Feine Waffeltorte mit Quark-Beeren-Füllung

Waffeltorte_1_Pearls for Pillows

Fehler Nummer eins bei Müttern? Sag bloß niemals nie, dass du irgendwas für die Küche brauchen könntest. Beim nächsten Besuch oder spätestens zu Weihnachten steht sie nämlich da, eure Mama. MIT besagtem Teil. Und obwohl ich das weiß, ist meine Schnauze trotzdem manchmal schneller als mein Hirn und dann passiert folgendes: Ich steh da beim Umzug in die neue Wohnung ganz gemütlich in unserer neuen Küche, räum Zeugs ein und sag so ganz unschuldig: „Oh Mann, ich glaub, irgendwann leg ich mir mal ein Waffeleisen zu.“ Was man halt so sagt, wenn man Hunger hat. Und – zack – schon haben die Augen meiner Mama angefangen zu funkeln. Zu meiner Verteidigung, ich hab noch versucht das Steuer rumzureißen: „Also, ich mein, irgendwann mal. Also wenn ich eine echt große Küche hab. Noch größer als die neue jetzt, mein ich…“ Stotter stotter. Große Überraschung: Ich bin jetzt stolze Besitzerin eines Waffeleisens.

Und ich hab’s schon stolze 1x benutzt und zwar für meine WAFFELTORTE MIT BLAUBEEREN UND HIMBEEREN

Waffeltorte_4_Pearls for Pillows

Ihr braucht:

WAFFELN
120 g weiche Butter (halbe Stunde bei Zimmertemperatur liegen lassen)
100 g Zucker
Abrieb von einer Zitrone
1 Vanille-Rum-Aroma
3 Eier
150 ml Schmand
200 g Mehl
2 Teelöffel Backpulver

QUARK-FÜLLUNG
300 g Quark
150 ml Sahne
3 gehäufte Esslöffel Zucker
300 g Beeren

Verrührt die Butter mit dem Zucker, dem Aroma und dem Schalenabrieb, bis ihr eine schöne gleichmäßige Masse habt. Verrührt die Eier mit dem Schmand und rührt die Masse dann in die Butter-Zucker-Masse ein. Gebt Mehl und Backpulver zusammen, mischt das Ganze kurz durch und gebt das Mehl dann nach und nach zu eurem Teig. Kräftig rühren, bis ihr einen gleichmäßigen Teig ohne Klumpen oder so habt.

Euer Waffeleisen heizt ihr zunächst vor (ich hab Stufe 4 von 6 für meine Waffeln genommen), fettet sie mit etwas Butter ein und gebt dann einen mittleren Schöpflöffel in die Mitte eures Waffeleisens. Zuklappen und goldbraun brutzeln lassen – der Teig verteilt sich von alleine. Die fertige Waffel auf einen Kuchengitter auskühlen lassen. Dabei die Waffeln nicht übereinander stapeln!

Für die Füllung verrührt ihr Quark und Zucker. Schlagt die Sahne steift und hebt sie dann unter eure Quarkmasse. Einen Teil der Masse (so drei gehäufte Esslöffel) und eine Handvoll Beeren stellt ihr beiseite. In den Rest rührt ihr vorsichtig (ihr wollt ja nicht alle Beeren zermatschen) die Beeren unter.

Und dann heißt es stapeln. Erst eine Waffel, Füllung, Waffel, Füllung und immer so weiter. Ganz oben auf die letzte Waffel gebt ihr dann die weiße Masse von vorhin und dekoriert euren „Deckel“ hübsch mit den restlichen Beeren :-)

Schmeckt frisch am besten!

