Schlecht-Wetter-Bastelei: DIY Dekoschleifen

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Ich hab da diesen Tick: Ich mag keine Sonntage. Jep, richtig gehört, ich hab offiziell eine Abneigung gegen einen Wochentag. Denn der Sonntag ist dieser merkwürdig beschäftigungsleere Tag zwischen Shopping-Samstag und Arbeits-Montag, an dem ich nie weiß, was ich sinnvolles mit meiner Zeit anstellen soll. Museumsbesuch? Aber iiiihhh, draußen regnet’s ja! Café? Hmmm, aber dann müsste ich erstmal meinen Schlafanzug ausziehen… Doktorarbeit? Ah nee, die Woche war ja schon sooooo anstrengend!

Weil ich jetzt aber auch nicht alle meine Sonntage total verwahrlost und Chips-futternd vor dem Fernseher sitzen kann, dachte ich, na gut, dann wird halt gebastelt! Und zwar total süße, herbstliche Dekobänder, für die auch nur ein altes weißes Laken dran glauben musste. Und schwupps, schon war der Sonntag auch schon wieder rum ;-)

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Ihr braucht:
Ein altes Laken/Tischtuch aus festem Stoff, am besten in weiß oder einer hellen Farbe
fertige Stempel
Naturmaterialien wie Quitten, Kartoffeln…
Acrylfarben

Nehmt das alte Laken und reißt es in lange Streifen. Dazu reicht es, wenn ihr den Rand mit der Schere einschneidet und dann den Rest einfach durchreißt. Durch das Gewebe wird der Streifen ganz von alleine gleichmäßig breit. Außerdem bekommt ihr so diesen leicht ausgefransten Effekt an den Rändern.

Das Stempeln geht ganz einfach. Mischt euch eure Farbe zusammen (Achtung: nicht zu wenig Farbe anrühren, sonst müsst ihr mittendrin nachmischen) und pinselt euren Stempel dann damit ein. Ihr könnt wahlweise einen fertigen Stempel benutzen oder aber mit Naturmaterialien wie zum Beispiel einer aufgeschnittenen Quitte oder dem guten alten Kartoffeldruck stempeln. Dadurch, dass ihr euren Stempel immer wieder mit der Acrylfarbe einpinselt, könnt ihr z.B. auch nach jedem Stempelabdruck die Farbe wechseln oder Effekte mit mehreren Farben für einen Abdruck zaubern. Sobald ihr fertig seid, müsst ihr eure Bänder nur noch trocknen lassen und könnt sie dann als hübsche Deko für Kränze, Gestecke oder was euch sonst so einfällt nutzen.

P.s.: Je nachdem, in welcher Farbe ihr eure Bänder haben möchtet, könnt ihr den Stoff vor dem stempeln natürlich auch einfärben! :-)

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Laterne, Laterne… Kleines Dosenwindlicht

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Eigentlich war mein Plan ja folgender: Laterne basteln, dick einmummeln und auf einen der Münchner Martinszüge stapfen. Schön wär’s gewesen. Blöderweise hat mir dann doch die Uni einen Strich durch die Rechnung gemacht und statt Martinsgänse zu futtern, sitze ich morgen mit 30 ähnlich begeisterten Kommilitonen in einem stickigen Kämmerchen und starre Löcher in die Luft. Aber egal, meine kleine Laterne aka (gehört ihr auch zu den Leuten, die supercoole Abkürzungen immer erst googlen müssen und sich dann mega freuen, wenn ihre Mails plötzlich Sinn ergeben?) Dosenwindlicht hab ich trotzdem schon gebastelt – zieh ich dann halt nach der Uni alleine durch die Straßen und stopf mich mit Lebkuchen voll… :-)

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Ihr braucht:
Eine kleine Dose
einen Folienstift
einen Hammer und einen Nagel
ein Holzscheit oder etwas ähnliches, das IN die Dose passt
Schmirgelpapier
Malerkrepp
Sprühfarbe
einen Zahnstocher
Draht (mit ca. 2mm Durchmesser)
ein hübsches Geschenkband
Flüssigkleber
1 Teelicht

Erster Schritt: Dose saubermachen. Ihr wollt ja nicht, dass euer Windlicht nachher total rummieft oder? Das Etiketten und sämtliche Kleberrückstände bekommt ihr gut ab, wenn ihr davor in die Dose heißes Wasser füllt und ein paar Minütchen wartet. Mit dem Schmirgelpapier die scharfe Kante an der Innenseite abrunden.

