Oh Molly Mallone – Welcome to Dublin

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Seien wir mal ehrlich: Irland, das war für mich dieser sympathische grüne Fleck links von England, bekannt für seine Butter, viele viele Rothaarige und einen Pub an jeder Ecke, in dem natürlich nur Guinness ausgeschenkt wird. Die Hälfte dieses wirklich umfangreichen Wissens hab ich übrigens allein schon aus dem einen Roman (Angela’s Ashes), den ich mal während meiner Schulzeit gelesen hab. Und jetzt, nach vier Tagen Dublin? Bin ich quasi schon echter local ;-)

Baby, it’s cold outside
Leute, auch wenn ihr euch quasi sofort als Touris outet – vergesst bloß nicht eure dicke, kuschlige Winterjacke und einen Schirm. Während es bei uns in Bayern schon Temperaturen jenseits der 10 Grad-Marke hatte, herrschten in Dublin lauschige und überhaupt nicht windige drei Grad. Plus Regen. Plus Hagel. Und natürlich hat in der ersten Nacht die Heizung in unserem Apartment/total süßen Häuschen erstmal nicht funktioniert ;-) Allerdings: Genauso schnell wie das miese Wetter kommt, geht es auch wieder und plötzlich steht ihr da, sonnengeblendet!

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Time for a picknick
Wenn dann die Sonne scheint (oder eine Wolke ein bisschen heller aussieht als die anderen), knallt sich der nette rothaarige Durchschnittsire erst mal in den Park. Die sind in Dublin meistens relativ klein, gerne in der Nähe einer Kirche gelegen und wirklich super-grün und wunderhübsch angelegt. Meine Favorites sind das St. Stephen’s Green (wo mich eine fiese Taube angefallen und sich einfach auf meine Schulter gesetzt hat) und der Merrion Square, wo sich Oscar Wilde auf einem riesigen Granitfelsen fläzt.

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The early bird catches the worm
Ich weiß nicht so genau, wie die Iren das arbeitstechnisch und so hinkriegen, aber: Um spätestens 17 Uhr ist Schicht im Schacht und der Ire im Pub. Der berühmt-berüchtigte Temple Bar District? Um 17 Uhr knallevoll. Jeder andere Pub in der Stadt? Um 17 Uhr knallevoll. Aber kein Problem, schiebt euch einfach rein und wartet geduldig – normalerweise dauert es nicht lange und irgendwo wird ein Plätzchen für euch frei. Auch super: In beinahe jedem Pub gibt es Live-Musik und leckeres irisches Essen! Favoriten: The Brazen Head (angeblich der älteste Pub Irlands) und The Snug Bar mit HAMMER Musik. Und keine Sorge vor der Sperrstunde um 23 Uhr: Die ist in Dublin mehr so ein theoretisches Konstrukt.

Never call them ENGLISH
Wer zum ersten Mal nach Irland kommt, die merkwürdigen UK-Steckdosen, links fahrende Autos und diese total-schmalen-dafür-unglaublich-steilen-Treppen in den winzigen Häuschen aus Backstein sieht, ja, der könnte eventuell auf den Gedanken kommen, er ist aus Versehen in England gelandet. Dabei ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht: Nicht nur, dass bei einem Irish Breakfast keine Baked Beans dabei sind, auch die Straßenschilder und überhaupt alles ist auf Englisch UND Gälisch. Und mit Euro zahlen könnt ihr auch ;-)

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Und weil ich weiß, dass mich Christian, der unsere Reise quasi allein mit meiner Buddine Rocky gemanagt hat, für immer aus seinen Gebeten ausschließt, wenn ich das jetzt nicht schreibe: Schaut unbedingt ins Guiness Storehouse. Ich mag keinen Guinness und fand’s trotzdem super und konnte gar nicht fassen, dass wir vier (!) Stunden in dieser crazy Guinness-Welt waren! Am besten ist die rundum verglaste Gravity Bar, von der ihr einen wahnsinns Blick auf die Stadt habt!

Übrigens: Keine Ahnung, wer die Molly Mallone wirklich war, aber ihrer Statue haben die Leute in Dublin ständig die Brüste betatscht.

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{TTT – Tami’s Travel Tips} London for free

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Würde man mich fragen: „Hey Tami, welche Nation ist dir denn nach Deutschland die liebste?!“, würde ich höchstwahrscheinlich mit verzückten Gesicht „Die Engländer“ brüllen. Also abgesehen von Österreich natürlich ;-) Die Engländer stehen mega auf Ordnung („Sorry, but this is a queue!“), lieben getoastetes Weißbrot und frittiertes Futter und sind jederzeit bereit, im Pub bei einem Bierchen über (deutschen) Fußball zu diskutieren. Cider wird wie Cola in Dosen im 24h-Supermarkt verkauft und Sonntag ist nicht dieser merkwürdige Zwischentag zwischen Wochenendshopping und Arbeit. Busse sind grundsätzlich double-decker und wenn man mitfahren will, muss man dem Fahrer brav winken.