Waffeltorte_3_Pearls for Pillows

Advertisements

Last Minute Vatertags-Geschenk: Bananen-Bier-Muffins

Bananen-Bier-Muffins_2_Pearls for Pillows

Wenn ich an meinen Papa denke, dann stelle ich mir immer diesen irre großen, braunhaarigen Mann mit dem dünnsten (und trotzdem dichten) Haar der Welt vor. Knackig braun von der letzten Italienreise, immer auf der Suche nach der perfekten Pizzeria und mit einem merkwürdig gerundeten Finger, der irgendwie stolz zu verkünden scheint: „Yes, ich bin Schreiner und ich hab mir mal kräftig auf den Finger gekloppt“. Ja, das ist mein Papa und wenn man uns nebeneinander stehen sieht, weiß man sofort, wessen Tochter ich bin. Gut, abgesehen von der Größe und den O-Beinen, aber man muss ja nicht alles seinen Eltern nachmachen ;-)

Wie alle bayerischen Papas mag auch mein Papa BIER. Köstlich prickelndes, aromatisches Bier. Jetzt kann ich ihm aber halt schlecht einfach einen Kasten Bier per Post schicken, weil ich für’s Porto dann erstens auch gleich die Brauerei kaufen könnte und ich den Postbeamten biertechnisch auch nicht so ganz vertraue ;-) Also dachte ich, hey, machst halt BIER-MUFFINS!!! Und für alle zweifelnden Damen: Ja, das schmeckt köstlich, überhaupt nicht nach Bier, sondern einfach fluffig leicht nach Banane und Zimt!

Bananen-Bier-Muffins_4_Pearls for Pillows

Ihr braucht:
100 ml Bier (Helles, ich hatte Augustiner)
60 g Butter
100 g Zucker
1 TL Natron
120 g Mehl
1 Prise Salz
1 Banane (mit einer Gabel zermatscht)
1 Ei
etwas Zimt
Schoko-Kuvertüre (zartbitter)
ein paar Kaffeebohnen

Bananen-Bier-Muffins_3_Pearls for Pillows

Gebt die Butter mit dem Bier in einen Topf und erhitzt das Ganze auf mittlerer Stufe, bis die Butter geschmolzen ist. Gebt dann gleich noch den Zucker mit rein und nehmt das Gebräu vom Herd. Das stinkt, ich weiß, wird aber nachher echt lecker :-)

Verrührt in einer zweiten Schüssel Mehl, Natron und Salz miteinander.

In einer dritten Schüssel gebt ihr die Banane und das Ei hinein und verrührt das Ganze kurz. Dann gebt ihr abwechselnd die lauwarme Bierbrühe und das Mehlgemisch hinzu, verrührt den Teig kurz, gebt den Zimt mit reun und füllt ihn in eure Muffinförmchen. Am besten 3/4 vollmachen, die Muffins gehen noch etwas auf.

Für 20 Minuten bei 180 Grad in den Ofen!

Nach dem Abkühlen schmelzt ihr die Kuvertüre und streicht/gießt sie über eure Muffins. Noch eine Kaffeebohne obendrauf und fertig ist euer Vatertagsgeschenk :-)

Bananen-Bier-Muffins_1_Pearls for Pillows

Super-saftige Lemon Blondies {in Kuchenform}

Zitronen-Blondie_2_Pearls for Pillows

Kennt ihr das auch, wenn ihr plötzlich irre Lust auf eine bestimmte Zutat/Obstsorte oder was auch immer habt und die dann in jedes Essen mit rein muss? Ich hatte letzte Woche einen ganz schlimmen Fall von Zitronen-Sucht. Zitrone im Dressing, Zitrone in meinem Wasser, Zitrone im Kuchen. Ich bin einer von diesen Menschen, die (sobald sie sich unbeobachtet fühlen) den Zitronenschnitz aus dem Glas fischen und ihn mit genüsslich verzogenem Gesicht auffuttern. Zitrone ist lecker, Zitrone ist frisch, Zitrone ist SOMMER :-)

Zitronen-Blondie_5_Pearls for Pillows

Also musste ein Zitronenkuchen her, klar oder? Keiner normaler, wär ja langweilig! Neeeeein, richtig schön saftig und dekadent muss der sein! Also her mit den Lemon Blondies! Ihr könnt dafür übrigens auch ein ganz normales Blech verwenden – ich hatte da einfach kein passendes und hab deshalb eine kleine runde Springform verwendet ;-)