Zweiter Schritt: Malt euch ein Herz mittig auf die Dose. Steckt dann euer Holzscheit in die Dose und klemmt sie irgendwo ein (Schraubstock, Schnuckiputz…). So verhindert ihr, dass sich die Dose gleich nach innen biegt.

Dritter Schritt: Nehmt Nagel und Hammer und macht damit auf eurem vorgezeichnetem Herzen gleichmäßig Löcher in die Dose. Wenn ihr wollt, könnt ihr oben und unten auch noch ein Band aus kleinen Löchern machen. Achtet beim hämmern darauf, dass ihr möglichst nicht auf den erhobenen Rillen der Dose, sondern immer in den Vertiefungen den Nagel ansetzt. So rutscht ihr nicht so leicht ab. Nicht vergessen: Rechts und links vom Muster genau gegenüber zwei Löcher für den Draht hämmern.

Vierter Schritt: Klebt die Öffnung der Dose mit Malerkrepp ab und besprüht sie dann. Aus dem Geschenkband macht ihr eine hübsche kleine Schleife und klebt sie auf eure Dose.

Fünfter Schritt: Nehmt den Draht, biegt ihn halbrund und steckt dann die beiden Enden von außen nach innen in die Löcher. Auf die richtige Länge kürzen und die Drahtenden nach oben zum Rand biegen.

Teelicht anzünden und ihr seid gerüstet für Sankt Martin!

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P.s.: Mit freundlicher Unterstützung der Mama&Woife AG aka daheim ist’s am schönsten :-)

Apfelzeit: Herbstlicher Apfel-Punsch mit Schuss

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Kennt ihr das, wenn ihr eine einzige Sache nicht essen könnt und ihr plötzlich nur noch dieses eine Ding essen wollt? Egal, was euer Kühlschrank sonst noch zu bieten hat? Ja, so ein Mensch bin ich. Seitdem ich stolzer Besitzer eines wunderbar vergrößerten Unterkiefers bin, darf ich nämlich vor allem eines nicht: Fest essen. Und ungefähr zeitgleich mit dem neuen Kiefer hat sich der Wunsch nach einem knackigen, sauren Apfel in mein Hirn eingenistet. Vielen Dank auch, ne? Aber alles kein Problem, denn mit dem monströsen Entsafter, den mir meine Mama kommentarlos in meine 2 Quadratmeter-Küche gestopft hat, kann ich meine knackigen Freunde vielleicht nicht beißen, aber super schlürfen.

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Und das passend zum ekelhaft kalten Wetter am besten heiß und mit Schuss :-)

Ihr braucht:
1 Liter Apfelsaft
375 ml Amaretto
100 ml Calvados
Saft von einer Zitrone
1 Apfel
1 Zimtstange
Nelken
Mineralwasser nach Lust und Laune

Gebt die die flüssigen Zutaten und Gewürze in einen Topf. Je nachdem, wie süß euer Punsch werden soll, könnt ihr dann noch etwas Mineralwasser aufgießen. Den Apfel entkernt ihr, halbiert ihn und schneidet ihn dann in dünne Scheibchen. Für die Extra-Portion lecker könnt ihr den aufgeschnittenen Apfel mit einem Schuss Zitrone auch eine Nacht im Amaretto baden lassen, bevor ihr dann am nächsten Tag euren Punsch ansetzt :-) Alles langsam im Topf erhitzen und im Herbst-Glück schwelgen!

