Oh Halleluja: Schoko-Cupcakes mit Karamell-Frosting

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Mal ganz ehrlich: Ich HASSE Glasuren, Toppings und Frostings aller Art. Weil da ist immer entweder zu viel Zucker oder zu viel Butter oder zu viel von beidem drin und vom Kuchen schmeckt man auch nicht mehr viel. Kann ich auch gleich von nem Stück Butter abbeißen. Also war das Zeug für eine ganze Weile bei mir unten durch (jupp, ich kann auf Ewigkeiten super nachtragend und stur sein, ärgert mich bloß nicht…). Bis, ja bis ich über Pinterest über dieses klasse gesalzene Karamell-Frosting gestolpert bin und das sooo verführerisch aussah, dass ich meinem Groll mal kurzerhand über Bord geschmissen und es auf meine Schoko-Cupcakes geklatscht hab. Eh voilà, ES WAR GEILO! Die perfekte Kombination aus Puder, Frischkäse und Zucker. Süßes Karamell vereint sich auf einem Bett aus Schokolade mit einer sexy Salz-Note. TRY IT, TASTE IT, LOVE IT!

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Ihr braucht für 6 Cupcakes:

CUPCAKES
125 g Mehl
1 TL Backpulver
100 g klein gehackte Zartbitterschoki
75 g Zucker
1 kleines Ei
125 ml Milch
4 EL Öl

KARAMELL-FROSTING
50 g Zucker
1 EL Wasser
1 TL Ahornsirup
30 ml Schlagsahne
1 EL Butter
1 Schuss Zitronensaft
1 Messerspitze Salz
50 g Butter
500 g Frischkäse Doppelrahmstufe
100 g Puderzucker

Cupcakes
Mehl und Backpulver kurz miteinander vermischen. Zucker, Milch, Öl und Ei dazu geben und verrühren. Zum Schluss noch die Schokolade untermischen. Für 15 bis 20 Minuten bei 170 Grad Ober-/Unterhitze backen. Abkühlen lassen.

Frosting
Gebt den Zucker zusammen mit dem Wasser und dem Ahornsirup in einen Topf und erhitzt das Ganze unter ständigem Rühren langsam, bis sich der Zucker gelöst hat. Noch etwa 30 Sekunden weiterrühren und dann vom Herd ziehen. Nach etwa 20 Sekunden (AUF KEINEN FALL WARTEN, BIS DIE MASSE HART WIRD!!!) die Schlagsahne dazu geben und sofort kräftig rühren. Dann die restlichen Zutaten zugeben, verrühren und abkühlen lassen, bis ihr eine zähflüssige Masse habt.

Die Butter mit dem Frischkäse und Puderzucker verrühren und euer Karamell einrühren. Eventuell noch mal kurz kalt stellen, wenn euch die Masse noch zu weich ist. Das Frosting mit einer Spritztülle auf den Cupcake geben und reinhauen!!!

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Try something different: Gefüllte Weinblätter

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Ich sag gleich eins vorweg, meine kleinen pelzigen Freunde: Ich hab lange überlegt, ob ich folgende Zeilen in meinen PC hacken soll. Weil: Sobald ich mal was halbwegs ernstes raushaue, kommt das nicht so gut bei euch an ;-) Aber wie ich an mein Rezept gekommen bin, will ich euch jetzt trotzdem erzählen! Wenn ihr also ein hartes Problem mit fremden Menschen aus fremden Ländern habt, verabschiedet ihr euch jetzt besser..

Was ich total an meiner Mama bewundere ist ihre Offenheit: Egal, was du für eine Hautfarbe hast, welche Sprache du sprichst, zu welcher Gottheit du auch immer betest – wenn du nett bist und was spannendes zu erzählen hast, wirst du spitze mit meiner Mama auskommen. Meine Freundinnen waren (und sind) zu jeder Tages- und Nachtzeit willkommen, während mein Muttertier mal kurz in die Küche flitzt und igendwas unfassbar Leckeres in unfassbar kurzer Zeit produziert.

