{Grillbeilage} Ziegenkäse-Kräutersalat

Ziegenkäse-Kräuter-Salat_7_Pearls for Pillows

Sobald sich auch nur ein fitzeliger Sonnenstrahl durch die graue Wolkendecke wagt, pilgern die Münchner an die Isar zum Grillen. Ernsthaft, ich hab Leute schon zu jeder Jahreszeit am Flaucher gepflegt einen August (die liebevolle Bezeichnung für das Münchner Augustiner Bier) zischen und ein paar Würstchen auf den Grill schieben sehen. Und die Nackerten sind sowieso das ganze Jahr über da und pflegen ihre lederfarbene Bräune – von nix kommt nix, gelle? ;-)

Ziegenkäse-Kräuter-Salat_3_Pearls for Pillows

Auf dem Weg von der Ubahn bis zur Isar sieht man auch immer schön die Rollenverteilung in den Gruppen: Die Jungs schleppen Grill und Kohle, vieeeel Fleisch, Bier und vielleicht ein Brot und außerdem komische Geräte, mit denen sie die gesamte Gegend beschallen. Die Mädchen tragen Decken, Teller, Besteck, Servietten und große Schüsseln mit sorgfältig geschnippeltem Salat und Gemüse, von dem die Jungs nicht mal den Namen kennt. Am Ufer angekommen, lagern die Jungs dann erst mal superprofessionell ihr Bier in der saukalten Isar (in Sichtweite zum Grillplatz, schön standfest und gleichzeitig nicht im stehenden Wasser…) und werfen zu gefühlt 20st den Grill an („Nee, du musst da fächern!“ „Alter, mehr Anzünder!“ „Ich sag doch, die Kohle ist feucht“…), während die Mädels den perfekten Lagerplatz bauen und die Jungs diskutieren lassen. Weil das mit dem Feuer und dem Grillen und so meistens ewig dauert und meine Zucchini sowie grundsätzlich als allerletztes auf den Grill kommen, stopfe ich mich in der Zwischenzeit schon mit Salat und Brot voll und bin dann immer schon pappsatt, wenn nach gefühlt drei Stunden das erste Stück Fleisch den Grill verlässt. Aber egal, denn mein feiner Ziegenkäse-Kräutersalat à la Mama ist sowieso viel besser als euer Fleisch, Jungs ;-)

Ziegenkäse-Kräuter-Salat_1_Pearls for Pillows

Ihr braucht:
Jeweils einen Bund (eine gute Handvoll) Bärlauch, Petersilie, Basilikum, Schnittlauch und Lauchzwiebeln
etwa 400g Champignons (weiß oder braun)
ein Päckchen Ziegenkäse
Olivenöl, Salz, Pfeffer und Essig zum Abschmecken

Ziegenkäse-Kräuter-Salat_5_Pearls for Pillows

Der Salat geht kinderleicht: Schnippelt alle Kräuter ganz klein, Schnittlauch und Lauchzwiebeln in Ringe und vermengt alles in einer Schüssel. Die Champignons putzt ihr und viertelt sie. Dann bratet ihr sie in der Pfanne an, würzt sie mit Salz und Pfeffer und gebt sie zu den Kräutern. Zum Schluss würfelt ihr den Ziegenkäse und mischt alles gut durch. Mit Essig, Öl, Salz und Pfeffer abschmecken und losfuttern.