Einziger, dicker fetter Minuspunkt: Vor allem London ist ja mal schweineteuer! Tower of London: 24,50 Pfund, Westminster Abbey 20 Pfund, Madame Taussad’s 33 Pfund. Oh yeah, da schlackern einem die Ohren – besonders, wenn man ein gebeutelter Student oder aber eine ganze Familie ist! Wir (mein werter Freund und ich) haben uns aber quasi als Ritter Lancelot der Budget-Urlauber aufgemacht, die besten Attraktionen for free ausfindig zu machen, auf dass euch London ebenso gefallen möge, wie es uns in Verzückung versetzte, my Ladies and Lords.

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Budget-Tipp #1: Changing the Guard
Wenn ihr euch so richtig Touri-mäßig fühlen wollt, besucht die Changing the Guard Ceremony am Buckingham Palace. Absolut for free könnt ihr den Wachwechsel vor’m Buckingham Palace beobachten, mit marschierenden Soldaten, Musik und Pferden. Das Spektakel dauert über eine Stunde und am besten ihr seid auch schon etwa eine Stunde früher da und sucht euch ein schönes Plätzchen! Los geht’s in den Sommermonaten täglich um 11:30 Uhr! Infos findet ihr auf der Website der Army :-)

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Budget-Tipp #2: Hyde Park – Speaker’s Corner
Direkt um die Ecke von Buckingham Palace liegt der Hyde Park. Der sieht dem Englischen Garten in München verdammt ähnlich – sprich viel Grünfläche und Bäume ohne verkünstelnde Elemente wie Blumen oder so ;-) An schönen Tagen (also alles über 15 Grad und nicht Regen) liegen hier die Londoner und lassen sich die Sonne auf den Pelz scheinen. Wandert ihr in die nördliche Ecke des Parks Richtung Marble Arch, kommt ihr schließlich zum Speaker’s Corner. Hier dürfen sich Leute seit 1872 öffentlich über ihre Lieblingsthemen auslassen, je nach Thema vor mehr oder weniger großem Publikum ;-) Streng verboten sind Reden über die Königin und die Royal Family. Am besten sonntags hingehen – an den übrigen Wochentagen geht hier nämlich meistens gar nix ab.

Budget-Tipp #3: Westminster Abbey – Evening song
Wenn ihr in die Westminster Abbey und auch noch den Chor völlig umsonst hören wollt, besucht den evening song! Der findet für gewöhnlich jeden Abend um 17 Uhr statt und dauert etwa 45 Minuten. Aber Achtung: Der evening song ist eine Messe: Wild rumknipsen und dann wieder rausrennen ist also nicht! Lasst euch aber nicht abschrecken! Auch für kleine Atheisten wie mich ist der evening song ein tolles Erlebnis und definitiv keine Zeitverschwendung! Also, 17 Uhr Westminster Abbey, Codewort am Eingang „Evening song!“ :-)

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Budget-Tipp #4: Camden Lock
Etwa eine halbe Stunde, bevor ich gen Flughafen aufgebrochen bin, meinten meine Kolleginnen: „Tami, du musst UNBEDINGT auf diesen tollen Markt!!! Geiles Essen, tolle Location, lass dir das nicht entgehen!“. Tatsächlich gehört der Nachmittag in Camden Lock zu den schönsten Erinnerungen meiner Reise :-) Ein riesiger, teils in uralten unterirdischen Stallungen gelegener Markt mit frischem, mega-leckerem Streetfood aus aller Welt und tausenden Kleinigkeiten, von hammerschönen Handtaschen bis zum Antiquitätenmarkt! Bis heute bin ich mir nicht sicher, ob ich in den drei Stunden dort auch wirklich alles gesehen hab ;-) Haltestelle Camden Town und dann immer den anderen Leuten hinterher!

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Budget-Tipp #5: Soho
Soho ist eine eigene kleine Welt. Eine bunte Mischung als Läden, Restaurants, Theatern, Bars, Clubs und und und. Soho versucht nicht cool zu sein, nein, Soho ist von ganz alleine eine coole Sau. Nehmt euch Zeit und bummelt durch die bunten Straßen und Gassen, genehmigt euch ein Guiness oder einen köstlichen Cider in einem der gefühlt 3.000 Pubs und lasst das Leben draußen an euch vorbeiziehen!

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