Und weil meine Mama nun mal so eine Art hat, mit Menschen umzugehen, bekommt ihr heute dieses wirklich geile Rezept für gefüllte Weinblätter. Das hat sie nämlich von einer sehr netten Dame, die leider aus ihrem Land fliehen musste und deshalb seit ein paar Monaten bei uns im tiefsten Bayern wohnt. Wie meine Mama halt so ist, hat sie sich einfach ein paar Minütchen mit ihr auf der Straße unterhalten und weil sich die Frau vermutlich einfach über ein paar nette Worte gefreut hat, hat sie meiner Mama dieses wirklich, wirklich leckere Rezept verraten :-)

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Gefüllte Weinblätter
etwa 10 – 15 mittelgroße Weinblätter mit Stiel (alternativ schon fertige Weinblätter im türkischen Laden kaufen)
1 Zwiebel
200 g Hackfleisch
250 ml (Achtung nicht Gramm!) Reis
1 Koblauchzehe
Salz, Pfeffer
2 EL Olivenöl
verschiedene Kräuter nach Belieben
Zitronensaft

Wenn ihr ganz strebermäßig sein wollt, dann kocht ihr euch eure Weinblätter selbst, sonst springt ihr einfach gleich zu 2. :-)

1. Nehmt eure frischen Weinblätter und gebt sie für eine Minute in einen Topf mit kochendem Salzwasser. Gießt das Wasser dann ab und legt die Blätter bis zur Verwendung in warmes Wasser

2. Für die Füllung nehmt ihr den Reis und lasst ihn für eine halbe Stunde (nicht schummeln) in lauwarmem Wasser einweichen. Würfelt eure Zwiebel, schneidet den Koblauch klein und gebt beides zum Hacklfeisch, genauso Salz, Pfeffer, das Olivenöl und Kräuter wie Petersilie. Gießt den Reis ab und gebt den dann auch noch dazu. Dann das Ganze schön durchmatschen!

3. Nehmt euer Weinblatt und schneidet erst mal den Stiel ab. Den liegt ihr auf den Boden eures Topfes (so brennt euch nachher nämlich nix an!). Dann legt ihr das Blatt so vor euch, dass die Spitze zu euch zeigt. Mit einem Löffel gebt ihr dann die Hackfleischmasse etwa mittig auf das Blatt und formt daraus eine horizontale Wurst. Da klappt ihr den oberen Teil eures Blattes drüber, linke Seite, rechte Seite, ehe ihr das Blatt zigarrenförmig zusammenrollt. Alles klar soweit? Oben, links, rechts, rollen! Dann in den Topf geben und das gleiche mit dem nächsten Blatt :-)

4. Legt eure Weinblattpäckchen dicht an dicht in euren Topf, beschwert sie mit einem Teller (einfach darüber in den Topf legen) und gießt schön Brühe darüber, bis die Weinlättertaschen bedeckt sind.

5. Lasst das Ganze auf dem Herd kurz aufkochen und dann 1 Stunde leicht köcheln. Dabei immer wieder nachgucken, ob noch Brühe im Topf ist. Die darf nämlich nicht ausgehen! Nach einer Stunde aus dem Topf holen und abkühlen lassen.

6. Zum Schluss mit etwas Öl und Zitronensaft marinieren und genießen!!!

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Johannisbeer-Panna Cotta mit Fruchtspiegel

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Ein Wochenende bei meiner Mama im Sommer ist Fluch und Segen zugleich. Segen, weil unser Garten Liegewiese, Grill-Location und Partystation in einem ist. Fluch, weil im Garten ständig irgendwas reif wird, das dann in stundenlanger Arbeit bei 30 Grad geerntet werden muss!

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Bei meinem letzen Besuch waren es schwarze Johannisbeeren. Die mag ich eigentlich so gar nicht. Überhaupt nicht. Null Komma Null. Aber wie das so ist: Wenn das verehrte Muttertier Johannisbeeren im Panna Cotta ordert, gibt es? Richtig – Johannisbeeren im Panna Cotta. Gemotze von unwilligen Töchtern hin oder her. Und wie das halt auch so ist: Mamas haben blöderweise einfach immer recht! Die Panna Cotta mit schwarzen Johannisbeeren und Fruchtspiegel war nämlich mal sowas von lecker, dass ich mich am liebsten gleich nochmal zum Ernten in den Garten gestellt hätte…

Ihr braucht:
400 ml Schlagsahne
1 Vanilleschote
2 EL Zucker
3-4 Blätter weiße Gelatine
250 g schwarze Johannisbeeren (wahlweise auch Heidelbeeren)
Zucker nach Belieben

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Euer Rezept teil sich in zwei Teile:

1. Johannisbeersoße
Zerdrückt die schwarzen Johannisbeeren zunächst vorsichtig mit einer Gabel. Gebt sie in einen Topf, gebt etwas Zucker dazu und erhitzt das Ganze kurz. Zum Schluss mit einem Pürierstab pürieren und abkühlen lassen.