Ziegenkäse-Kräuter-Salat_6_Pearls for Pillows

Pizza Pinwheels am Mir-doch-alles-egal-Montag

Pizza Pinwheels_1_Pearls for Pillows

Also eigentlich wollte ich euch heute eine tolle Adventsdeko im Eierkarton zeigen. Eigentlich. Aber: Heut ist Depri-Tag! Der Depri-Tag zeichnet sich dadurch aus, dass er mies los geht und im Verlauf des Tages noch mieser wird. Und egal, was man anfasst, um sich aufzumuntern, es trägt nur noch mehr zu miesen Laune bei. Folglich sah meine theoretisch total schicke Deko total beschissen aus und nach mühevoller Pinselei hab ich sie zum Schluss total runter mit den Nerven in die Ecke geworfen, bin sauer in die Küche gestapft und hab meine Pinsel ausgewaschen. Hunger hatte ich auch – aber weil heute Depri-Tag ist, war auch nix mehr zu Futtern in meinem Kühlschrank. Der übrigens auch noch total nervtötend laut brummt (und das bestimmt erst seit heute. Nur um mich zu ärgern, wetten?). Das schöne ist, irgendwann kommt der Punkt, an dem ich einfach nur über mich alten Grummel lachen muss und dann ist’s wieder gut. Und dann kam erstens mein Freund heim und hat gekocht und zweitens hab ich mir dann ein schönes Winterpotpourrie gebastelt und drittens bin ich über ein Rezept gestolpert, dass ich euch schon vor gefühlt einem Jahr zeigen wollte. Here you go – leckere kleine Pizza Pinwheels

Pizza Pinwheels_3_Pearls for Pillows

Ihr braucht:
Eine Rolle Blätterteig
eine Packung Schinken
eine gute Handvoll schwarzer Oliven
eingelegte Paprika (da gibt’s auch schon so klitzeklein geschnittene, kennt ihr die?)
Reibekäse (halbe Packung)
1 Becher Kräuter-Creme Fraiche
Salz, Pfeffer, Oregano, Basilikum

Schneidet eure Zutaten alle schön klein und vermengt sie dann mit der Creme fraiche in einer Schüssel. Gebt noch den geriebenen Käse dazu und schmeckt das ganze mit Salz, Pfeffer und (getrocknetem) Oregano und Basilikum ab.

Rollt euren Blätterteig aus und verteilt die Masse gleichmäßig darauf. Dann rollt ihr den Blätterteig vorsichtig ein (aufpassen, dass ihr nicht aus Versehen das Papier mit einwickelt!). Zum Schluss schneidet ihr eure Rolle in etwa 1cm dicke Scheiben, legt sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und schiebt sie für ca. 15 Minuten in den Backofen, bis eure kleinen Schätzchen knusprig goldbraun sind.

Pizza Pinwheels_2_Pearls for Pillows

Apfel-Karamell-Rosen

Karamell-Apfel-Rosen_6_Pearls for Pillows

Jeder noch so gute Koch hat ja irgendein Rezept, das er um Verrecken nicht hinbekommt. Meine Mama zum Beispiel, die für mich in der Koch-Hierarchie ungefähr gleich nach Jamie Oliver kommt, macht den absolut grottigsten Nudelsalat der Welt. Und je mehr Mühe sie sich gibt umso schlimmer wird’s ;-) Was vermutlich daran liegt, dass in meiner Familie Nudelsalat sowieso schon äußerst kritisch beäugt wird („Salat? Mit NUDELN?“) und sie ihn ungefähr NIE machen muss. Was ich alles nicht kann, brauch ich hier gar nicht aufschreiben, so viel ist das. Macht aber normalerweise nix, weil ich die Sachen dann sowieso nicht so gerne esse. Die wunderschönen Apfel-Rosen, die hätte ich aber schon gern gekonnt. Konjunktiv, weil tatsächlich war ich nämlich ein gutes Jahr zu doof dafür. Was vielleicht geholfen hätte, wäre das Rezept mal gründlich durchlesen – aber nein, Madame denkt, sie kann das auch alles aus den Bildern raus lesen…

Karamell-Apfel-Rosen_7_Pearls for Pillows

Ihr braucht
1 Dose gesüßte Kondensmilch (z.B Nestlé Milch-Mädchen)
1 Rolle gekühlten Blätterteig
1-2 mittelgroße, kochfeste Äpfel (ich hatte den guten alten Boskop)
Saft von einer Zitrone
1 EL Zucker
Puderzucker und Zimt

Karamell-Apfel-Rosen_Pearls for Pillows

Leute, ernsthaft, die Rosen gehen wirklich wesentlich leichter, als das aussieht. Also lasst euch bloß nicht abschrecken!