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P.s.: Anscheinend hat mir die Narkose auch Teile meines Gehirns weggeätzt und bloß noch Blabla da gelassen… Aber das Rezept ist trotzdem klasse ;-)

Apfel-Karamell-Rosen

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Jeder noch so gute Koch hat ja irgendein Rezept, das er um Verrecken nicht hinbekommt. Meine Mama zum Beispiel, die für mich in der Koch-Hierarchie ungefähr gleich nach Jamie Oliver kommt, macht den absolut grottigsten Nudelsalat der Welt. Und je mehr Mühe sie sich gibt umso schlimmer wird’s ;-) Was vermutlich daran liegt, dass in meiner Familie Nudelsalat sowieso schon äußerst kritisch beäugt wird („Salat? Mit NUDELN?“) und sie ihn ungefähr NIE machen muss. Was ich alles nicht kann, brauch ich hier gar nicht aufschreiben, so viel ist das. Macht aber normalerweise nix, weil ich die Sachen dann sowieso nicht so gerne esse. Die wunderschönen Apfel-Rosen, die hätte ich aber schon gern gekonnt. Konjunktiv, weil tatsächlich war ich nämlich ein gutes Jahr zu doof dafür. Was vielleicht geholfen hätte, wäre das Rezept mal gründlich durchlesen – aber nein, Madame denkt, sie kann das auch alles aus den Bildern raus lesen…

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Ihr braucht
1 Dose gesüßte Kondensmilch (z.B Nestlé Milch-Mädchen)
1 Rolle gekühlten Blätterteig
1-2 mittelgroße, kochfeste Äpfel (ich hatte den guten alten Boskop)
Saft von einer Zitrone
1 EL Zucker
Puderzucker und Zimt

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Leute, ernsthaft, die Rosen gehen wirklich wesentlich leichter, als das aussieht. Also lasst euch bloß nicht abschrecken!

Zuerst mal müsst ihr für das Karamell Dulce de Leche herstellen. Das geht so easy und schmeckt so hammergeilo, ihr glaubt es nicht! Einfach die GESCHLOSSENE Dose Kondensmilch in einen gut mit Wasser gefüllten Topf stellen (die Dose muss nicht vollständig bedeckt sein), Deckel drauf und für 2 Stunden auf dem Herd köcheln lassen. Danach ganz, ganz vorsichtig rausnehmen und ein paar Stunden abkühlen lassen. Das restliche Dulce de Leche könnt ihr übrigens einfach als Brotaufstrich oder für süße Soßen verwenden.

So, im nächsten Schritt rollt ihr euren Blätterteig aus und geht nochmal kurz mit einem Nudelholz drüber, damit er schön dünn ist. Dann schneidet ihr in der Länge nach in gleich große Streifen. Jeder Streifen sollte etwa 5 cm breit sein.

Die Streifen „schmiert“ ihr dann mit einem Messer mit der Dulce de Leche ein. Nicht sparen, soll ja am Schluss nach was schmecken!

Die Äpfel wascht ihr, viertelt sie und entfernt dann jeweils das Kerngehäuse. Dann in gleichmäßige Scheibchen (max. 3 mm) Schneiden. Das Ende mit der Schale weglassen.

Gebt die Apfelscheiben in eine Schüssel, gebt den Zitronensaft darüber und so viel Wasser, dass die Äpfel bedeckt sind. Noch den Zucker dazu und dann die Schüssel für 3 Minuten bei 600 Watt in die Mikro (Das war übrigens der Schritt, den ich bei meinem ersten glorreichen Versuch übersehen hab…). Wieso? Weil die Scheiben dadurch biegsam werden und beim eindrehen nicht brechen.

Legt dann die Scheiben leicht schräg mit der Schale nach oben auf euren Teigstreifen. Dabei sollen die Äpfel nur 3-4 mm über den Rand schauen. Den unteren Teil des Teiges schlagt ihr nach oben über die Äpfel. Tja und dann rollt ihr. Schon vorsichtig, damit die Äpfel nicht einfach nach oben raus rutschen. Das Teigende „klebt“ ihr mit etwas Wasser an der Rose fest.

Ich hab meine Rosen zum Backen dann einfach in Muffinförmchen gestellt, das müsst ihr aber nicht unbedingt machen. Bevor sie in den Ofen wandern, drückt mit der flachen Hand vorsichtig von oben auf eure Rose, sodass die Apfelscheiben etwas nach außen gedrückt werden (wie bei einer sich öffnenden Rose).