2. Panna Cotta
Gebt die Schlagsahne mit der aufgeschlitzten Vanilleschote und dem Zucker in einem Topf und lasst das Gemisch 15 Minuten köcheln. Nicht bei der Zeit schummeln und hin und wieder mal umrühren :-)

Parallel dazu legt ihr die Gelatine in kaltes Wasser, bis sie weich wird.

Zieht den Topf vom Herd und fischt die Vanilleschote raus. Nehmt die Gelatine aus dem Wasser, drückt sie aus und rührt sie dann in die heiße Sahne ein. Ganz viel rühren!!!

Dann rührt ihr zwei Esslöffel der Beerensoße in die Masse ein, füllt die dann in hübsche Schälchen und lasst sie (im Kühlschrank) abkühlen. Wenn ihr eure Panna Cotta nachher stürzen wollt, die Schälchen mit kaltem Wasser vor dem Befüllen ausspülen!!!

Wenn eure Panna Cotta schön fest geworden ist, könnt ihr es vorsichtig stürzen und die Fruchtmasse darüber geben :-)

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Wanna have some icetea? Selbstgemachter Zitronen-Eistee

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Letztens saß ich mit meinem Papa und seiner Frau Elke im Gras und begutachtete unsere Zehen. Die Zehen meines Papas: Sehr gerade und ansehnlich. Elke: Leicht nach außen gebogen, aber trotzdem top. Und dann meine Zehen: Klein, verhunzelt und definitiv nicht Fußmodel-tauglich. Und trotzdem dachte ich plötzlich: Ach was soll’s, ich mag euch trotzdem! Und was lernen wir aus diesem fantastischen Intro? Ganz genau: Wenn ihr hässliche Zehen habt, dann freut ihr euch trotzdem, weil sie euch still und leise jeden Tag durch’s Leben tragen! Wenn ihr Zitronen habt, verzieht ihr nicht das Gesicht, sondern macht was? Richtig! Eistee!

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Selbstgemachter Eistee schmeckt superlecker und viel frischer als der gekaufte, macht nicht viel Aufwand und ist super erfrischend! Dann legt mal los :-)

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Ihr braucht:
1 Liter Wasser
4 Teebeutel Zitronentee (ich hab Milford „Lemon-Kick“)
2 Minz-Stängel
1 Zitrone
Zuckersirup (Wasser und Zucker im Verhältnis 1:1) aufkochen

Erster Schritt: Tee machen: Kochendes Wasser über die Beutel und 5 Minuten ziehen lassen! Dann die Beutel rausnehmen und die Minze mit dazugeben. Abkühlen lassen und dann für ein paar Stunden (am besten über Nacht) in den Kühlschrank!

Am nächsten Morgen die Minze rausnehmen und wegwerfen. Dann presst ihr noch die Zitrone aus und gebt den Saft zum kalten Tee. Zum Schluss mit dem Zuckersirup süßen, Zitronenspalten ins Glas geben und eiskalt genießen!

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Grill-Fest: Eingelegte Champignons

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Seit vielen Jahren (naja, seit 4, aber das sind immerhin … Kram nach dem Taschenrechner … gute 17 Prozent meines Lebens) begleitet mich EIN Kochbuch bei all meinen kulinarischen Wagnissen. „Ich helf dir kochen“, geschrieben von zwei mittlerweile recht betagten Damen, die in der Küche aber sowas von rocken und dem lieben Küchendeppen auf knapp 550 Seiten ordentlich zeigen, wie man den Kochlöffel schwingt. Liebe Eltern, sollten eure Kinder demnächst das elterliche Nest verlassen, macht es wie meine Mama und schenkt ihnen dieses Buch! Ich schwöre, es gibt kein Gericht, kein Kraut, keine Garmethode, die da nicht drin steht!

Kennt ihr das, wenn ihr irgendwo essen seid und euer Essen so hart genial ist, dass ihr es zuhause unbedingt nachkochen wollt? Und ihr nicht den leisesten Schimmer habt, wie? Dann guckt ihr in das schlaue Buch und werdet -tadaaaa- mit einem köstlichen Rezept für selbstgemachte eingelegte Champignons belohnt. Die schmecken nämlich wahnsinn in einem knackigen Salat oder einfach nur so zu einem schönen Stück Grillfleisch!