Zitronen-Blondie_3_Pearls for Pillows

Ihr braucht:
6 EL Butter
180 g weiße Schokolade
150 g Zucker
60 ml Zitronensaft
2 Eier
1 Prise Salz
220 g Mehl
geriebene Schale von einer Zitrone

Für den Guss:
200 g Puderzucker
2 EL lauwarmes Wasser
2 EL Zitronensaft
etwas geriebene Zitronenschale

Zitronen-Blondie_1_Pearls for Pillows

Ich schmelze meine Schokolade IMMER im Wasserbad, weil ich die Königin im Schokolade-versauen bin. Neulich hab ich’s aber in der Mikrowelle probiert – hat super funktioniert. Stellt die Mikro auf 600 Watt, gebt Butter und Schoki in eine Mikrowellen-geeignete Schüssel und steckt sie in die Mikro. Ich hab einfach alle 30 Sekunden kurz geöffnet, umgerührt und dann wieder 30 Sekunden laufen lassen, bis nur noch ein paar gröbere Stücke nicht geschmolzen waren. Die sind dann beim umrühren auch noch verschwunden :-)

Gebt dann den Zucker in die warme Masse und rührt, bis er sich aufgelöst hat. Danach gebt ihr Eier, Zitronensaft und Salz dazu. Zum Schluss rührt ihr noch in kleinen Portionen das Mehl unter.

In eine möglichst große Springform oder einer Backblech geben (am besten ist es, wenn euer Teig so 2 – 2,5 Zentimeter in der Form steht) und dann bei 180 Grad für etwa 25 Minuten in den Ofen. Rausnehmen und abkühlen lassen.

Für den Guss gebt ihr den Puderzucker, Wasser und Zitronensaft in eine Schüssel und rührt, bis ihr eine schöne glatte Masse habt! Über die kalten Blondies geben und fest werden lassen. Zum Schluss noch etwas Zitronenschale darüber raspeln und fertig!

Zitronen-Blondie_4_Pearls for Pillows

Birnen-Streuselkuchen im Glas

Kuchen im Glas_4_Pearls for Pillows

Ich freu mich ja jedes Jahr über das Münchner Frühlingsfest. Das Frühlingsfest soll eigentlich, angeblich, eventuell, die kleine Schwester des Oktoberfests sein. Najaaaa, in Realität beschränken sich die Gemeinsamkeiten auf den gleichen Veranstaltungsort (Theresienwiese) und dass sich jeder in ein Dirndl/Lederhose stopft. Hauptsächlich findet man da total hammermäßig coole Jungs mit krass-geiler Mütze zu ihrer Tracht und fetten Nike-Sneakers, während sich die Mädels in Mini-Dirndln bewundernd an sie schmiegen und dank extensivem Geschminke wie 25 aussehen. Mit … hmmm … 13?!

Ich kleines Landei war mit 13 ja von Schminke, BHs und Jungs so weit entfernt wie nur irgendwas. Ich würde sagen, mein dreizehnjähriges Ich war so mega-uncool wie man mit 13 nur sein kann ;-) Meine Lieblings-CD war „Der Holzwurm führt durch die Oper“ und mein Lieblingshobby war Backen. Mit 13 hab ich mir auch mein erstes eigenes Backbuch gekauft, nämlich „Kuchen im Glas“, von dem ich noch bis heute bei jeder Geburtstagsparty auswärts zehre! Wieso? Na, weil der Kuchen direkt in einem süßen Einweckglas gebacken wird und man ihn ganz bequem in seinem Gläschen transportieren kann! Mit 16 war die uncoole Phase dann übrigens wieder vorbei und ich war meistens reichlich geschminkt auf irgendwelchen Partys anzutreffen, während ich heute mehr der gepflegte Cocktail-/Bierschlürfer in einer guten Bar/Kneipe bin :-)