Zuerst mal müsst ihr für das Karamell Dulce de Leche herstellen. Das geht so easy und schmeckt so hammergeilo, ihr glaubt es nicht! Einfach die GESCHLOSSENE Dose Kondensmilch in einen gut mit Wasser gefüllten Topf stellen (die Dose muss nicht vollständig bedeckt sein), Deckel drauf und für 2 Stunden auf dem Herd köcheln lassen. Danach ganz, ganz vorsichtig rausnehmen und ein paar Stunden abkühlen lassen. Das restliche Dulce de Leche könnt ihr übrigens einfach als Brotaufstrich oder für süße Soßen verwenden.

So, im nächsten Schritt rollt ihr euren Blätterteig aus und geht nochmal kurz mit einem Nudelholz drüber, damit er schön dünn ist. Dann schneidet ihr in der Länge nach in gleich große Streifen. Jeder Streifen sollte etwa 5 cm breit sein.

Die Streifen „schmiert“ ihr dann mit einem Messer mit der Dulce de Leche ein. Nicht sparen, soll ja am Schluss nach was schmecken!

Die Äpfel wascht ihr, viertelt sie und entfernt dann jeweils das Kerngehäuse. Dann in gleichmäßige Scheibchen (max. 3 mm) Schneiden. Das Ende mit der Schale weglassen.

Gebt die Apfelscheiben in eine Schüssel, gebt den Zitronensaft darüber und so viel Wasser, dass die Äpfel bedeckt sind. Noch den Zucker dazu und dann die Schüssel für 3 Minuten bei 600 Watt in die Mikro (Das war übrigens der Schritt, den ich bei meinem ersten glorreichen Versuch übersehen hab…). Wieso? Weil die Scheiben dadurch biegsam werden und beim eindrehen nicht brechen.

Legt dann die Scheiben leicht schräg mit der Schale nach oben auf euren Teigstreifen. Dabei sollen die Äpfel nur 3-4 mm über den Rand schauen. Den unteren Teil des Teiges schlagt ihr nach oben über die Äpfel. Tja und dann rollt ihr. Schon vorsichtig, damit die Äpfel nicht einfach nach oben raus rutschen. Das Teigende „klebt“ ihr mit etwas Wasser an der Rose fest.

Ich hab meine Rosen zum Backen dann einfach in Muffinförmchen gestellt, das müsst ihr aber nicht unbedingt machen. Bevor sie in den Ofen wandern, drückt mit der flachen Hand vorsichtig von oben auf eure Rose, sodass die Apfelscheiben etwas nach außen gedrückt werden (wie bei einer sich öffnenden Rose).

Bei 200 Grad für 15 Minuten in den Ofen. Nach dem Backen noch mit Puderzucker und Zimt bestreuen und reinhauen :-)

Karamell-Apfel-Rosen_5_Pearls for Pillows

Geschenke aus der Küche: Dulce de Leche

Dulce de Leche_2_pearls for pillows

Ich verschenke ja total gerne selbstgemachte Sachen. Erstens, weil ich Student bin und einfach nicht das megakrasse Geschenke-Budget hab. Zweitens, weil ich den Gedanken schön finde, dass ich Mühe und Zeit investiert habe, um jemand anderen eine Freude zu bereiten. Nachdem ich im letzten Jahr also müheliebevollst selbstgemachte Nudeln für meinen Papa fabriziert und für meine Tanten Weihnachtsmarmelade einkocht hab, steht in diesem Jahr eine hammermäßige, nein H-A-M-M-E-R-M-Ä-ß-I-G-E (das ist so irre lecker, dass es Großschreibung plus Bindestriche verdient) Leckerei auf meiner Geschenkeliste: Dulce de Leche

Dulce de Leche (was angeblich ungefähr so ausgesprochen wird: Dulse de letsche und „Süßes aus Milch“ bedeutet) ist eine absolut umwerfende Karamellsoße/Brotaufstrich und geht eigentlich ganz einfach!

Ihr braucht:
70 g Butter
375 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Brise Salz
1 Dose Kondensmilch à 330 ml
375 ml Milch

Dulce de Leche_1_pearls for pillows

Gebt die Butter in einen Topf und lasst sie schmelzen. Dann gebt ihr Zucker, Vanillezucker und Salz dazu und verrührt das Ganze.

Zum Schluss kommen noch Kondensmilch und Milch mit rein. Lasst alles aufkochen und rührt, bis sich der Zucker gelöst hat.

