Wiesn-Countdown: Tamis Oktoberfest-Highlights

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Nach zwei Wochen härtester Party, fertigen Gesichtern morgens in der Arbeit und gefühlt 200.000 besoffenen Australiern und Italiern in merkwürdiger Verkleidung wünscht sich der Münchner nur eins: Ruhe. Bevor’s aber so weit ist, steht natürlich erst mal das letzte Wiesn-Wochenende an. Das ist im Gegensatz zu den vorherigen beiden Wochenenden etwas entspannter, weil der Wunsch nach einer Maß nach zwei Wochen Völlerei halt auch nicht mehr ganz so stark ist wie am Anfang. Hauptsächlich werden da dann noch übrige Bier-Gutscheine verbraten oder noch ein paar Fahrgeschäfte getestet.

Wenn ihr euch also noch mal in die Menge stürzen wollt und auch die schönen Seiten der Wiesn (die in Wahrheit, auch wenn euch taff das so verkaufen will, nicht nur aus besoffenen Deppen besteht) sehen wollt, habt ihr dieses Wochenende noch die optimale Gelegenheit dazu :-) Und zwar mit…

…Tamis Oktoberfest-Highlights

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Oktoberfest-Schmankerl #1: Oide Wiesn und Motodrom
Die Oide Wiesn (alte Wiesn) gibt es seit 2010 und ist ganz nach dem Vorbild vom Oktoberfest-Urknall-Jahr 1810 gestaltet. Und zwar mit allem, was dazu gehört. Tolle alte Attraktionen und Fahrgeschäfte und echte bayerische Musik im Zelt. Wo ihr übrigens tatsächlich auch am Italienerwochenende mittags noch einen Platz im Zelt ergattern könnt! Mein absoluter Favorit ist der/das Motodrom: Eine abgefahrene Steilwand-Motorradshow – ihr wisst schon, wo die Fahrer an einer senkrechten Wand im Kreis fahren… Lasst euch auf keinen Fall vom Eintrittspreis von 3 Euro für das „Oide Wiesn“-Gelände abschrecken – die Attraktionen sind dafür nämlich spottbillig und echt saucool. Die halbstündige Motodrom-Vorstellung hat zum Beispiel gerade mal 1 Euro pro Nase gekostet!

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Oktoberfest-Schmankerl #2: Mäusezirkus
Ja, ihr habt richtig gelesen: Mäusezirkus. Auch so einen gibt es auf dem Oktoberfest. Etwas versteckt in der südlichsten Gasse ist das ein kleiner Zirkuswagen. Und darin steppt der Bär…pardon…die Maus. 300 süße Mäuse rennen da nämlich fröhlich über Trapeze, „fahren“ Riesenrad oder gehen ihrer Nachbarmaus einfach gehörig auf den Senkel. Unglaublich süß. Und wer kann schon sagen, er war auf dem Oktoberfest im Mäusezirkus?

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Oktoberfest-Schmankerl #3: Toboggan
Der Toboggan ist ein echter Klassiker und am besten nach Zeltschluss abends um 11 zu bestaunen. Weil da nämlich jeder betrunkene Spaßvogel versucht, den Toboggan zu bezwingen und meistens scheitert… Im Grunde ist der eigentlich nur ein recht schnelles Laufband mit mittelmäßiger Steigung, auf das man aufspringen und möglichst stehend im Superman-Style nach oben fahren sollte. Sollte, denn mit etwas Bier im Blut ist das gar nicht mehr so einfach und endet meistens mit einer Fahrt im Käferstyle (auf dem Rücken liegend, Beine nach oben ausgestreckt). Übrigens keine Sorge: Runterfallen kann man nicht und die starken Fahrgeschäft-Männer helfen einem dann doch wieder auf die Beine ;-)

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Oktoberfest-Schmankerl #4: Wilde Maus
Die Wilde Maus ist genau wie der Toboggan ein Klassiker für sich und auch für kleine Achterbahn-Memmen wie mich echt spitze. Denn trotz fehlender Loopings und Schrauben geht’s auch mit der Wilden Maus rasant auf und ab und gefährlich um die Kurven :-) Und glaubt nicht, da würden nur Familien mit Kleinkindern fahren – die Wilde Maus ist Kult!

