Try something different: Gefüllte Weinblätter

Gefüllte Weinblätter_1_Pearls for Pillows (2 von 1)

Ich sag gleich eins vorweg, meine kleinen pelzigen Freunde: Ich hab lange überlegt, ob ich folgende Zeilen in meinen PC hacken soll. Weil: Sobald ich mal was halbwegs ernstes raushaue, kommt das nicht so gut bei euch an ;-) Aber wie ich an mein Rezept gekommen bin, will ich euch jetzt trotzdem erzählen! Wenn ihr also ein hartes Problem mit fremden Menschen aus fremden Ländern habt, verabschiedet ihr euch jetzt besser..

Was ich total an meiner Mama bewundere ist ihre Offenheit: Egal, was du für eine Hautfarbe hast, welche Sprache du sprichst, zu welcher Gottheit du auch immer betest – wenn du nett bist und was spannendes zu erzählen hast, wirst du spitze mit meiner Mama auskommen. Meine Freundinnen waren (und sind) zu jeder Tages- und Nachtzeit willkommen, während mein Muttertier mal kurz in die Küche flitzt und igendwas unfassbar Leckeres in unfassbar kurzer Zeit produziert.

Und weil meine Mama nun mal so eine Art hat, mit Menschen umzugehen, bekommt ihr heute dieses wirklich geile Rezept für gefüllte Weinblätter. Das hat sie nämlich von einer sehr netten Dame, die leider aus ihrem Land fliehen musste und deshalb seit ein paar Monaten bei uns im tiefsten Bayern wohnt. Wie meine Mama halt so ist, hat sie sich einfach ein paar Minütchen mit ihr auf der Straße unterhalten und weil sich die Frau vermutlich einfach über ein paar nette Worte gefreut hat, hat sie meiner Mama dieses wirklich, wirklich leckere Rezept verraten :-)

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Gefüllte Weinblätter
etwa 10 – 15 mittelgroße Weinblätter mit Stiel (alternativ schon fertige Weinblätter im türkischen Laden kaufen)
1 Zwiebel
200 g Hackfleisch
250 ml (Achtung nicht Gramm!) Reis
1 Koblauchzehe
Salz, Pfeffer
2 EL Olivenöl
verschiedene Kräuter nach Belieben
Zitronensaft

Wenn ihr ganz strebermäßig sein wollt, dann kocht ihr euch eure Weinblätter selbst, sonst springt ihr einfach gleich zu 2. :-)

1. Nehmt eure frischen Weinblätter und gebt sie für eine Minute in einen Topf mit kochendem Salzwasser. Gießt das Wasser dann ab und legt die Blätter bis zur Verwendung in warmes Wasser

2. Für die Füllung nehmt ihr den Reis und lasst ihn für eine halbe Stunde (nicht schummeln) in lauwarmem Wasser einweichen. Würfelt eure Zwiebel, schneidet den Koblauch klein und gebt beides zum Hacklfeisch, genauso Salz, Pfeffer, das Olivenöl und Kräuter wie Petersilie. Gießt den Reis ab und gebt den dann auch noch dazu. Dann das Ganze schön durchmatschen!

3. Nehmt euer Weinblatt und schneidet erst mal den Stiel ab. Den liegt ihr auf den Boden eures Topfes (so brennt euch nachher nämlich nix an!). Dann legt ihr das Blatt so vor euch, dass die Spitze zu euch zeigt. Mit einem Löffel gebt ihr dann die Hackfleischmasse etwa mittig auf das Blatt und formt daraus eine horizontale Wurst. Da klappt ihr den oberen Teil eures Blattes drüber, linke Seite, rechte Seite, ehe ihr das Blatt zigarrenförmig zusammenrollt. Alles klar soweit? Oben, links, rechts, rollen! Dann in den Topf geben und das gleiche mit dem nächsten Blatt :-)

4. Legt eure Weinblattpäckchen dicht an dicht in euren Topf, beschwert sie mit einem Teller (einfach darüber in den Topf legen) und gießt schön Brühe darüber, bis die Weinlättertaschen bedeckt sind.

5. Lasst das Ganze auf dem Herd kurz aufkochen und dann 1 Stunde leicht köcheln. Dabei immer wieder nachgucken, ob noch Brühe im Topf ist. Die darf nämlich nicht ausgehen! Nach einer Stunde aus dem Topf holen und abkühlen lassen.

6. Zum Schluss mit etwas Öl und Zitronensaft marinieren und genießen!!!

Gefüllte Weinblätter__Pearls for Pillows (2 von 1)

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Inspiration Marokko – Morgenland für’s Abendland!

Seit Jahren träume ich von einem Urlaub in Marokko, von einem Kamelritt durch die Dünen, einem Ausflug in ein echtes Hammam und davon, auf einem orientalischen Markt fett über den Tisch gezogen zu werden. Bisher ist es leider noch nicht so weit gekommen (Vorsatz 2014), dafür hab ich mir ein paar original-importierte marokkanische Laternen zugelegt, die mich regelmäßig an meine Reisepläne erinnern. Natürlich hab ich für den Fall der Fälle auch schon ein passendes Hotel parat. Gut, ich werd mir da zwar keine einzige Nacht leisten können, allerdings hab ich fest vor, mir bei der ersten sich bietenden Gelegenheit alle Einrichtungsgegenstände unter den Nagel zu reißen und ganz schnell davon zu laufen. Ich finde den orientalischen Stil wirklich total faszinierend und liebe diese Mischung aus Mustern, farbenfrohen Stoffen und unfassbar edlen Accessoires!

Copyright Royal Mansour Marrakech / Jean Bernard Yaguiyan

Copyright Royal Mansour Marrakech / Jean Bernard Yaguiyan

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Kleine Annekdote am Rande: Meine Mama und mein Freund auf die Frage, Marokko – Morgen-/Abendland? (Wortgewandt bis zum Gehtnichtmehr) „Morgenland – das ist im Osten, du Pfosten!“

Auf jeden Fall: Viel Spaß beim Inspiriert-werden!