Kuchen im Glas_3_Pearls for Pillows

Die Zutaten:
Eine Birne (geschält)
etwas Zimt
40 g Butter
70 g Zucker
1 Ei
70 g Mehl
1/2 TL Backpulver
(Rosinen, wenn ihr sie mögt)

30 g Zucker
40 g Butter
20 g Mehl

Kuchen im Glas_1_Pearls for Pillows

Schneidet die Birne in kleine Stücken und gebt sie mit der Butter in einen Topf. Erhitzt das Ganze unter gelegentlichem Rühren. Das Ganze lasst ihr so 5 – 10 Minuten köcheln, bis die Birne weich(er) ist – je nachdem wie reif die Birne davor schon war.

Parallel dazu verrührt in in einer Schüssel Mehl und Backpulver miteinander, rührt das Ei und den Zucker dazu und gebt zum Schluss die heiße Birnenmasse und etwas Zimt mit hinein. Wenn ihr lustig seid, könnt ihr auch noch ein paar Rosinen mit rein machen.

Die Masse füllt ihr dann in ein großes, gefettetes (400 ml) Einweckglas oder zwei kleine. Keine Sorge, der Teig füllt das Glas nur zur Hälfte aus, geht aber beim Backen noch gut auf!

In einer zweiten Schüssel gebt ihr Zucker, Butter und Mehl zusammen und verknetet alles mit den Händen. Rubbelt die Masse dann so zwischen euren Händen, dass ihr schöne Streusel bekommt :-)

Die gebt ihr dann auf den Teig und dann kommt der mitsamt Glas in den Ofen: Und zwar bei ca. 180 Grad für 20-25 Minuten.

Nach dem Herausnehmen noch in Ruhe abkühlen lassen, Kerze rein und schon habt ihr ein 1a-Geburtstagsmitbringsel :-) Oder ihr futtert ihn einfach gleich selber ;-)

Kuchen im Glas_2_Pearls for Pillows

Eine kulinarische Entdeckungsreise: Viva la Vienna Apfelkuchen

Wiener Apfelkuchen_2_Pearls for Pillows

Okay, meine Lieben, das war eben vielleicht der merkwürdigste Sprachmix ever, aber ich bin noch leicht berauscht von meinem (Nach-)Mittagsschläfchen und dem unglaublich leckeren Kuchenduft, der aus meiner Küche stolze zwei Quadratmeter bis zu meinem Platz am Schreibtisch rüber weht. Wie auch immer: Jedenfalls hat die liebe Sarah vom Knusperstübchen wieder zu einer kleinen kulinarischen Entdeckungsreise eingeladen und da dachte ich „Hey, da bist jetzt aber mal dabei, du alter Faulsack!“.

Weit gekommen bin ich dann aber nicht, sondern gleich im Nachbarland hängen geblieben. Ich mag Österreich: Ein Land, in dem Süßigkeiten „Zuckerl“, Unfug „Schmäh“, Pflaumenmus „Povidel“ und Pfannkuchen „Palatschinken“ heißen, ein Land, in dem absolut JEDER Skifahren kann und das den „Swag“ hervorgebracht hat, muss man einfach lieben. Mal ganz davon abgesehen, dass den Österreichern das Kochen und Backen einfach im Blut liegt. Ich schwöre, jedes Mal, wenn ich die Staatsgrenze überfahre (durchfahre?!), wird das Gras ein bisschen grüner und das Futter einen Hauch besser ;-)

Wiener Apfelkuchen_Pearls for Pillows

Entschieden hab ich mich für einen wahren Klassiker, quasi den Godfather of Obstkuchen, der Wiener Apfelkuchen. Und der geht erstens mega-schnell und einfach und ist zweitens einfach ein Gedicht!