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Oktoberfest-Schmankerl #5: Riesenrad
Ich weiß, es gibt auch Leute, die auf den hammermäßigen Ausblick beim „Free Fall“ schwören. Ihr könnt aber auch einfach Riesenrad fahren und ganz ohne Todesangst die schöne Aussicht genießen :-) Vom Riesenrad aus habt ihr nämlich nicht nur einen wahnsinns Blick auf das Oktoberfest, sondern könnt ganz München überblicken. Und das ist nicht nur für alle München-Gäste, sondern für Münchner was besonderes!

In diesem Sinne: Ein wunderschönes letztes Wiesn-Wochenende, ihr Narrischen!

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Ps: Alle Fotos dieses Mal von meiner Mama :-)

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Oktoberfest-Accessoire: Haarkamm passend zum Dirndl

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Egal, wie viel die Münchner auch schimpfen und zetern, die Touris verfluchen und sich das Ende herbeisehnen: Dabei sein muss dann doch jeder, auf der Wiesn. Dabei teilen sich die Münchner in drei Lager:

Die Hardcore-Wiesn-Gänger
Der Hardcore-Wiesn-Gänger war schon auf dem ersten Oktoberfest-Wochenende in mindestens drei Zelten, war live beim Anstich dabei und kennt den Namen jedes Fahrgeschäfts. Natürlich hat der Hardcore-Wiesn-Gänger viele Hardcore-Wiesn-Gänger-Freunde, die zufällig alle einen Tisch in einem der Zelte haben. Meistens verfügt der Hardcore-Wiesn-Gänger außerdem über eine beträchtliche Zahl an „Bier-Makal“ (Bier-Marken, also Gutscheine) dubioser Herkunft und blüht erst in der Wiesnzeit so richtig auf.

Das „Oa Moi aufeschaun muas i scho“-Lager
Zum „Oa Moi aufeschaun muas i scho“-Lager (im Folgenden OMAMIS-Lager genannt) gehören all die Münchner, die eigentlich so gar keinen Bock auf die größte Bierparty der Welt haben, sich aber auch nicht die Blöße geben wollen, nicht dabei gewesen zu sein. DAs OMAMIS-Lager ist übrigens ein rein theoretisches Gebilde, weil’s grundsätzlich nicht bei einem Wiesn-Besuch bleibt (Gleiches Prinzip wie beim Bierkonsum).

Die Wiesn-Verweigerer
Tatsächlich gibt es ein paar standhafte Münchner, die sich dem Wiesn-Trubel verweigern. Was im Übrigen eine Kunst für sich ist, weil mittlerweile jede Firma (und wenn sie nur 5 Mitarbeiter hat) „an Disch“ auf der Wiesn hat und man als braver Angestellter quasi gar nicht auskommt. Der Wiesn-Verweigerer jedenfalls freut sich über die herrliche Ruhe in seiner angestammten Kneipe, während sich 6 Millionen Menschen auf der Theresienwiese zu Helene Fischer die Seele aus dem Leib gröhlen.

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Wenn ihr also zu Lager 1 und 2 gehört, dann kommt als Frau natürlich die wichtige Frage: Was mach ich mit meinen Haaren? Ich persönlich finde, eine hübsche Hochsteckfrisur oder ein schöner Zopf passen immer, am besten mit ein paar netten Accessoires verziert. Ein paar nette Blümchen (bitte nicht diese überproportionalen künstlichen Blumenkränze – ihr seid keine Hippies, meine Freunde!) oder ein schöner Haarkamm, da kann man nix falsch machen. Super ist es natürlich, wenn euer Haarschmuck auch noch farblich auf euer Dirndl abgestimmt ist! Und das geht ganz einfach…

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Ihr braucht
Einen Haarkamm
Stickgarn (Farbe passend zum Kleid auswählen)
eine Kügelchenkette in der Länge eures Kamms

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Lasst euer Garn an einem Ende des Kamms etwa 5 cm überstehen und beginnt dann damit, die Schnur immer um das obere Ende des Kamms zu wickeln. Pro Zinken drei Mal.

