ich übrigens selber gemacht. JA, auch die Butter…“. Bin ich cool oder was? ;-)

Wenn ihr noch eine passende Grillbeilage braucht, probiert doch mal diese hammermäßigen eingelegten Champignons!
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Grill-Fest: Eingelegte Champignons

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Seit vielen Jahren (naja, seit 4, aber das sind immerhin … Kram nach dem Taschenrechner … gute 17 Prozent meines Lebens) begleitet mich EIN Kochbuch bei all meinen kulinarischen Wagnissen. „Ich helf dir kochen“, geschrieben von zwei mittlerweile recht betagten Damen, die in der Küche aber sowas von rocken und dem lieben Küchendeppen auf knapp 550 Seiten ordentlich zeigen, wie man den Kochlöffel schwingt. Liebe Eltern, sollten eure Kinder demnächst das elterliche Nest verlassen, macht es wie meine Mama und schenkt ihnen dieses Buch! Ich schwöre, es gibt kein Gericht, kein Kraut, keine Garmethode, die da nicht drin steht!

Kennt ihr das, wenn ihr irgendwo essen seid und euer Essen so hart genial ist, dass ihr es zuhause unbedingt nachkochen wollt? Und ihr nicht den leisesten Schimmer habt, wie? Dann guckt ihr in das schlaue Buch und werdet -tadaaaa- mit einem köstlichen Rezept für selbstgemachte eingelegte Champignons belohnt. Die schmecken nämlich wahnsinn in einem knackigen Salat oder einfach nur so zu einem schönen Stück Grillfleisch!

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Ihr braucht:
125 ml Essig (ich hatte weißen Balsamico)
2 TL Salz
2 TL Zucker
1-2 Knoblauchzehen (gehackt)
Pfeffer, Thymian und getrocknetes Basilikum
etwa 150 ml Olivenöl
500 g Champignons

Los geht’s, indem ihr eure Champignons erst mal putzt. PUTZT, nicht wascht – also einfach vorsichtig die Erdreste mit eine Bürstchen und einem Küchentuch abrubbeln und falls nötig, die Stängel stutzen.

Dann gebt ihr den Essig mit dem Salz und dem Zucker in den Topf und lasst das Ganze aufkochen. Kleiner Tipp: Macht besser das Fenster auf, das stinkt echt mies ;-) Sobald die Brühe kocht, gebt ihr portionsweise die Champignons mit rein und dünstet die so 4 bis 5 Minuten darin. Herausnehmen und ein paar Minütchen auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Zum Schluss gebt ihr die Champignons in ein verschließbares Glas oder eine Schüssel, gebt die Kräuter, den Knoblauch und ein wenig Pfeffer dazu und gießt zum Schluss das Öl darüber. Dabei unbedingt gucken, dass die Champignons komplett mit Öl bedeckt sind!

Zwei Tage im Kühlschrank marinieren lassen und fertig! Die Champignons könnt ihr in ihrer Ölmarinade übrigens auch ein paar Wochen im Kühlschrank lagern :-)

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Picknick-Besteck im Ombré-Look

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Meine liebste Lieblings-Jahreszeit ist der Sommer. Wahrscheinlich weil er sich so selten blicken lässt und deshalb gleich doppelt so begehrenswert wirkt! In die paar Tage, in denen es dann wirklich mal schön heiß ist, versuche ich dann alles an draußen-Beschäftigungen reinzuquetschen, was geht. Sonnenbaden, in die lausig kalte Isar springen, die Nackerten im Englischen Garten beobachten und – natürlich – in den Biergarten gehen! Ein Sommer ohne Biergarten, sorry meine Freunde, ist in Bayern kein echter Sommer. Jetzt haben die bayerischen Biergärten eine lustige und ziemlich praktische Tradition: Mitgebrachte Getränke müssen draußen bleiben, dafür könnt ihr so viel Futter mitbringen, wie ihr lustig seid! Einen echten Biergarten erkennt ihr übrigens an den Kastanien – keine Kastanienbäume, kein Biergarten! ;-)

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Ich persönlich bin ja faul. Schlepp-faul. Und deshalb hab ich auch nicht die geringste Lust, mein sau-schweres Besteck zum (Biergarten-) picknicken durch die Stadt zu schleppen. Da trödle ich also durch den Depot meines Vertrauens und finde dieses schnuckelige Holzbesteck. Quasi zur Brotzeit geboren! Noch ein kleines bisschen aufgemotzt und dann kann er kommen, der bestimmt total hammermäßige Sommer 2015 :-)

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Ihr braucht:
Holzbesteck (meines war von Depot)
Holzbeize
einen Pinsel
Einmalhandschuhe

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Seit meiner Kindheit steh ich auf Holzbeize. Das Pulver bekommt ihr mega-billig im Baumarkt – je nach dem, mit wie viel Wasser ihr das Pulver verrührt, wird auch die Färbekraft. Also wenig Wasser, viel Färbung – viel Wasser wenig Färbung. Auch ganz wichtig: Die Beize färbt sehr gerne poröse Oberflächen und ganz besonders gerne Hände! Also immer schön Einweghandschuhe anziehen und eine Unterlage benutzen, die etwas Farbe abbekommen darf ;-)

Fangt mit dem hellsten Farbton an. Stellt euch Wasser bereit und gebt nur etwas von dem Pulver hinein, bis ihr die richtige Farbe bekommt. Schön auf euer Holzbesteck pinseln und ein paar Minuten einziehen lassen. Dann gebt ihr wieder etwas Pulver in euer schon angefärbtes Wasser und pinselt die dunklere Schattierung etwas versetzt zur ersten. Und immer so weiter. Eigentlich total easy! Zum Schluss lasst ihr euer Besteck noch etwa eine Stunde trocknen und fertig!

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