Die Zutaten: (Ich hab eine runde Springform mit 18 Zentimetern Durchmesser verwendet, wenn ihr eine mit 26 oder 28 Zentimetern nehmt, verdoppelt einfach die Menge und lasst den Kuchen etwa 40 Minuten im Ofen!)
2 saure Apfel (Boskop, Granny Smith)
125g weiche (zimmerwarme) Butter
100g Zucker
1 Prise Salz
1 EL Sahne
2 Eier
100g Mehl
25g Speisestärke
1/2 Teelöffel Backpulver
50g Mandelplättchen

Wiener Apfelkuchen_3_Pearls for Pillows

Heizt euren Ofen auf 190 Grad vor. Gebt Butter und Zucker in eine Schüssel und verrührt beides ein paar Minuten. Dann gebt ihr die Eier EINZELN dazu und verrührt jedes schön. Zum Schluss noch die Sahne dazugeben.

In einer zweiten Schüssel vermengt ihr Mehl, Backpulver und Speisestärke miteinander und rührt das Gemisch dann nach und nach in euren Teig, bis ihr einen schönen gleichmäßigen Teig bekommt.

Nehmt eure Äpfel, schält sie und entfernt das Kerngehäuse. Schneidet die Äpfel dann in Scheiben (etwa 3 Millimeter dick).

Fettet und mehlt eure Springform und gebt etwa zwei Drittel des Teiges hinein. Glattstreichen und dann die Apfelscheiben darauf verteilen. Spart nicht mit den Äpfeln, denn die geben eurem Kuchen das gewisse Etwas.

Gebt dann den restlichen Teig in die Form, streicht ihn glatt und streut die Mandelplättchen darüber. Und ab geht’s in den Ofen für
20 Minuten.

Nach dem Backen abkühlen lassen, aus der Form lösen und mit Zimt und Puderzucker bestreuen. Noch etwas Schlagobers (Schlagsahne) dazu und fertig!

Wiener Apfelkuchen_4_Pearls for Pillows

Zwetschgendatschi mit Mürbteig – auf in den Herbst!

Zwetschgen-Datschi_PearlsforPillows4

In meiner Kindheit fuhren wir jedes Jahr im September zu meiner Uroma. Diese Besuche waren für mich irgendwie immer der Beginn des Herbstes, denn: Es hat immer geschifft, es war nebelig und kalt und wir standen stundenlang im riesigen Obstgarten und haben alles mögliche Zeugs von dem Bäumen gepflückt. Hauptsächlich diese unglaublich geilen sauren Äpfel (Ich mag diese süßen, grießigen Dinger nicht…) und Pflaumen (oder im bairischen eben Zwetschgen).

Zwetschgen-Datschi_PearlsforPillows2

Daheim ging es dann natürlich gleich ans Einmachen, Kochen und Backen. Mein Bruder und ich waren ziemlich lästige Kinder, wir haben unsere Nasen und Finger einfach in alles Essbare reingesteckt. Wahrscheinlich gab’s deshalb dann auch immer ziemlich zeitnah Zwetschgendatschi (Yes, I know, für alle Nicht-Bayern heißt das Pflaumenkuchen), einfach nur, damit wir was tun hatten und nicht ständig verfressen in den Töpfen hingen ;-)

Zwetschgen-Datschi_PearlsforPillows1

Für diesen oberhammergeilen Zwetschgendatschi à la Uroma braucht ihr:

Teig
500 g Mehl
320 g kalte Butter in Stückchen geschnitten
160 g Zucker
2 Eier
1 Prise Salz
1 Esslöffel Rum oder saure Sahne

Belag
2 kg entsteinte Pflaumen, frisch oder aufgetaut (Die Pflaumen, werden der Länge nach halbiert, sodass sie auf einer Seite noch zusammenhängen und dann werden sie oben nochmal eingeschnitten. Muss dann aussehen, wie ein x)