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Das macht ihr so lange, bis ihr beim letzten Zinken angekommen seid und auch hier dreimal den Faden rumgewickelt habt.

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Dann nehmt ihr die Perlenkette und platziert sie erst mal einfach am oberen Ende der Zinken. Am besten so, dass der Leerraum zwischen den Perlen da liegt, wo auch der Leerraum zwischen den Zinken ist. Und dann heißt es wieder wickeln – dieses mal in die andere Richtung. Jeweils zwei Mal pro Zinken, immer so, dass ihr den Faden auch über dem Leerraum zwischen den Perlen platziert. Wenn ihr etwa vier Zinken umwickelt habt, könnt ihr die Perlenkette vorsichtig nach oben schieben, sodass sie schön mittig sitzt.

Wenn ihr wieder am Anfang mit der Schnur angekommen seid, müsst ihr bloß noch auf der Rückseite das Ende mit dem überstehenden Faden vom Anfang verknoten und die Fäden abschneiden. Fertig!

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Tamis mörderischer Halloween-Spaß {2}: Blutiger Beeren-Schmaus

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Tamis mörderischer Halloween-Spaß geht in die nächste Runde! Schneewittchen trifft Bloody Mary und beschert euch eine hammermäßige Geschmacksexplosion ;-)

Ich futtere eigentlich total selten Nachspeisen. Nicht aus einem irren Diätwahn raus, sondern einfach, weil ich nie daran denke, mir noch ein leckeres Dessert zu basteln. Eigentlich schade, wenn man so drüber nachdenkt! Gestern war ich dann auf großer Einkaufstour (na gut, eigentlich hätte ich ja nur ein paar Kleinigkeiten für’s Sonntagsfrühstück besorgen sollen…) und dachte plötzlich: „Hey, Halloween-Dessert, das wär’s doch!“. Irgendwas mit rot und blutig und lecker am besten :-)

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Herausgekommen ist mein Blutiger Beerenschmaus und eine irre Fotosession mit meiner Mama: Blutiges Fleischermesser besorgt? Check! Mit ner Kerze fast den Hintergrund abgefackelt? Check! Ner Schaufensterpuppe die Hand geklaut? Check! Glas mit der Nachspeise umgeworfen? Check! Beste Voraussichten für ein hammermäßiges Halloween ;-)

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Ihr braucht für drei Portionen:

1 Becher Mascarpone
1 Becher Naturjoghurt
125 g Quark (ich hab den mit 40 % genommen, aber das geht auch mit weniger fettigem Quark!)
1 Päckchen Vanillezucker
etwas Zucker
einen Schuss Zitronensaft

100 g Waldbeeren (tiefgekühlt oder frisch)
etwas Zucker

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Verrührt Mascaropone, Naturjoghurt, Zitronensaft und Quark miteinander und gebt dann den Vanillezucker dazu. Dann testen, wie süß eure Creme ist und je nach Geschmack noch etwas Zucker dazugeben. In den Kühlschrank stellen.

Dann nehmt ihr eure Waldbeeren (meine waren tiefgekühlt – da ein bisschen Antauen lassen) und püriert sie schön fein. Zum Schluss noch mit Zucker etwas süßen.

Schnappt euch ein paar hübsche Gläser und fangt dann an, die beiden Massen hineinzuschichten. Also eine Schicht weiße Creme und dann wieder Frucht, weiß und rot, weiß und rot… Die letzte Schicht sollte dann weiß sein. Da macht ihrnoch mit der roten Masse ein paar Bluttropfen drauf und schon ist eure Nachspeise fertig :-)

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Tamis mörderischer Halloween-Spaß {1}: Kürbis schnitzen gibt’s übrigens hier :-)

Kleine Nachspeise: No Bake Cheese Cake im Förmchen

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Jetzt, wo das Oktoberfest endlich losgegangen ist und ich bald gen Griechenland düse, dachte ich mir irgendwie: „Hey Tami, legst dir doch noch schnell ’ne Zahnspange zu – super Accessoire!“. Ja, ich mach’s kurz: Seit gestern tut mir meine Schnauze weh und gratis obendrauf hab ich den Charme einer 13-Jährigen bekommen… Danke, meine herzallerliebsten Eltern, für merkwürdige Zahn- und Kiefergene ;-) Gut, da kann ich jetzt auch mit leben, hab schließlich die letzten drei Monate auch ne 7mm große Zahnlücke spazieren geführt.