Bei 200 Grad für 15 Minuten in den Ofen. Nach dem Backen noch mit Puderzucker und Zimt bestreuen und reinhauen :-)

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Aus Großmutters Küche: Hollerkoch

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In meiner Jugend wusste ich die Jahreszeiten irgendwie einfach nicht zu schätzen. Der Winter, das war diese komische dunkle Zeit, wo man auf dem Weg vom Schulbus in die Schule halb erfroren ist und wenn man nach Hause kam, war’s schon wieder dunkel. Der Frühling, das war die Zeit nach dem kalten Winter und noch weit weit weg von den Sommerferien. Der Sommer (in den Augen eines Schülers die einzig erstrebenswerte Periode des Jahres), ein ewiges Eis-Schlecken und die Eltern annerven. Und dann der Herbst, diese schreckliche Zeit, wenn es langsam dunkler und die Hausaufgabe länger werden.

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Heute sieht das ganz anders aus. Der Winter, diese köstliche Zeit, in der Bratäpfel und dicke Schals warten. Der Frühling, in dem ich mich mit Rhabarber und Erdbeeren vollstopfen kann. Der Sommer mit warmen Tomaten frisch aus dem Garten, die abartig geil nach Sonne schmecken. Grillabende mit Freunden oder ein Mondschein-Picknick im Park. Und dann der Herbst, wo sich Köstlichkeiten wie Pflaumen, Holunder, Äpfel und Kürbisse die Ehre geben und ich mich mit einem Buch ins Bett kuscheln kann… Haaach.

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Ein Rezept, das quasi alle geilen Sachen des Herbsts vereint, ist Hollerkoch. Holler = bairisch und das gleiche wie Holunder. Aber wir wären keine Bayern, wenn wir kein eigenes Wort hätten ;-) Hollerkoch ist erstens ein uraltes bayrisches Rezept und schmeckt zweitens einfach nur saulecker. Insbesondere in Kombination mit einem kleinen Dampfnudal oder Pfannkuchen!

Ihr braucht:
500 g Hollerbeeren
250 g Äpfel (wahlweise auch Birnen)
250 g Zwetschgen (= Pflaumen, die Bayern mal wieder…)
250 ml Wasser
4 EL Zucker
1 EL Zitronensaft
1 Zimtstange
1 EL Speisestärke
2 EL Rahm

Los geht’s, in dem ihr den Holler von den Dolden zupft und dann die Beeren wascht. Die Äpfel schneidet ihr klein, ebenso die Zwetschen (Zwetschgen ungefähr achteln). Gebt die Früchte, Wasser, Zucker, Zitronensaft und die Zimtstange in einen Topf und lasst alles 5 Minuten köcheln. Zieht den Topf vom Herd und rührt die Speisestärke ein. Dann lasst ihr die Masse ein wenig abkühlen und rührt zum Schluss den Rahm unter. Sowohl heiß als auch kalt ein Gedicht :-)

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Die zauberhaften Zwetschgen-Wochen: Rotweinzwetschgen

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Für jeden geht der Herbst ja mit irgendeinem anderen Sinneseindruck los. Für die einen ist es der feucht-kalte, erdige Duft, für die anderen das bunte Laub, für die dritten der Nieselregen und für mich ist es der Geschmack von herrlich blauen Zwetschgen (= Pflaumen). Meine Uroma hatte davon nämlich einen Monster-Baum im Garten stehen und einmal im Jahr, Anfang September, sind wir unter Murren und Mauen zu ihr gegurkt und haben den Garten leergeräumt. Danach gab’s dann erst mal einen hammermäßigen Zwetschgendatschi. Tja und dann, dann ging’s ans Eingemachte. (By the way, klasse Wortwitz, oder?!)

Neben Marmelade und Kuchen und weiß der Kuckuck was, gab’s auch immer eins: Rotwein-Zwetschgen. Diese kleinen Köstlichkeiten passen hervorragend zu süßen (Nach-)Speisen oder einfach zum Löffeln aus dem Glas – natürlich nur, solange ihr auch brav über 18 seid, versteht sich ;-) Die Zwetschgen könnt ihr problemlos einige Monate geschlossen aufbewahren und dann über den kalten Herbst verteilt genüsslich futtern.