Streusel
350 g Mehl
200 g Zucker
200 Butter

Zuerst mal macht ihr euch an den Teig. Siebt das Mehl auf eure Arbeitsfläche und macht dann in die Mitte eine Kuhle rein. Da gebt ihr dann die die übrigen Zutaten rein und vermischt sie etwas mit einer Gabel. Mit einem großen Messer schiebt ihr dann das Mehl vom Rand in die Kuhle und vermischt das ganze grob. Dann hackt ihr die Masse mit dem Messer zu feinen Krümeln. Und dann folgt die Kneterei. Möglichst nicht zu lange, der Teig mag’s schön kalt! Ihr merkt, dass er fertig ist, wenn ihr einen schönen, glatten und festen Teig habt. Formt den Klumpen zu einer Kugel und stellt den Teig abgedeckt für ne Stunde in den Kühli.

Legt in der Zwischenzeit ein Backblech mit Backpapier aus und heizt den Ofen auf 180 Grad Umluft vor. Holt euren Teig und rollt ihn aus, sodass er eben gut auf das Blech passt :-) Mit der Gabel noch viele kleine Einstiche machen und dann den Boden mit den Früchten belegen. (Belegt wird übrigens wie bei Dachschindeln: Die hintere Reihe muss etwas auf der vorderen aufliegen).

Die Streusel gehen ganz easy: Gebt alle Zutaten in eine Schüssel und knetet sie mit den Händen durch, bis ihr viele kleine Brösel habt ;-) Die dann gleichmäßig auf euren Kuchen streuen und ab in den Ofen für so 25 bis 30 Minuten.

Tja, und dann seid ihr auch schon fast fertig. Noch etwas Zimt drüber und losgefuttert!

Zwetschgen-Datschi_PearlsforPillows3

No Bake Beeren Cake: {Frischkäse+Sahne+Mascarpone+Beeren = Kuchen}

No bake cake_4

Oh Maaaaann, ich glaub, der liebe Gott verarscht uns: Die ganze Woche haben wir schon das absolut mieseste Wetter der Welt und heute morgen plötzlich strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. Und ja, heute war ich so auf kaltes Wetter eingestellt, dass wir eigentlich in die Sauna wollten ;-) Naja, gut, dafür geht’s gleich mit nem Croissant in den Park!

Gestern war bei meiner Mama Familytreffen mit ihren Cousinen (meinen Großcousinen) und deren Kids (meinen Großgroßcousinen oder so ähnlich). Nach jahrelangen mehr oder weniger regelmäßigen Treffen auf Beerdigungen war das doch mal ’ne schöne Abwechslung und nach viel Gequatsche, ein paar Runden auf den Pferden und ’ner Dorfführung ging dann das große Futtern los. Ich wollte natürlich auch unbedingt irgendwas leckeres beisteuern und hab mich für einen wirklich supersauleckeren No Bake Beeren Cake entschieden. Ist der Name nicht schön? :-)

No bake cake_3

Dafür braucht ihr:

200g Butterkekse
100g Butter
1 Esslöffel Puderzucker

400g Sahne
1 Päckchen Vanillezucker
250g Mascarpone
200g Frischkäse
750g gefrorene Beerenmischung
3 EL Limettensaft
3 Blatt weiße Gelatine
2 EL Zucker

No bake cake_1

Legt den Boden einer runden Springform (je kleiner, desto besser!) mit Backpapier aus. Packt eure Kekse in eine Tüte und zerkleinert sie dann mit roher Gewalt (Schnitzelklopfer, Hammer, whatever…), bis die Brösel ziemlich fein sind.

Gebt die Butter in einen Topf und lasst sie auf dem Herd langsam schmelzen. Sobald sie ganz flüssig ist, vom Herd nehmen und die Keksbrösel + Puderzucker reingeben und alles gut durchrühren. Dann die Keksmischung in eure Form geben und und gleichmäßig auf dem Boden verteilen. Schön festdrücken und ab in den Kühlschrank.