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Was aber momentan echt nicht geht, ist feste Nahrung. Sehr fies, weil ich ein kleiner Fresssack bin und schon nach einem Tag das Gefühl hab, total abzumagern… Also hab ich mir als kleine Aufmunterung eine Nachspeise für heute Abend gebastelt, wenn mein Freund genüsslich reinschaufelt und ich ’ne halbe Stunde an ner einsamen Nudel kaue: Der No Bake Cheese Cake im (Öfenkäse-) Förmchen.

Für diese hammermäßig geile, Zahnspangen-kompatible Nachspeise braucht ihr (eckige Auflaufform mit so 25 auf 30 Zentimetern)

200g Butterkekse
100g Butter
1 Esslöffel Puderzucker

125g Sahne
200g Doppelrahm-Frischkäse
100g Puderzucker
1 Glas Sauerkirschen
4 Esslöffel Speisestärke

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Legt den Boden eurer Form mit Backpapier aus. Packt eure Kekse in eine Gefriertüte und zerkleinert sie dann mit einem Nudelholz oder ’nem Hammer, bis die Brösel ziemlich fein sind.

Gebt die Butter in einen Topf und lasst sie auf dem Herd langsam schmelzen. Sobald sie ganz flüssig ist, vom Herd nehmen und die Keksbrösel + Puderzucker dazu geben und alles gut durchrühren. Dann die Keksmischung in eure Form geben und und gleichmäßig auf dem Boden verteilen. Schön festdrücken und ab in den Kühlschrank.

Gebt eure Sahne in eine Schüssel und schlagt sie steif. In einer zweiten Schüssel vermengt ihr den Frischkäse und den Puderzucker miteinander, bevor ihr die Sahne vorsichtig mit einem Schneebesen unterhebt. Verteilt die Mischung gleichmäßig auf eurem Boden und streicht sie glatt, bevor es zurück in den Kühlschrank gebt.

Lasst die Kirschen mitsamt Saft in einem Topf aufkochen. Davor gebt ihr noch ein paar Löffelchen Saft mit der Speisestärke in ein Schüsselchen und verrührt beides, bis sich die Speisestärke gelöst hat. Unter ständigem Rühren gebt ihr das Ganze dann zu den Kirschen und lasst es so lange aufkochen, bis die Masse anfängt zu binden.

Sofort runter vom Herd und mit einem Löffel vorsichtig auf eurem Kuchen verteilen.

Tja, und jetzt müsst ihr nur noch warten. Mindestens zwei Stunden und dann rein ins Kirsch-Vergnügen :-)

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Noch mal ein kleiner Tipp zum Thema After-Wiesn (ja, I know, ich hab’s schon mal erwähnt): Secret Number 6 im Lenbachpalais und „Wiesnzelt am Stieglmaierplatz„! Hab mir selbst schon die Ehre gegeben und vorbeigeschaut und war echt begeistert ;-) Vor allem für alle, die um halb 11 noch nicht nach Hause wollen, ’ne super Idee… Seid ihr mehr so der Typ Käfer oder Marstall, seid ihr im Secret Number 6 bestens aufgehoben. Typ Bräurosl oder Hacker? Wiesnzelt am Stieglmaierplatz! Haut rein, meine Wiesn-Freunde :-)

Tamis ultimativer Oktoberfest-Guide: After-Wiesn-Locations + How to survive Wiesn

Yes, it’s time to say goodbye! Der letzte Teil von Tamis ultimativem Oktoberfest-Guide steht an und dann…tja dann seid ihr endlich gerüstet für das hammermäßigste Oktoberfest aller Zeiten ;-) Da waren die Wiesn-Frisur (check!), der Wiesn-Cocktail (check!) und die Sache mit der Tracht (check!). Aber was macht man eigentlich AUF der Wiesn und DANACH?