Und jetzt heißt es warten und Schneebesen schwingen. Ihr lasst eure Masse nämlich so lange köcheln, bis sie langsam anfängt, zähflüssiger zu werden und Blubberblasen zu werfen. Bis dahin müsst ihr immer wieder durchrühren, damit auch nix anbrennt. Hat bei mir so 60 Minuten gedauert! Lasst euch nicht entmutigen, die erste Minuten ändert sich nämlich erst mal gar nix, aber das wird!

Yes, schon fast geschafft: Lasst eure Masse noch ein wenig abkühlen und füllt sie dann in verschließbare Gläser. Bis zum Schenken kühl lagern und nicht alles auffuttern :-)

Dulce de Leche_3_pearls for pillows

Das Rezept hab ich übrigens bei Chefkoch gefunden – hat BESTENS funktioniert!

Lauch-Quiche mit {oder ohne} Lachs und Grüße an Frau Knusper

Lachs-Lauch-Quiche_3_pearlsforpillows_small

Ich poste ja ziemlich selten irgendwelche pikanten Leckereien. Nein, nicht weil ich Studentin bin und ein tristes Leben voller Tiefkühlpizza führe. Sondern mehr, weil ich, wenn mein Futter nach mühevoller Kocherei dann endlich fertig ist, einfach schon so furchtbar Hunger hab, dass für Fotos keine Zeit mehr bleibt ;-)

Am Sonntag hatte ich dann aber mal so richtig viel Zeit, keinen akuten Hungeranfall und eine neue Tarte-Form, die ich natürlich unbedingt auf der Stelle testen musste, plus liebe Gäste am Abend. Jetzt will man sich ja nicht unbedingt bei Freunden mit mega-ekligem Essen blamieren. Kann einem mit irgendwelchen merkwürdigen Rezepten aus dem Internet ja leicht passieren ;-) Also hab ich auf einem meiner liebsten Lieblings-Blogs vorbeigeschaut, dem Knusperstübchen von Sara und mich für ein tolles Quiche-Rezept entschieden.

Lachs-Lauch-Quiche_1_pearlsforpillows

Für die Lachs-Lauch-Tarte (die übrigens auch veggie echt spitze schmeckt!) braucht ihr:

220 g Mehl
100 g Butter
eine etwas größere Prise Salz
ein Ei

eine kleine Stange Lauch
150 g Lachs
zwei Eier + ein Eigelb
200 ml Sahne
60 g Parmesan
60 g Mozzarella
eine große Zwiebel
zwei Knoblauchzehen

Gebt das Mehl in eine Schüssel und dazu die Butter in möglichst kleine Stückchen geschnitten. Das verknetet ihr dann schön miteinander, gebt Salz dazu und das Ei und knetet so lange weiter, bis ihr einen schönen Teig habt. Formt dann eine Art Teigkugel, umwickelt sie mit Frischhaltefolie und steckt euren Teig für eine Stunde in den Kühli.

Für die Fühlung schneidet ihr den Lauch in viele kleine Ringe (Wurzel und das dunkelgrüne Zeugs ganz oben weglassen!) und schneidet dann eure Knoblauchzehen schön klein. Beides lasst ihr mit einem Löffel Butter für etwa 5 Minuten anschwitzen. Vom Herd nehmen und zur Seite stellen.

Verquirlt Eier und Eigelb und Sahne miteinander und würzt die Masse schön mit Salz und Pfeffer. Dazu kommen noch der Parmesan und der Mozzarella, natürlich gerieben, und die abgekühlte Lauch-Mischung.

Dann holt ihr euren Teig aus dem Kühlschrank und rollt ihn zwischen zwei Schichten Frischhaltefolie aus und gebt ihn in eure Form. Meine Form hatte einen Boden mit 20cm Durchmesser, mein Teigboden war etwa einen halben Zentimeter dick. Stellt den Boden mitsamt Form dann nochmal 15 Minuten in den Kühlschrank.

In der Zwischenzeit heizt ihr euren Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor und schneidet den Lachs in mundgerechte Stücke. Damit belegt ihr euren Teigboden, gebt die Ei-Lauch-Masse obendrauf und als krönenden Abschluss nochmal ein paar Stücke Lachs und die Zwiebelscheiben.