Jetzt schlagt ihr die Sahne mit dem Vanillezucker schön steif. Zerkleinert mit einem Pürierstab etwa 300g der Beeren und verrührt sie dann dem Frischkäse, der Mascarpone und zwei EL Limettensaft. In die Mischung kommen dann zwei der drei Blätter Gelatine. Einfach auf die Packungsanleitung gucken, bei mir musste man sie erst einweichen, dann unter Hitze auflösen und mit ein paar Löffel der kalten Masse verrühren, bevor man das Ganze dann komplett zusammenrühren durfte.

Letzter Schritt: Nach und nach die Sahne dazugeben und vorsichtig unterheben. Wenn euch eure Masse noch nicht süß genug ist, gebt ihr noch etwas Zucker dazu. Holt dann eure Form aus dem Kühlschrank und gebt die Masse auf euren Boden. Schön glatt streichen und für ne Stunde in den Kühlschrank.

Als oberste Schicht noch ein kleiner Beerenspiegel. Nehmt 200 g eurer Beeren, erhitzt sie langsam in einem Topf und püriert sie dann mit einem Pürierstab. Einen Esslöffel Limettensaft und Zucker dazu und das letzte Gelatineblatt. Die Masse dann ziemlich zeitnah auf euren Kuchen geben. Und den müsst ihr jetzt leider mindestens 4 Stunden in Ruhe lassen!

No bake cake_2

Vor dem Servieren dann schnell noch die übrigen Beeren als Deko oben drauf und losgefuttert! Mein Kuchen ist beim Fotografieren etwas zerlaufen, ICH konnte natürlich meine 4 Stunden nicht abwarten ;-)

Geburtstagsprinzessinnentag: Blaubeer-Muffins

Blaubeer-Muffins1

Juhhuuuu, ich bin Geburtstagsprinzessin! Ich hab eigentlich keine Ahnung, warum ich meinen Geburtstag so mag, vermutlich wegen Geschenkeregen und so ;-)

Passend zum Geburtstagsprinzessinnentag musste natürlich was leckeres Kuchen-mäßiges für meine Arbeitsmädels her, die zieeemlich auf süße Sachen stehen :-) Weil es momentan überall Blaubeeren zu kaufen gibt, hab ich mich für ein total leckeres und schnelles Blaubeermuffin-Rezept entschieden. So, here you go:

Blaubeer-Muffins2

Ihr braucht:

350g Mehl
2 Teelöffel Backpulver
eine Prise Salz

125g Butter
135g Zucker
1/2 TL Vanillezucker
2 Eier
125ml Milch

250g Blaubeeren

1. Heizt euren Ofen auf 190 Grad Ober-/Unterhitze vor. Macht eure Muffinform schon mal startklar (einbuttern oder Papier rein) und stellt sie dann zur Seite.

2. Zerlasst die Butter und rührt mit einem Schneebesen den Zucker und den Vanillezucker ein. Danach gebt ihr Eier und Milch dazu.

3. Vermischt Mehl, Backpulver und Salz miteinander und gibt das Gemisch zu eurem Teig. Leicht durchrühren, der Teig muss nicht ganz glatt sein!

4. Zum Schluss die Blaubeeren dazugeben und vorsichtig unterheben.

5. Fühlt den Teig in eure Muffinförmchen (der Teig geht etwas auf, aber nicht zuuu stark) und steckt sie für 18 Minuten in den Ofen. Lieber nicht zu lange, sonst wird euer Muffin ziemlich trocken :-)

Blaubeer-Muffins3

Tja, und das waren sie auch schon, meine kleinen Geburtstagsmuffins!