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Ihr braucht:
125 ml Essig (ich hatte weißen Balsamico)
2 TL Salz
2 TL Zucker
1-2 Knoblauchzehen (gehackt)
Pfeffer, Thymian und getrocknetes Basilikum
etwa 150 ml Olivenöl
500 g Champignons

Los geht’s, indem ihr eure Champignons erst mal putzt. PUTZT, nicht wascht – also einfach vorsichtig die Erdreste mit eine Bürstchen und einem Küchentuch abrubbeln und falls nötig, die Stängel stutzen.

Dann gebt ihr den Essig mit dem Salz und dem Zucker in den Topf und lasst das Ganze aufkochen. Kleiner Tipp: Macht besser das Fenster auf, das stinkt echt mies ;-) Sobald die Brühe kocht, gebt ihr portionsweise die Champignons mit rein und dünstet die so 4 bis 5 Minuten darin. Herausnehmen und ein paar Minütchen auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Zum Schluss gebt ihr die Champignons in ein verschließbares Glas oder eine Schüssel, gebt die Kräuter, den Knoblauch und ein wenig Pfeffer dazu und gießt zum Schluss das Öl darüber. Dabei unbedingt gucken, dass die Champignons komplett mit Öl bedeckt sind!

Zwei Tage im Kühlschrank marinieren lassen und fertig! Die Champignons könnt ihr in ihrer Ölmarinade übrigens auch ein paar Wochen im Kühlschrank lagern :-)

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Die Wahnsinns-Erdbeer-Wochen: Erdbeer-Caipirinha

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Kennt ihr jemanden, der keinen Caipi mag? Ich nicht! Ich meine ERNSTHAFT?! Der Caipi (vor allem dieses merkwürdige grüne Fertiggesöff aus dem Supermarkt) hat mich ungefähr meine ganze Jugend hindurch begleitet, wurde dann zugunsten meiner Martini- und Bierphase mal kurz schändlich vernachlässigt und ist jetzt wieder ganz heiß im Rennen. Solltet ihr jemals die Chance haben eine Zeitreise zu machen, besucht die 16-jährige Tami auf irgendeiner (Scheunen-)Party im Sommer. Ihr findet mich bestimmt mit schrecklicher Frisur und einem Gläschen Caipirinha auf der Flucht vor den Security-Leuten :-)

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Für den fruschtisch-frischen Erdbeer-Caipi braucht ihr:
500 g köstlich frische Erdbeeren (zur Not tun’s auch Tiefkühlbeeren)
Crushed Ice
1 Limette
3 TL brauner Rohrzucker
3 cl Cachaca

(Wald-)Erdbeeren, Minze und Strohhalme zum Garnieren

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Erster Schritt: Erdbeeren zermatschen. An besten schnell Stiel und Grünzeugs wegmachen und dann einfach kurz durchpürieren. Was mit richtig reifen Erdbeeren tatsächlich auch geht, ist sie mit dem Handrührer klein machen!

Schneidet dann die Limette in Scheibchen und die wiederum in kleine Viertel. Vier Viertel gebt ihr in euer Glas (wir hatten diese typischen Dinger von Ikea), streut den Rohrzucker drüber und zerdrückt das Ganze mit einem Stößel und was ihr eben sonst passendes in eurer Küche findet :-)

Dann kommt die Erdbeermasse drüber – etwa 6 cl pro Glas, wir wollen hier vollen strawberry flavour, right? ;-) Danach füllt ihr euer Glas mit dem Crushed Ice auf. Auch hier ein echt einfacher Trick, wenn ihr aus Eiswürfeln Crushed Ice zaubern wollt: Eiswürfel in eine Gefriertüte, Luft rausdrücken und zuknoten. Dann in ein Küchentuch einschlagen und mit einem Nudelholz liebevoll klein klopfen…

Letzter Schritt: Über das Eis gebt ihr den Cachaca ins Glas. Einfach auffüllen, bis das Glas voll ist. Zum Schluss noch schön garnieren, Strohhalm rein und ab in die Sonne!