Für etwa 30 Minuten in den Ofen und fertig ist eure Quiche :-)

Lachs-Lauch-Quiche_2_pearlsforpillows

Sommerknabberei: Tinto di Verano, frische Kartoffel-Chips & Guacamole

Sommer-Knabberei

Die meisten Leute gehen ja in die Arbeit, um irgendwie ihren Kram zu erledigen, Geld zu verdienen und dann wieder nach Hause zu wandern. Ich natürlich auch. Aber mal abgesehen davon, dass ich meinen Werkstudenten-Job wirklich klasse finde, ernte ich da auch regelmäßig spitzen Ideen für meinen Blog. Vor allem was Küche und Kochen betrifft, haben meine Kolleginnen (Yeeah, reine Mädels-Firma!) Zeugs drauf – die könnten locker jeden Gourmetkoch in den Schatten stellen! Ich also neulich (vor ein paar Wochen): „Boah, voll heiß – ich glaub, ich mach Sangria. Rezept kann ich dann gleich noch mit meinen Lesern teilen!“. Und promt kommt: „Hey, gute Idee, aber kennst du eigentlich Tinto di Verano? Wär bestimmt auch was!“. Plus eine komplette Auflistung aller passenden Rotweine für mich unerfahrenen Rotwein-Deppen. An der Stelle also mal DANKE an meine liebste Büro-Schreibtisch-Nachbarin für ihre klasse Ideen! Hab ich dann nämlich auch tatsächlich probiert und das Ergebnis war mega-LECKER :-)

Ich weiß gar nicht, wo ich heute anfangen soll: Tinto di Verano oder Chips? Tinto die Verano oder Chips??? Ahhhhh!

Tinto di Verano2_small

Tinto di Verano

„Tinto di Verano“ ist Spanisch und heißt soviel wie „Dunkelfarbener des Sommers“. Gut, oder so ähnlich… Das Rezept ist super-easy. Ihr braucht nur zwei Zutaten, nämlich spanischen Rotwein und Sprite. Das Ganze wird im Verhältnis 1:1 gemischt und mit Eiswürfeln serviert. Ich weeeeiß, das war zu leicht. Deshalb hab ich den Tinto mit roten Beeren aus dem Garten (Johannisbeere und Walderdbeeren) aufgepeppt und mit etwas Minze verfeinert. Total lecker, erfrischend und auch was für’s Auge :-)

Selbstgemachte Chips

Ofengebackene Chips

Ich liebe Chips. Das Problem mit den gekauften ist nur meistens, dass sie total überwürzt sind und null nach Kartoffeln schmecken. Außerdem muss man immer so monströse Tüten kaufen und die dann unheimlich schnell essen, damit die Chips nicht lasch und eklig werden. Also hab ich als kleinen Snack zum Tinto di Verano einfach mal selbst welche gezaubert und die waren so unglaublich geil und kross, das glaubt man nicht!

Eure Zutaten:

Kartoffeln (für 2 Personen etwa 2-3 Stück)
Olivenöl
eine Knoblauchzehe
Salz und Pfeffer

Sommer-Snack1

Zuerst legt ihr ein Backblech mit Backpapier aus und heizt euren Ofen auf 180°C/Umluft vor. Dann schneidet ihr die Knoblauchzehe in der Mitte auseinander und reibt das Backpapier schön fest damit ein. Gebt dann etwas Olivenöl (etwa einen Teelöffel) auf das Backpapier und verteilt es darauf. Dann das Backblech mit dem Papier für 5 Minuten in den warmen Ofen.

In der Zwischenzeit schnappt ihr euch die Kartoffeln. Ich hab die Schale dran gelassen und sie nur mit einer kleinen Bürste im heißen Wasser ordentlich gewaschen. Könnt ihr aber auch einfach abschälen, ganz wie ihr wollt! Dann schneidet ihr eure Kartoffeln in möglichst dünne Scheiben. Je dünner, desto schneller sind eure Chips nachher fertig :-)

Holt euer Backblech aus dem Ofen und legt auf das eingeriebene Backpapier eure Scheiben. Gebt großzügig Salz und Pfeffer drüber und ab in den Ofen. Meine Scheibchen waren da etwa 20 Minuten am Rösten, ist aber je nach Dicke der Scheiben unterschiedlich. Wenn ihr seht, dass eure künftigen Chips schon ziemlich goldbraun sind, wendet ihr sie und lasst sie dann weitere 5 Minuten im Ofen.