Rhabarberkuchen in Baumrinde mit Erdbeersahne

Kuchen im Holzmantel1_small

Eigentlich beginnt die Geschichte zum Kuchen im Baum ja im Baumarkt. Ich weiß, Kuchen und Baumarkt???? ;-) Jedenfalls: Vor ein paar Monaten hat bei meinen Eltern ganz in der Nähe ein Baumarkt eröffnet. Für mich nicht die Wahnsinns-Neuigkeit, aber alle anderen aus meinem Heimatdorf waren natürlich hellauf begeistert und sind seitdem in regelmäßigen Abständen in besagtem Baumarkt anzutreffen. Früher traf man sich beim Bäcker an der Theke, heute im Baumarkt an der Kasse. Sehr bastel- und bau-wütiges Volk hier bei uns :-) Um hier aber mal auf den Punkt zu kommen: Natürlich haben wir dann gestern im Baumarkt Bekannte getroffen, die eine Straße von meinen Eltern entfernt ein Haus bauen und die uns (also mein verehrtes Muttertier und mich) auf ihre Baustelle eingeladen haben. Und weil Hausbauer und Baustellenhelfer halt nach einem Tag schuften zieeemlich Kohldampf haben, wollten wir natürlich nicht mit leeren Händen rüber marschieren. Hübsch und Baustellen-kompatibel muss so Essen natürlich auch sein und so war die Idee vom Kuchen in der Baumrinde geboren.

Kuchen im Kasten_small

Nach so viel Gelaber gibt’s jetzt natürlich auch das Rezept ;-)

Für den Kuchen braucht ihr:
1-2 Stangen Rhabarber, geputzt und geschält
1 Würfel Hefe
250 ml Milch
550g Mehl
75g Zucker
6g Salz
2 Eier
etwa ein 3 Esslöffel Zucker für den Rhabarber

Und für die süße Erdbeersahne (reicht locker für 8 hungrige Bauhelfer):
1 Schälchen Erdbeeren
1 Päckchen Vanillezucker
2 Becher Sahne
2 Päckchen Sahnesteif

1. Putzt und schält euren Rhabarber und schneidet ihn dann in etwa 2-3cm große Stücke. Gebt sie mit den 3 Esslöffel Zucker in eine Schüssel, verrührt das Ganze etwas und stellt die Schüssel dann zur Seite.

2. Startet mit dem Hefeteig, indem ihr in einer Schüssel die zerbröckelte Hefe in leicht lauwarmer Milch auflöst.

3. Macht mit dem Mehl einen Haufen und buddelt da in die Mitte ein Loch rein. Hier Butterstücke, Zucker, Salz, Eier und die Hefemilch vorsichtig rein geben.

4. Alle Zutaten in der Mitte vorsichtig vermischen und immer mehr Mehl mit rein geben. Den Teig schön kneten. Den Teig mit der Hand immer weiterkneten, bis er schön glatt ist, glänzt und Blasen wirft. Dann den Teig in eine Schüssel geben, mit einem Tuch oder Folie abdecken und eine halbe Stunde ruhen lassen.

Kuchenteig im Holzmantel2_small

Für meine Baumrinden-Form hab ich mir eine passende halbrunde Rinde von einem Holzscheit gepflückt und innen Backpapier wie eine Art Bonbon geformt und am vorderen und hinteren Ende zusammengebunden. Ihr könnt aber auch kleine Obstkistchen oder was euch sonst noch so einfällt verwenden!

5. Rollt euren Teig aus (nicht zu dick, etwa 1cm bis maximal 1,5cm) und gebt ihn in eure Form. Dann legt ihr nur noch eure Rhabarberstücke drauf und drückt sie schön in den Teig. Den Backofen auf 200°C vorheizen und den Kuchen mitsamt Baumrinde für 20 bis 30 Minuten in den Ofen stecken.

Erbeersahne

In der Zwischenzeit macht ihr euch an die Erdbeersahne:
Legt etwa fünf schöne Erdbeeren zur Seite und gebt den Rest mit Zucker in eine Schüssel. Zermatscht die Beeren mit einer Gabel, es dürfen ruhig noch Stückchen in der Masse sein! Schlag eure Sahne mit Sahnesteif und dem Vanillezucker auf und vermengt sie dann vorsichtig mit den zerdrückten Erdbeeren. Zum Schluss noch die Erdbeeren vom Anfang halbieren und in die Sahne stecken.

Viel Spaß beim Genießen :-)