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HOW TO SURVIVE WIESN:

1. Der frühe Vogel fängt den Wurm: Gehört ihr nicht zu den Glücklichen mit Reservierung, seid zeitig dran. Oft schließen die Zelte am frühen Abend und das war’s dann mit Party im Zelt! Welches Zelt von den 14 bleibt ganz eurem (Bier-) Geschmack überlassen… Meine Favoriten: Bräurosl, Hacker-Festzelt und Hofbräu-Festzelt!
2. Keine Prügeleien und noch viel wichtiger: Keine Prügeleien mit dem WIESN-Personal!
3. Auf der Wiesn müsst ihr den schmalen Grad zwischen betrunken und Bedienung-verärgern meistern. Trinkt ihr zuviel, kann das leicht mit einem Schläfchen auf der Bank enden und der Spaß ist schneller vorbei, als ihr schauen könnt. Bestellt ihr aber zu wenig, kann’s auch passieren, dass ihr höflich hinauskomplimentiert werdet ;-)
4. Kein Sex im Zelt! Hey Leute, I know, der Alkohol und ein fescher Kerl / ein fesches Mädel… Aber BITTE, BITTE denkt dran, dass ihr nicht alleine seid und bestimmt jemand ein nettes Filmchen davon dreht – also, ganz blöde Idee, lasst es!
5. Und zum Schluss: Have fun! Genießt es, tanzt auf den Tischen und lasst mal einen Abend Gedanken à la „Oh Gott, ich seh beim Tanzen bestimmt voll doof aus!“ zuhause. Ich seh‘ seit JAHREN doof dabei aus, kratzt doch keinen ;-)

Leider machen die Zelte dann gegen halb 11 dicht und der ganze Spaß ist vorbei. Man kann sich natürlich auch einfach bis halb 11 die Kante geben und dann heim gehen. ODER man schaut noch auf einer der After-Wiesn-Partys vorbei :-) Hier wird dann in Dirndl und Lederhose noch ordentlich abgefeiert und die Location zum Beben gebracht… Je nachdem, ob ihr es eher schick oder lieber bayrisch-lässig haben wollt, hab ich hier zwei hammermäßige Locations für euch:

A little party never killed nobody: Das secret number 6

Party pur im Secret No. 6

Im wirklich äußerst schicken Lenbachpalais beheimatet, ist das Secret number 6 die perfekte Location für einen eleganten Wiesn-Ausklang. Ihr könnt Champagner schlürfen, ein paar leckere Häppchen naschen oder einen Hopfen-Cocktail testen. Oder ihr danced euch einfach die Seele aus dem Leib und feiert, bis es hell wird. Auch sehr praktisch: Die Tram fährt quasi direkt vor der Tür :-)

Exklusive Lounges im Secret No.6

Kleines Zuckerl für alle Wiesn-Ladies: Mittwochs gibt es bei der Ladies Night freien Eintritt und einen spritzigen Begrüßungsdrink…

Der reguläre Eintritt liegt bei 10 Euro pro Person, Öffnungszeiten sind vom 20.09. bis 04.10. Montags bis Samstags ab 21 Uhr.

Let’s fetz: „Wiesnzelt am Stieglmaierplatz“

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Sogar schon einen Tag früher, nämlich am 19. September geht das Oktoberfest im „Wiesnzelt am Stieglmaierplatz“ los. Hier gibt es mehrere Motto-Parties wie „Größenwahn“ oder „Herzerl-Nacht“ (Ja, hier darf geschmust/gebusselt werden!). Eine Karaoke-Nacht ist übrigens auch dabei ;-) Neben dem Zelt gibt’s aber auch die „Almdudler After Oktoberfest Party“ im Löwenbräukeller, also auch direkt am Stieglmaierplatz, keine Panik! Ich als alter Almududler-Fan…

Tickets für beide Areas bekommt ihr hier. Geöffnet ist das „Wiesnzelt am Stieglmaierplatz“ donnerstags bis samstags ab 18.30 Uhr und am 1.10 zusätzlich ab 19.30 Uhr. Almdudlerparty-Time ist von Montag bis Samstag ab 22 Uhr.