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Ihr braucht:
1 1/2 kg entsteinte Zwetschen (kleine, blaue bayerische Pflaumen)
1 Flasche trockener Rotwein
500 g Zucker
3 Stangen Zimt
1 TL ganze Nelken

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Gebt Wein, Zucker und die Gewürze in einem Topf und erhitzt sie. Ungefähr so, dass ihr gerade noch euren Finger reinstecken könnt. Die heiße Flüssigkeit gebt ihr über eure Pflaumen und lasst das Gemisch zugedeckt über Nacht ziehen.

Am nächsten Tag die Flüssigkeit abgießen (auf keinen Fall wegschütten!!!!), erhitzen und die Zwetschgen wieder mit rein geben. Das Ganze dann weiter erhitzen, aber nicht kochen. Noch heiß in saubere Gläser (bitte vorher kurz mit warmen Wasser ausspülen) füllen und verschließen.

Wenn ihr Lust habt, mit einem Rezept bei den zauberhaften Zwetschgen-Wochen mitzumachen, dann verlinkt doch einfach auf diesen Beitrag und lasst mir einen Kommentar mit Link zu eurem Beitrag da! :-)

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Hello autumn! Meine Beauty-Essentials für den Herbst {including homemade lip-peeling}

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Oh Ladies (und natürlich verehrte Gentlemen!), keiner will es hören, aber: Ja, er ist da. Der HERBST. Uagh.

Ich bin ein wahres Sommerkind und blühe eigentlich erst so richtig jenseits der 25-Grad-Marke auf. Aber der Sommer war in diesem Jahr einfach mal richtig genial und hat sich seinen Winterurlaub jetzt auch ehrlich verdient. Ich hab gefühlt tausend Mal meine Wohnung im 5. Stock mit bester Süd-Ost-Ausrichtung der Fenster verflucht, war abends Mondschein-Picknicken im Park, komplett in der Isar und hab eine schöne Bräune (was der Mitteleuropäer halt so Bräune nennt…) abgestaubt. So. Und jetzt heißt es: Hallo Herbst, hallo Ofenkäse, hallo Glühwein (okay, etwas früh), hallo kuschlige Schals! Und gemeinsam stehen wir das bis zum nächsten Sommer schon durch, meint ihr nicht auch? ;-)

Jetzt muss sich natürlich nicht nur das sonnenverbrutzelte Hirn mit dem beginnenden Herbst anfreunden. Auch der Körper will da mal wieder so richtig aufpoliert werden!

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Lippen: Nach wochenlanger intensiver Sonne, jeder Menge Badespaß und plötzlichem Wetterumschwung werden die ganz schnell trocken und rissig. Bäh, nicht schön! Dagegen vorgehen könnt ihr mit einem selbstgemachten Lippenpeeling! Zwei Teelöffel Zucker, 1 Teelöffel Öl (ich mag am liebsten Kokosöl, aber Olive tut’s genauso) und 1 Teelöffel flüssigen Honig nehmen, miteinander verrühren und mit den Fingern auf die Lippen auftragen. 10 Minuten einwirken lassen und dann mit einem Kosmetiktuch abtupfen. Ah ja, und wenn’s geht, davor nicht runterlecken ;-)

Gesicht: Ich neige bei kalten Temperaturen zu diesem wunderschönen Grau-Ton im Gesicht. Sieht nicht schön aus und führt ständig zu Fragen à la: „Tami, bist du krank?“. Wenn ihr das und trockene Winterhaut im Allgemeinen vermeiden wollt, dann peelt eure (Gesichts-)Haut ein Mal die Woche. Für den absoluten Weichheits-Faktor nehmt ihr abends etwas Öl (Kokos, Olive, Argan) und „cremt“ damit euer Gesicht ein. Keine Sorge vor fettiger Haut – das Öl zieht über Nacht komplett ein und am Morgen habt ihr tolle weiche Haut! Mein Favorit ist momentan Kokosöl – hauptsächlich, weil ich auf den Geruch abfahre und es antibakteriell wirkt.