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Start der Wahnsinns-Erdbeer-Wochen verpasst? Dann schaut euch mal diese hammermäßige kaltgerührte Erdbeermarmelade hier an :-)

Spritzige Rhabarber-Limo: Hallo Sommer!

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Kennt ihr das, wenn ihr irgendwas probiert, das ihr zuvor JAHRELANG gemieden habt und plötzlich denkt: „Shit, wieso mochte ich das doch gleich nochmal NICHT? Wie konnte ich nur Jahre meines Lebens damit verschwenden, dich Leckerbissen zu meiden?!“ Geht mir ziemlich häufig so, weil ich das Essverhalten eines motzigen Kleinkindes äußerest erfolgreich ins Erwachsenenalter transportiert habe und erst nach und nach merke, wie geil manche Sachen einfach schmecken: Zucchini – yummie! Hummus – köstlich! Rhabarber – oh du himmlisch saure Delikatesse!

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Der Garten meiner Mama ist ein atemberaubender Dschungel. Nicht so auf die ich-lass-alles-wachsen-und-guck-mal-was-passiert-Weise, sondern mehr ich-hab-die-letzen-10-Jahre-mit-Erde-unter-den-Fingernägeln-verbracht-mäßig. Egal, welche merkwürdige Pflanze ihr sucht, sie steht bestimmt irgendwo eingekeilt zwischen riesigen Pfingstrosen und japanischem Teich, marokkanischer Terrasse oder Steingarten. Rhabarber kaufen? Iwooooo, steht doch in Mamas Garten!

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Für meine fruchtig-leichte Limo braucht ihr:
500 g (Erdbeer-) Rhabarber
200 g Zucker
250 ml Wasser
Ein altes (Geschirr-)Tuch
Mineralwasser (Sprudel)
einen Schuss Sprite
frischen Salbei oder Minze zum Dekorieren

1. Schält euren Rhabarber und schneidet ihn dann in Stückchen. Einfach mit einem Messer die oberste Faserschicht abziehen. Das ist anfangs recht nervtötend und ätzend, aber irgendwann hat man dann den Bogen raus :-)

2. Gebt den Zucker mit dem Wasser in einen Topf und lasst das Ganze etwa 5 min köcheln. Schön rühren, damit sich der Zucker auch ordentlich auflöst.

3. Gebt den Rhabarber zum Zuckerwasser und lasst das Ganze nochmals 15 Minuten kochen. Hin und wieder umrühren nicht vergessen ;-) Anschließend vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

4. In einen weiteren Topf legt ihr ein feines Sieb und da hinein euer Tuch. Das Tuch wird danach etwas farbig sein, also ein altes nehmen! Da hinein gebt ihr eure lauwarme Rhabarbermasse. Nehmt die Ecken des Geschirrtuchs und verdreht sie so schraubenmäßig, dass ihr mir entstehenden Kraft den Rhababer durch das Tuch und das Sieb nach und nach in den Topf presst. Nicht zu fest, sonst drückt ihr die Rhabarberpampe auch mit durch…

5. Den mühsam gewonnen Sirup stellt ihr dann nochmal auf den Herd und lasst ihn wenige Minuten kochen, bevor ihr ihn dann endgültig abkühlen lasst.

6. Den kalten Sirup vermischt ihr je nach Geschmack mit Mineralwasser und einem Schuss Sprite und gebt noch Salbei oder Minze mit ins Glas – fertig!

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Last Minute Vatertags-Geschenk: Bananen-Bier-Muffins

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Wenn ich an meinen Papa denke, dann stelle ich mir immer diesen irre großen, braunhaarigen Mann mit dem dünnsten (und trotzdem dichten) Haar der Welt vor. Knackig braun von der letzten Italienreise, immer auf der Suche nach der perfekten Pizzeria und mit einem merkwürdig gerundeten Finger, der irgendwie stolz zu verkünden scheint: „Yes, ich bin Schreiner und ich hab mir mal kräftig auf den Finger gekloppt“. Ja, das ist mein Papa und wenn man uns nebeneinander stehen sieht, weiß man sofort, wessen Tochter ich bin. Gut, abgesehen von der Größe und den O-Beinen, aber man muss ja nicht alles seinen Eltern nachmachen ;-)

Wie alle bayerischen Papas mag auch mein Papa BIER. Köstlich prickelndes, aromatisches Bier. Jetzt kann ich ihm aber halt schlecht einfach einen Kasten Bier per Post schicken, weil ich für’s Porto dann erstens auch gleich die Brauerei kaufen könnte und ich den Postbeamten biertechnisch auch nicht so ganz vertraue ;-) Also dachte ich, hey, machst halt BIER-MUFFINS!!! Und für alle zweifelnden Damen: Ja, das schmeckt köstlich, überhaupt nicht nach Bier, sondern einfach fluffig leicht nach Banane und Zimt!