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Kleine Info am Rande: Die Bilder hab ich dieses Mal übrigens nicht selber geschossen, sondern von den Locations bekommen, ebenso detaillierte Infos! Ich darf/werde beide Partys aber auch selber testen, also keine Angst!

Tamis ultimativer Oktoberfest-Guide: How to wear {Tracht}

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Jedes Jahr zum Oktoberfest sieht man sie wieder: Die Hitliste der schlimmsten Wies’n-Outfits… Da wären Frauen in ultrakurzen Lederhosen-Hotpants, garniert mit Trachtenbluse und/oder Leoparden-BH. Männer mit Fake-Badelederhosen und merkwürdigen Hüten. Männer im Dirndl allgemein. Und und und.

Dabei ist es eigentlich ganz einfach, in Tracht richtig gut auszusehen und sich selber nicht wie ein Clown damit zu fühlen, wenn man ein paar kleine Regeln beachtet:

Für de Burschn:

1. Jungs, KEINE Turnschuhe zur Tracht! Ich hab ja die wunderbare Eigenschaft, Dinge (ja und zur Not auch Menschen) die ich nicht mag, einfach aus meinem Leben auszublenden. Aber sorry, dieses Lederhos’n meets Turnschuh-Ding geht einfach zu weit. Zur Lederhose gehören Haferlschuhe (die im übrigen IMMER unbequem sind, egal wie viel Knete man dafür auch ausgegeben hat) oder zur Not unauffällige schwarze Lederschuhe.

2. KEINE Bayerntracht. Ich weiß nicht, wer auf die Idee gekommen ist, die Lederhose mit ’nem FC Bayern-Trikot zu kombinieren – lasst es einfach. Das sieht mega-bescheuert aus und hat auf dem Oktoberfest überhaupt nix verloren.

3. Zur Lederhose gehört ein vernünftiges Hemd und kein Shirt. Holt euch doch so ein süßes kariertes Hemd (blau, rot, grün) oder ein weißes Hemd und ihr seid gerüstet :-)

4. Accessoires: Ja auch ihr, meine bärtigen Freunde, dürft euch zur Wies’n ruhig mal ein paar Gedanken zu euren Accessoires machen ;-) Also vielleicht komische Totenkopf-Verzierungen, Schweißbänder und Hundemarken einfach mal nen Abend zuhause lassen. Ne schicke Uhr dagegen geht immer!

Für de Mädel:

1. Keine kurzen Minirock-Dirndl. Ein Dirndl zeigt echt viel Busen, da muss man dann nicht auch noch total viel Bein rausholen ;-) Meine persönliche Regel: Der Rock muss mindestens über’s Knie gehen…

2. Keine 25 Euro Dirndl!!! Ein schönes Dirndl kostet mindestens so viel wie ein schönes Cocktailkleid. Auch wenn 25 Euro für ein Dirndl echt verlockend sind, lasst es besser – die Dinger müffeln schnell, sehen billig aus und halten auch nicht lange…

3. OMG, bitte bitte never ever weißes Shirt als Blusenersatz! Vor allem von unerfahrenen Wies’n-Touris getragen.

4. Zum Thema Holz vor der Hütte: Ein Dirndl ist so ungefähr das einzige Kleidungsstück, bei dem es total in Ordnung geht, wenn man zeigt was man hat. Es zaubert eine hammer Figur und tolle Möpse! Also meine Damen, seid stolz auf das was ihr habt und verdeckt mit eurer Bluse nicht euer ganzes Dekolleté ;-)

5. Passendes Wies’n-Schuhwerk: Aus Erfahrung rate ich zu Ballerinas oder Pumps mit relativ flachen Absätzen (<5cm). Denn spätestens, wenn ihr auf den Tischen steht und ordentlich abdanced, verwünscht ihr eure schicken High Heels!

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Pssst, kleiner Tipp, falls ihr noch auf der Suche nach einem hübschen Dirndl seid: Wirklich süße und bezahlbare Dirndl gibt es in München bei Alpenfee im Lagerverkauf oder in Mühldorf bei Country-Line im Lagerverkauf :-) Bei letzerem gibt’s auch klasse Lederhosen!