Duft: Manche Leute tragen ihre Düfte das ganze Jahr über. Ich neige im Winter zu wärmeren Düften als im Sommer und wechsle deshalb immer. Über eine liebe Bekannte bin ich jetzt auf die ELEMENTALS-Düfte von Essence of Chi gekommen. Die Düfte sind nach den 5 chinesischen Elementen in Grasse entwickelt und benannt worden und ein bisschen Feng-Shui-mäßig angehaucht. Heißt, laut chinesischer Lehre hat jeder Mensch von jedem der Elemente mehr oder weniger in sich. Das Element, das er schon recht stark selbst hat, mag er nicht so gerne riechen, was er nicht hat, mag er. Ich finde „Wood“ gut, bin wohl nicht allzu naturverbunden ;-) Kann man natürlich dran glauben oder nicht, aber gut riechen tun die Düfte auf jeden Fall.

Haar: Ja, auch euer Haar will verwöhnt werden. Also nicht nur Shampoo rein und fertig. Lieber mal einmal die Woche eine Haarkur verwenden und (haha, jetzt kommt’s wieder) abends vor dem Bett in die Spitzen etwas Öl geben. Das könnt ihr mit fertigem Haaröl machen (Ich hab Öl Magique von L’Oreal) oder wieder das gute alte Kokosöl nehmen. Und keine Panik wegen fettigen Haaren: Erstens gebt ihr das Öl bloß in die trockenen Spitzen und zweitens saugt es euer Haar ganz schnell auf :-)

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{Leckerschmecker} Überbackene Apfelringe

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Mal ganz, ganz ehrlich: Gibt es auf der lieben weiten Welt denn irgendwas, das man nicht frittieren oder braten kann? Nope! Bestes (und echt absolut wahres) Beispiel: Frittiertes Snickers. Jup, kann man so in Manchester in der Uni-Mensa kaufen, hab Beweisfoto + Testbericht bekommen – besser NICHT zuhause nachmachen ;-) Momentan bin ich grad total im Apfel-Fieber. Normaler Apfel geht natürlich dank Zahnspange nicht mal schnell spontan und KUCHEN, an einem WOCHENTAG? Wenn ich so ein geordnetes, schön geplantes Leben hätte, dass ich abends noch einen Kuchen backen könnte, hätte ich wahrscheinlich einige Probleme weniger :-D Also, was mach ich? Logisch, Apfelringe schön rausbraten! Ummantelt wird der Apfelschmaus von herrlichstem Pancake-Teig – herzlich willkommen im Apfel-Olymp…

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Ihr braucht (für zwei verfressene Personen):

zwei Winteräpfel (ich hatte Boskoop-Äpfel)
150 Gramm Mehl
zwei Eier
50 Gramm zerlassene Butter
zwei Esslöffel Zucker
Milch
Zimt und Puderzucker zum Bestreuen
Sonnenblumenöl für die Pfanne

Gebt die zerlassene Butter, das Mehl, die Eier und den Zucker in eine Schüssel und verrührt das Ganze. Nach und nach gebt ihr dann Milch dazu, bis ihr eine recht zähflüssige Masse ohne Klumpen habt. Gebt einen guten Schuss Öl (nicht sparen) in eure Pfanne und wartet, bis das Öl heiß ist.

In der Zwischenzeit nehmt ihr eure beidem Äpfel, wascht die mal ordentlich und schält sie. Wenn ihr so ein cooles Apfelkernhaus-Rausmach-Dings habt, entfernt ihr jetzt das Kernhaus (falls nicht, macht ihr einfach erst mal mit dem nächsten Schritt weiter). Dann schneidet ihr eure Äpfel in dünne Scheiben und tunkt die in euren Teig. Falls ihr das Kernhaus noch nicht entfernt habt, schneidet ihr das einfach noch Schnell mit dem Messer raus.

Jetzt kommen eure Apfelscheiben in die Pfanne und dürfen von beiden Seiten richtig schön goldbraun werden. Rausnehmen, auf ein Küchentuch zum Abtropfen legen, mit Zimt und Puderzucker bestreuen und noch warm vernaschen :-)

Wenn ihr noch ein bisschen Teig übrig habt, gebt ihn einfach in die heiße Pfanne und ihr habt spitzen Pancakes!