Dann rausnehmen und auf einem Küchentuch abkühlen lassen. Eventuell noch mal etwas nachsalzen.

Guacamole

Es gibt Feinschmecker, die schwören auf den passenden Dip zum Chip. Ja auch ich. Also noch schnell eine Avocado aus Mamas Küche stibitzt und Guacamole gemacht:

Zutaten?
1 reife Avocado
2 EL Zitronensaft
1 durchgepresste Knoblauchzehe
100g Sahne
Salz und etwas Pfeffer.

Meine liebste Zubereitungsmethode: Alles in eine Schüssel und mit dem Pürierstab zu einer cremigen Masse verarbeiten :-)

Bella Italia – Hausgemachte Pasta

Ja, ich weiß, Nudeln gibt es für wenig Geld und ohne großen Aufwand in jedem Supermarkt. Und ja, ich weiß, Nudeln selber machen ist aufwändig. Aber: Selbst rumnudeln macht 1. irre Spaß und ist 2. eine 100-prozentige Geschmacks-Steigerung zu den Dingern aus dem Laden.

Also ran ans Nudelholz und ab geht’s!

Für den Teig braucht ihr:

300g Hartweizengrieß (möglichst neu)
3 Eier
etwa 1-2 Esslöffel warmes Wasser
eine Prise Salz

Mit dem Grieß macht ihr ein Häufchen auf eure Arbeitsfläche, dann drückt ihr in die Mitte eine schöne Mulde rein. Da gebt ihr dann vorsichtig die Eier, das Wasser und das Salz rein. Dann langsam Mehl drüber. Und jetzt heißt es kneten, kneten, kneten. Immer mehr Mehl vom Rand mit reinkneten, bis ihr schließlich 1. alles Mehl mit reingebastelt habt und 2. der Teig nicht mehr an euren Händen klebt. Und das dauert, glaubt nicht, ihr seid nach 5 Minuten fertig…

Teigzutaten

Dann geht’s ans Ausrollen. Ich hatte Gott-sei-Dank eine Nudelmaschine, aber wie der Name schon sagt, geht das genauso mit einem Nudelholz. Schneidet eine Portion von eurem Teig ab und rollt sie auf niedrigster Stufe durch die Maschine. Wieder zusammenfalten und das Gleiche von vorne. Den Teig immer mal wieder durch den Hartweizengrieß ziehen. Das macht ihr…hmmmm… sagen wir 5 bis 7 mal. Dann dürft ihr bei jedem Mal durchrollen eine Stufe nach oben bis ungefähr Stufe 6 gehen. Der Teig sollte nicht zu dünn sein, sonst reißt er.

Nudelmaschine

Dann könnt ihr bei der Nudelmaschine einfach einen dieser praktischen Messer-Aufsätzen benutzen und euren Teig da durchrollen. Wenn ihr fleißig mit dem Nudelholz zu Gange wart, schneidet lange Nudelstreifen mit dem Messer. Ich hab meine Nudelstreifen dann noch zu einem Nudelnest gelegt, ihr könnt da komplett kreativ sein und die Dinger trocknen oder die Nudeln gleich ins kochende Wasser werfen und futtern.

Nudelnester

Nachdem ich die Nudeln dann endlich gefühlte tausend Mal durch die Maschine gedreht hatte, war ich irgendwie nicht mehr so motiviert, was die Soße betraf und hab mich deshalb für „Aglio e Olio“ entschieden:

Gebt 5 Esslöffel Olivenöl in den Topf und dünstet darin 4 Knoblauchzehen (in Scheibchen geschnitten). Etwas Salz und Pfeffer dazu und noch heiß mit den Nudeln vermischen. Schmeckt übrigens auch super mit Shrimps!

Pasta fertig