Tamis ultimativer Oktoberfest-Guide: Der Wies’n-Cocktail {Alm-Hugo}

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Wie jedes echte oberbayerische Kind wurde ich natürlich von meinen Eltern auch hin und wieder auf einen Berg verschleppt. Ich liebe ja Bayern und die bayerischen Berge und überhaupt alles (wie könnte man ein Land, dass so herrlich politisch inkorrekte Getränke wie „Neger“ oder „Russn“ anbietet, bitte nicht lieben??? By the way: Wir Bayern meinen das null rassistisch, also keine Panik!!!!), aber ich HASSE wandern und Bergsteigen. Ich hab die Todes-Höhenangst und seh außerdem nicht den geringsten Sinn darin, erst einen Berg hochzulatschen, um dann wieder mühsamst runter zu kraxeln und heimzufahren. Das einzige, was mich in diesen schweren Momenten meines Lebens davon abgehalten hat, mich bockig auf einen Stein zu setzen und keinen Meter mehr weiterzugehen, war der Almdudler.

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Der Almdudler ist eine österreichische megasüße Limonade in der Farbe von Bernstein. Angeblich aus Kräutern, aber so genau weiß das niemand. Der Geschmack ist schwer zu beschreiben, schmeckt aber ziemlich ähnlich wie Ginger Ale (von Schweppes). I LOVE IT! (Und werde für diesen Beitrag übrigens nicht bezahlt – ich steh einfach drauf)

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War also klar, dass mein Top-Wies’n-Cocktail da schwer von motiviert ist oder? ;-)

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Die Zutaten für den kleinen, feinen Alm-Hugo:

Optional könnt ihr auch noch eine Limette in kleine Stückchen schneiden und dazu geben. Beim Hollundersirup lieber erst mal etwas weniger rein geben und dann nachgießen – das Zeug ist zieeemlich süß!

Der Cocktail ist wirklich total lecker, sehr erfrischend (nicht zu süß!) und eine tolle Abwechslung zu dem ganzen Bier, dass in München in der Oktoberfest-Zeit so fließt! Eignet sich natürlich auch super zum vorglühen vor der Wies’n oder zur Après-Wies’n-Gaudi :-)

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Tamis ultimativer Oktoberfest-Guide: Die Wies’n Frisur

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Eins gleich mal vorweg: Ein tausendfaches sorry an meine männlichen Leser!!!! Ich bin so begeistert, dass ihr hin und wieder reinschaut, hau euch heute aber mit meinem total mädchenhaften Haar-Special quasi symbolisch in die Nüsse! Dafür ist der ultimative Oktoberfest-Guide {Part 2} garantiert Jungs-freundlich, ich versprech’s ;-)

Was unterscheidet die Oktoberfest-Dame von Welt von der Oktoberfest-Dame aus dem Hinterland? Ganz genau: Die Haare. Münchnerinnen planen für den perfekten Wies’n-Auftritt ja schon Wochen, ach was sag ich, MONATE im Voraus ihre Friseur-Termine. Schön aufwändig, am besten geflochten oder irgendwie anders hochgesteckt und natürlich Tanz-fest muss die Frisur sein. Dabei immer ganz wichtig: Kein offenes Haar zum Dirndl. Never. Ich weiß nicht warum, das ist einfach so und Punkt ;-)

Falls ihr euch also die Ehre geben und dem Oktoberfest einen Besuch abstatten wollt, hier meine absolute Lieblings-Wies’n-Frisur, die maximal 15 Minuten und so gut wie kein Haar-mäßiges Geschick erfordert :-)

Was braucht ihr:
Ein hübsches Kopfband, meines ist weiß und geflochten (von I am). Falls ihr euch eins selber basteln wollt: Hier eine kleine Anleitung
ein paar Haarnadeln
Haarspray

Wiesn-Frisur

1. Kämmt eure Haare und zieht euch einen Scheitel, am besten mittig oder aber ein starker Seitenscheitel.

2. Zieht euch das Band über den Kopf, sodass es hinten AUF den Haaren und vorne auf der Stirn liegt.

3. Nehmt euch von ganz vorne eine Haarsträhne, zieht sie nach hinten und dreht sie etwas ein.

4. Mit der einen Hand hebt ihr dann euer Band ein wenig an und wickelt die Strähne einfach ein Mal um das Band. Dann nehmt ihr die dahinter liegende Strähne und den Rest der vorherigen und wiederholt die Prozedur.