Tamis mörderischer Halloween-Spaß {3}: Baiser-Geister

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Ich bin ein mega-leicht zu erschreckendes, typisches Mädchen. Wirft mir jemand eine Gummischlange vor die Füße, steh ich quasi schon auf dem nächsten Tisch und kreische „Iiiiiih, mach’s weg!!!!“. Ich hab in meinen 23 Jahren noch keinen einzigen Horror-Film komplett gesehen, weil ich mir bei wirklich JEDER grusligen Szene mein Kuschelkissen vor’s Gesicht halte und alle zwei Sekunden frage „Ist es schon vorbei?“. Nachdem ich „Der Exorzismus der Emily Rose“ geguckt hab, wollte ich drei Tage nicht mehr alleine in den Keller und nachts nicht mal alleine auf’s Klo.

Und trotzdem LIEBE ich Halloween :-) Nicht so die Mir-hängt-ein-Auge-raus-Kostüme, sondern einfach den gepflegten Grusel mit Freunden. Und wenn man sich gemeinsam vor dem Fernseher Grusel-Futter einverleibt, sind die Horror-Filme auch nur noch halb so wild! (Und wer mich in diesem Jahr erschreckt, dem gnade Gott, meine Freunde!)

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Für die kleinen Halloween-Baiser-Geister braucht ihr:

3 Eiweiß
150 g Puderzucker
einen Teelöffel Zitronensaft
einen Esslöffel Speisestärke
einen Teelöffel Nutella
einen Zahnstocher o.Ä.
einen Gefrierbeutel

Schlagt zunächst das Eiweiß schaumig. Dann gebt ihr nach und nach den Puderzucker, den Zitronensaft und die Speisestärke dazu. Fertig ist das Ganze, wenn die Masse glänzend und glatt ist und keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Lieber etwas zu lange schlagen!

Heizt euren Ofen auf 100° vor und legt ein Backblech mit Backpapier aus. Dann nehmt ihr euren Gefrierbeutel (eine Spritztülle geht natürlich auch!) und schneidet eine der Ecken ab. Nicht zu groß, die Öffnung sollte nicht größer als ein Zentimeter sein. Jetzt löffelt ihr nach und nach eure Masse in euren improvisierten Spritzbeutel und macht dann kleine Haufen auf euer Backblech. Genauso groß, wie ihr sie spritzt, bleiben sie am Ende auch.

Und jetzt kommen eure Geister erst mal laaange, lange in den Ofen. 90 bis 100 Minuten! Dann nehmt eure Geister aus dem Ofen und lasst sie auf dem Blech abkühlen.

Ist euer Nutella recht hart, steckt ihr es kurz in die Microwelle, bis es schön weich ist. Mit dem Zahnstocher malt ihr dann noch kleine Gesichter auf eure Geister und schon seid ihr fertig :-)

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Original Indischer Chai Tea

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Meine lieben Freunde des guten Geschmacks, ihr wisst ja: Ich und Heißgetränke, das ist so ne Sache. Mit Chai Tea verbinde ich ja automatisch immer diesen ekelhaften Chai Latte, den ich wirklich auf den Tod nicht ausstehen kann ;-) Dabei hat echter Chai Tea eigentlich gar nicht so viel mit diesem Zeugs gemein (mal abgesehen von der Milch…) und wärmt richtig schön! Und da hier in München gestern leider der Winter ausgebrochen ist, ist das auch bitter nötig :-)

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Die Zutaten (vier Tassen)
Eine Zimtstange
4 grüne Kardamomkapseln
2 schwarze Kardamomkapseln
6 Nelken
5 Teelöffel schwarzer Tee
1/2 Liter Wasser
1/2 Liter Milch
Honig zum süßen

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Und schon geht’s los: Gebt eure Gewürze bei mittlerer Hitze in eine Pfanne und röstet sie etwa zwei Minuten.

Die gerösteten Gewürze gebt ihr dann mit dem Wasser in einen Topf und bringt das Ganze zum Kochen. Dann lasst ihr es bei schwacher Hitze etwa 5 Minuten köcheln.

Jetzt den Tee, Milch und Honig mit dazu und noch mal aufkochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und 3 – 5 Minuten zugedeckt ziehen lassen.

Letzter Schritt: Gießt den Tee durch ein Sieb in eine Kanne und trinkt ihn am besten gleich noch schön heiß :-)

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Die Inder trinken ihren Chai Tea übrigens am liebsten nach einem richtig deftigen Essen. Na, dann: Cheers!