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Ihr braucht:
100 ml Bier (Helles, ich hatte Augustiner)
60 g Butter
100 g Zucker
1 TL Natron
120 g Mehl
1 Prise Salz
1 Banane (mit einer Gabel zermatscht)
1 Ei
etwas Zimt
Schoko-Kuvertüre (zartbitter)
ein paar Kaffeebohnen

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Gebt die Butter mit dem Bier in einen Topf und erhitzt das Ganze auf mittlerer Stufe, bis die Butter geschmolzen ist. Gebt dann gleich noch den Zucker mit rein und nehmt das Gebräu vom Herd. Das stinkt, ich weiß, wird aber nachher echt lecker :-)

Verrührt in einer zweiten Schüssel Mehl, Natron und Salz miteinander.

In einer dritten Schüssel gebt ihr die Banane und das Ei hinein und verrührt das Ganze kurz. Dann gebt ihr abwechselnd die lauwarme Bierbrühe und das Mehlgemisch hinzu, verrührt den Teig kurz, gebt den Zimt mit reun und füllt ihn in eure Muffinförmchen. Am besten 3/4 vollmachen, die Muffins gehen noch etwas auf.

Für 20 Minuten bei 180 Grad in den Ofen!

Nach dem Abkühlen schmelzt ihr die Kuvertüre und streicht/gießt sie über eure Muffins. Noch eine Kaffeebohne obendrauf und fertig ist euer Vatertagsgeschenk :-)

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Selbstgemachtes Hummus – oh du lieblicher Knoblauchduft

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Leute, plant ihr in nächster Zeit euren Zahnarzt zu besuchen, ein wichtigen Geschäftstermin wahrzunehmen oder einfach nur mal wieder unter Menschen zu gehen? Dann lasst besser die Pfoten von diesem unglaublich leckeren selbstgemachten Hummus! Habt ihr einen richtigen Miese-Laune-Tag, seid gerade stinkig auf Chef und Arbeitskollegen und wollt die Welt mal für einen Abend aussperren? Dann haut rein!

Hummus ist ein ganz fantastischer Aufstrich/Dip aus dem Orient und besteht hauptsächlich aus pürierten Kichererbsen. Ja und das war auch der Hauptgrund, warum ich jahrelang einen weiten Bogen darum gemacht hab… Kichererbsen??? Igitt! Wie das aber halt immer so bei mir ist, lasse ich mich ziemlich schnell davon überzeugen, dass was doch lecker ist, wenn man’s mir einfach in den Mund stopft und mir danach erst sagt, was ich da gerade probiert hab. Liebe Mama, vielen Dank: Hummus ist geil :-)

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Und weil ich zufällig für meine Frühlingsblümchen einen Dosen-Übertopf gebraucht hab, dachte ich: „Hey, nimm doch eine mit Kirchererbsen drin, kannst gleich noch Hummus machen!“. Tja, und das war die Geschichte von der kleinen Tami und dem großen Hummus-Topf, liebe Kinder ;-)

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Neeeeeein, jede anständige Geschichte braucht doch ein Rezept! Und das geht so – man nehme:

Eine Dose Erbsen (ich hatte die 265g-Dose von Bonduelle)
1 Esslöffel Tahina (Sesam-Mus, gibt’s z.B. bei Edeka)
Zitronensaft von 1 Zitrone
1-2 Knoblauchzehen
Olivenöl
Salz und Pfeffer
Paprikapulver

Gebt die Kichererbsen, das Sesam-Mus, den Zitronensaft und die Knoblauchzehen in eine Schüssel und püriert sie schön durch. Gebt dann etwa 3 bis 4 Esslöffel von dem Öl dazu, bis ihr eine schöne cremige Konsistenz bekommt. Mit Salz und Pfeffer abstimmen :-) Zum Anrichten in eine Schüssel geben, etwas Öl darüberträufeln und mit Paprikapulver bestreuen.

So, jetzt ist das ne anständige Geschichte ;-)

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