Das macht ihr immer so weiter, bis ihr am Hinterkopf angekommen seid und wiederholt das Ganze dann auf der anderen Seite.

5. Sollten hinten zum Schluss noch Haare rausgucken, „stopft“ ihr sie einfach noch von oben in des Kopfband.

6. Nehmt euer Kopfband und zieht es vorsichtig von der Stirn nach hinten, bis es etwa drei Zentimeter hinter dem Haaransatz liegt.

7. Zupft eure Strähnchen noch ein wenig zurecht und fixiert die Frisur mit Haarspray und den Haarnadeln.

Wiesnfrisur_Haarband_Rückansicht

Und schon seid ihr absolut Wies’n-tauglich!

Psssst! Jaa, ihr! Falls ihr noch mehr Haar-Inspiration braucht, guckt mal auf meine Pinnwand bei Pinterest

Oktoberfest-Countdown: Wiesn-Türschild

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In meine Wohnung zu kommen ist eigentlich ziemlich easy: Sei nett, hab was zu essen oder ein Fläschchen Wein dabei oder bring mir ein Zalando-Päckchen und schon bist du drin ;-) Riechst du komisch, bist übel launig oder muss ich nach deinem Besuch meine Bude renovieren? Dann besuch doch bitte meinen Nachbarn! (Nicht wörtlich nehmen, ich hab einen sehr netten älteren Herrn als Nachbarn, der mit dir vermutlich auch nix anfangen kann…)

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So einen Monat vor der Wiesn beginnt ja in München langsam der Oktoberfest-Countdown. Lang verschollene Verwandte und Bekannte melden sich plötzlich und fragen ein Schlafplätzchen an, die Hoteliers reiben sich schon mal in freudiger Erwartung die Hände und die eleganten Münchnerinnen kaufen die Trachtenläden leer. Statussymbol schlechthin ist natürlich ein reservierter Wiesntisch (und nur der liebe Gott allein weiß, wie man an diese begehrten 3 Quadratmeter Tisch kommt!).

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Ich LIEBE diesen ganzen Rummel. Ich liebe Lebkuchenherzen und fröhliche Leute aus den merkwürdigsten Winkeln Bayerns, ich mag die aufwändigen Wiesn-Frisuren und dass man etwa Monat lang bei jeder Gelegenheit mit „Geht ihr auch auf die Wiesn? Habt ihr nen Tisch bekommen???“ begrüßt wird. Ihr seht, ich bereite mich schon mal langsam vor. Und wie bereitet man sich am besten vor? Mit einem original Lebkuchenherz-inspired Türschild für alle lieben Menschen, die in mein kleines Reich wollen!

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Ihr braucht:
einen Kork-Untersetzer (nicht dicker als 5mm)
Tafelfolie
einen Stift
ein (Teppich-) Messer
Flüssigkleber
hübsches Geschenkband
und natürlich etwas Kreide

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Nehmt euch die Tafelfolie und schneidet euch ein (möglichst symmetrisches) Herz aus. Das Herz muss natürlich auch auf euren Kork-Untersetzer passen!

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Legt euer Herz dann auf den Kork und benutzt es als Schablone.

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Mit einem Messer schneidet ihr euer Korkherz aus und macht rechts und links oben bei zwei Löcher rein. Einfach einen spitzen Bleistift oder einem Messer reinbohren und vorsichtig drehen.

Dann nehmt ihr euren Kleber und das Tafelfolien-Herz und klebt es auf euer Korkherz. Mit dem Stift oder dem Messer dann auch hier passende Löcher bohren. Jetzt nur noch euer Band durchfädeln und was Nettes zur Begrüßung drauf schreiben und schon ist euer Türschild fertig. Klassiker ist natürlich „O’zapft is!“ ;-)

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